Dammann-Tamke: Moore sind ideale Wolfsreviere
Wolf in Fredenbeck? Hobbyfotograf gelang Schnappschuss

Dieses Foto, das schemenhaft einen Wolf zeigt, hat Günther Zink in Fredenbeck aufgenommen  Foto: Zink
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Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
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Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Panorama
Ein Weltstar zum Anfassen: Schauspieler und Schriftsteller Hardy Krüger mit Ehefrau Anita (re.) bei Krügers Lesung 2010 in Salzhausen

Zum Tode von Weltstar Hardy Krüger
WOCHENBLATT-Redakteur erinnert sich an unvergessliches Treffen mit Hardy Krüger

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Panorama
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Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 23. Januar
Die Hospitalisierungsinzidenz steigt auf 6,5

(as). Der Landkreis Harburg vermeldet 320 neue Corona-Infektionen am heutigen Sonntag, 23. Januar. Die sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht von 1.217,1 (Samstag) auf 1196,8. In den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt 3.064 Erkrankungen im Landkreis registriert. Sechs Kommunen haben derzeit eine Sieben-Tage-Inzidenz von teilweise deutlich über 1.000: Buchholz, Neu Wulmstorf, Seevetal, Stelle, Tostedt und Winsen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz steigt weiter von 6,3 auf nun 6,5. Die...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Offenbar soll Pflegenotstand suggeriert werden
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

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24.1.2022 - Inzidenz lag zeitweise über 600
Landkreis Stade: Wieder deutlich mehr Corona-Patienten in den Elbe Kliniken

jd. Stade. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist zu Wochenbeginn wieder in den 500er-Bereich gerutscht. Zuvor war sie am Wochenende erstmals über die Marke von 600 geklettert. Mit 514 weist der der Landkreis Stade am Montag, 24. Januar, den niedrigste Inzidenzwert aller Landkreise in der Region auf. Allerdings ist der verhältnismäßig geringe Wert mit Vorsicht zu betrachten. Aufgrund des sogenannten Meldeverzugs – Fallzahlen gehen dann erst mit einem zeitlichen Verzug von zwei, drei...

Service
Steuerexperten können helfen, Geld zu sparen

Etliche steuerliche Änderungen
Steuern: Das ändert sich 2022

Länger Corona-Bonus, weiterhin Homeoffice-Pauschale, mehr betriebliche Altersvorsorge, höhere Grenze für steuerfreie Sachbezüge: Für das Jahr 2022 stehen etliche steuerliche Änderungen an. Die Experten der Lohnsteuerhilfe zeigen, wo Arbeitnehmer sowie Rentner künftig besser Steuern sparen können. 1. Alleinerziehende Mütter und Väter Der höhere Entlastungsbetrag gilt unbefristet Alleinerziehende werden bei der Lohn- und Einkommensteuer entlastet: mit einem besonderen Freibetrag, dem sogenannten...

Panorama
Fan und Musiker-Legende backstage: Kai Holm (li.) traf Meat Loaf im Jahr 2003

Tod einer Rocklegende
Stader erinnert sich an seine persönliche Begegnung mit Meat Loaf

jd. Stade. Eine Rocklegende ist tot: In der vergangenen Woche starb der US-amerikanische Musiker Meat Loaf (deutsch: "Hackbraten") im Alter von 74 Jahren. Er wird von Rockfans auf der ganzen Welt betrauert - auch Stade. Dort trauert ein ganz besonderer "Edelfan" um ihn: Kai Holm. Der Stader, den viele Leser aus der WOCHENBLATT-Berichterstattung als SPD-Fraktionschef im Stader Rat und als Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Elbe Kliniken kennen, ist aus tiefstem Herzen ein Rockmusik-Begeisterter....

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Der geplante Surfpark soll nicht nur von ambitionierten Sportlern genutzt werden. Er soll auch ein attraktives Freizeitangebot für alle Altersgruppen sein
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Nachhaltig oder umweltschädlich?
Ein umstrittenes Projekt: Der geplante Surfpark in Stade - Stimmen sie online ab!

