"Tempo 30 ist genug"
Demo vor Kindergarten und Grundschule Kutenholz

Margrit Nutbohm (72) demonstrierte für ihre beiden Enkel
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sb. Kutenholz. Rund 20 Kindergarten- und Schulkinder hatten sich am vergangenen Freitag mit ihren Eltern und Großeltern in Kutenholz versammelt, um an der Kreuzung Fredenbecker Straße (K70) und Schulstraße (L123) zu demonstrieren. Mit Trommeln und Sprechchören machten sie ihrem Unmut Luft, dass vor der Einmündung zu Grundschule und Kindergarten oft viel zu schnell gefahren wird. "Wir kleinen Kinder wollen, dass Autos langsam fahren sollen", schallte es unter Anleitung von Grünen-Politiker Wolfgang Weh, der die Demonstration federführend organisiert hatte.

"Hier gibt es für die Kinder oft brenzlige Situationen", sagen beispielsweise Karin und Stefan Grau. Ihre Söhne Paul (5) und Finn (3) besuchen den Kindergarten in Kutenholz, Paul soll nächsten Sommer auf die Grundschule wechseln und dann auch bald ohne elterliche Begleitung zur Schule gehen. "Aus Richtung Aspe kommend, biegen viele Autos mit hohem Tempo in die Fredenbecker Straße ein", sagt das Ehepaar. "Wenn dann noch Fahrzeuge auf dem Parkstreifen stehen, ist die Kreuzung sehr schlecht einsehbar und es kann gefährlich werden." Auch Margrit Nutbohm (72) sorgt sich um ihre beiden Enkelkinder, die Kindergarten und Schule in Kutenholz besuchen. "Als Oma muss ich diese Aktion einfach unterstützen", sagt sie und hält ein Plakat mit der Aufschrift "Genug mit dem Gehampel, Dauer-Rot für unsre Ampel" hoch.

Damit weist sie auf die Forderungen hin, die Fußgängerampel an der Schulstraße während der Schulzeiten auf Dauer-Rot zu schalten, um Fußgängern den Vorrang einzuräumen. Fahrzeuge bekämen nur dann grün, wenn eine Kontaktschleife die Einhaltung von 30 Stundenkilometern ermittelt. Am Freitag hatten Eltern die Möglichkeit, eine Liste von insgesamt vier Forderungen zu unterschreiben: Neben der Dauerrot-Ampel sind das Tempo 30 auf den Straßen rund um Schule und Kindergarten, die Einrichtung einer Querungshilfe und die Bildung einer Arbeitsgruppe mit Verwaltung und Betroffenen.

Bereits 2019 hatte der Rat der Samtgemeinde Fredenbeck nach einem Antrag der Grünen einstimmig beschlossen, beim Landkreis Stade die Einrichtung von Tempo-30-Zonen rund um Kindergarten und Grundschule zu beantragen. Die hierfür erforderliche Verkehrsschau des Landkreises ließ allerdings auf sich warten: Erst vor Kurzem wurden die betroffenen Straßen in Augenschein genommen. Mit dabei war Gerhard Seba, Bürgermeister der Gemeinde Kutenholz und Polizeihauptkommissar in der Fredenbecker Polizeistation. "Die Tempo-30-Zone kommt", fasst er das Ergebnis der Verkehrsschau zusammen. "Sie wird eingerichtet, sobald die bestellten Schilder da sind." Zudem hätte der Landkreis auf der Verkehrsschau beschlossen, eine offizielle Verkehrszählung durchzuführen, um eventuell weitere bauliche oder verkehrsberuhigende Maßnahmen umzusetzen.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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