Kalthaus wird abgerissen

Das ehemalige Kalthaus wird abgerissen

Feuerwehr bekommt einen Neubau

sb. Kutenholz. Das ehemalige Kutenholzer Kalthaus wird nicht saniert, sondern abgerissen. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde Fredenbeck mitgeteilt. Hintergrund: Die Renovierung des Altbaus wird zu aufwendig und teuer.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatte der Kalthausverein im vergangenen Herbst das im Jahr 1956 errichtete, sanierungsbedürftige Gebäude geräumt. Die Samtgemeinde Fredenbeck übernahm die Immobilie für 1 Euro und stellte sie der Kutenholzer Feuerwehr zur Verfügung. Die Retter erhielten die Erlaubnis, das Gebäude, das direkt neben ihrem Gerätehaus steht, umzubauen und für eigene Belange zu nutzen. Entstehen sollten Räume für die Jugendabteilung, ein Fahrzeugstellplatz sowie Umkleideräume mit Schränken für die Einsatzkleidung.
400 Stunden ehrenamtliche Arbeit steckten die Feuerwehrleute bereits in die Sanierung. Sie entfernten alte Böden und Isolierungen, stemmten im ehemaligen Kaltraum eine 20 cm dicke Bitumenschicht von den Wänden und stützten Trägerbalken ab. "Dann entdeckten wir unter dem Gebäude statt eines Schotterbetts einen zugemauerten Kriechkeller", erzählt Ortsbrandmeister Jörg Schulz. "Das und die sehr stark verrotteten Balken rückten die Statik in ein völlig anderes Licht."
Nach einem Ortstermin mit einem Fachmann beschloss die Samtgemeinde: Die Renovierung lohnt nicht. "Jetzt bekommen wir einen Neubau", freut sich Jörg Schulz. Geld für die Planungsarbeit steht bereits jetzt zur Verfügung, die Baukosten werden in den Haushaltsplan für das Jahr 2014 aufgenommen. Um diese möglichst niedrig zu halten, will die Kutenholzer Feuerwehr Eigenleistung erbringen. "Bei unserem Gerätehaus haben wir im Jahr 2002 auch schon mit angepackt", erzählt der Ortsbrandmeister. "Die Samtgemeinde weiß, dass sie sich auf uns verlassen kann."

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