+++ HINWEIS: Die Abstimmung ist seit Sonntag, 18 Uhr, beendet. +++ Nehmen Sie am Online-Voting teil. Das WOCHENBLATT möchte Ihre Meinung erfahren, liebe Leserinnen und Leser. Wie denken Sie über das Thema? jd. Stade. Er gehört zu den ungewöhnlichsten Bauprojekten, die im Landkreis Stade jemals geplant bzw. umgesetzt wurden: der Surfpark, der im Süden Stades auf einem bisherigen Maisacker der landwirtschaftlichen Genossenschaft Raisa (vormals Stader Saatzucht) entstehen soll. Wie berichtet,...

jd. Stade. Bereits zwei Tage nach der Wolfssichtung im Alten Land wurde im Landkreis Stade erneut ein Wolf beobachtet - diesmal auf der Geest. In Fredenbeck lief Meister Isegrim am Dienstagmorgen einem Hobbyfotografen vor die Linse. Der war morgens in der Fredenbecker Feldmark unterwegs auf Fotopirsch. Obwohl die Sichtverhältnisse an diesem Morgen wegen des dort herrschenden Frühnebels nicht die besten waren, gelang Günter Zink aus einiger Entfernung am Ortfeld nahe der NABU-Wiese ein Schnappschuss, auf dem ein Tier zu erkennen ist, das wie ein Wolf aussieht.

Auch Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft und ausgewiesener Wolfsexperte, meint nach Betrachtung des Bildes, dass es sich "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" um einen Wolf handelt. Allerdings lasse die mangelnde Fotoqualität Raum für Zweifel. Unstrittig ist für Dammann-Tamke hingegen, dass der Wolf hier im Norden dabei ist, sich weiter auszubreiten. Der im Alten Land gesichtete Wolf sei wahrscheinlich ein Jungtier auf Reviersuche gewesen. "Es ist nicht auszuschließen, dass es sich bei dem in Fredenbeck fotografierten Wolf um dasselbe Exemplar handelt." Ein Wolf könne an einem Tag rund 70 Kilometer zurücklegen.

Dammann-Tamke geht davon aus, dass im Alten Land ohnehin kein Wolf heimisch wird. "Da ist zu viel los." Gerade in der Urlaubssaison werde die Region von Touristen bevölkert. Die Wölfe in Niedersachsen hingegen hätten mit sicherem Instinkt die Gebiete aufgesucht, in denen sich keine oder nur wenig Menschen aufhalten. Nicht ohne Grund habe es die ersten Wolfsreviere zunächst auf Truppenübungsplätzen gegeben. Bis auf die sporadischen militärischen Aktivitäten sei das ein idealer Lebensraum für Wölfe.

Je mehr Tiere es gibt, umso dichter werden die Wölfe aber an die Zivilisation heranrücken. Im Landkreis Stade ist die Geest nach Ansicht von Dammann-Tamke für den Wolf viel attraktiver als das Alte Land. Dort böten sich gerade die Moorgebiete als Lebensraum für die Wölfe an. Bereits vor ein paar Jahren hatte der Jäger-Präsident das Feerner Moor nördlich von Helmste als ein klassisches Wolfsrevier genannt. Der Ort der Fredenbecker Wolfssichtung liegt nur rund vier Kilometer Luftlinie davon entfernt.

In einem anderen Moorgebiet, dem Frankenmoor, konnte vor einem Jahr der erste Nutztierriss durch einen Wolf im Landkreis Stade nachgewiesen werden. "Das ist kein Zufall", sagt Dammann-Tamke und verweist auf historische Quellen. In einem Buch des Harsefelder Autors Klaus Isensee über die Geschichte des örtlichen Klosters werden Berichte über Wolfsplagen im Harsefelder Umland zitiert, mit denen sich die ansässigen Bauern weit bis ins 18. Jahrhundert hinein herumärgern mussten. Auch Menschen wurden laut den Chroniken damals von Wölfen angefallen.

Schließlich rief der Harsefelder Amtmann auf Drängen der Landpächter zu großangelegten Wolfsjagden auf. So wurde allein zwischen 1763 und 1766 die stattliche Anzahl von 66 Wölfen erlegt. Bereits in den alten Quellen werde das Frankenmoor als Rückzugsgebiet der Wölfe genannt, so Dammann-Tamke. "Ausgerechnet dort, wo der Wolf damals seine letzte Zuflucht in der Region fand, wird er jetzt zuerst wieder nachgewiesen."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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