Von oben nach unten
Umbau des Fredenbecker Rathauses beginnt im Dachgeschoss

Ralf Handelsmann und Jutta Tietjens auf der neuen Außentreppe
5Bilder
  • Ralf Handelsmann und Jutta Tietjens auf der neuen Außentreppe
  • Foto: sb
  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

sb. Fredenbeck. Jede Menge Handwerker tummeln sich derzeit im und beim Fredenbecker Rathaus. Schon lange platzt das Verwaltungsgebäude aus den 1970er Jahren, das in den 80ern bereits um einen Anbau erweitert wurde, aus allen Nähten. Für die Mitarbeiter wird mehr Platz benötigt. Denn immer mehr Verwaltungsangestellte arbeiten in Teilzeit. Das erhöht die Anzahl der Beschäftigten und verlangt nach mehr Schreibtischen in den Büros. Platz für diese wird jetzt geschaffen: unter anderem durch den Ausbau des Dachgeschosses. Dort schlummerten bis jetzt praktisch ungenutzt 450 Quadratmeter.

Nach rund zwei Jahren Vorbereitungszeit - u.a. mussten politische Beschlüsse gefasst, Experten eingebunden und das Bauvorhaben geplant werden - begannen die Bauarbeiten bereits im vergangenen Herbst mit der Installation einer neuen Telefonanlage. "Hierfür wurden mehr als sieben Kilometer EDV-Kabel verlegt", sagt Fredenbecks Bauamtsleiterin Jutta Tietjens. Die neue Voice-over-IP-Technik machte sich bereits während des Corona-Shutdowns bezahlt, als viele Rathausmitarbeiter von zuhause aus im Homeoffice arbeiteten. "Das wäre mit unserer alten EDV-Anlage gar nicht möglich gewesen", sagt Samtgemeinde-Bürgermeister Ralf Handelsmann.

Nächster Schritt des Bauvorhabens war die Errichtung einer Außentreppe zum Dachgeschoss, die im Fall eines Feuers als Fluchtweg dienen soll. "Das schreibt der Brandschutz zwingend vor, kommt uns allerdings sehr teuer zu stehen", sagt Jutta Tietjens. "Die Anschaffung der Treppe liegt deutlich im fünfstelligen Bereich und es sind noch weitere Investitionen im Brandschutz erforderlich." Vorteil der Außentreppe: Zurzeit wird sie von den Handwerkern genutzt, die das Dachgeschoss ausbauen. So muss das Baumaterial nicht durch das Rathaus transportiert werden und auch die Handwerker müssen Erd- und Obergeschoss des Verwaltungsgebäudes nicht durchqueren. "Das schafft ein wenig Ruhe in den Arbeitsalltag meiner Mitarbeiter und hat auch in Zeiten von Corona Vorteile", sagt Handelsmann.

Insgesamt entstehen im Dachgeschoss sieben Doppelbüros, ein Sitzungszimmer, eine Küche und Sanitäranlagen. Auch die EDV und das Trauzimmer werden dort untergebracht. Barrierefrei macht das Ganze ein bereits vorhandener Fahrstuhl. Nach dem Dachgeschossausbau rücken die Handwerker dann eine Etage nach unten ins Obergeschoss des Gebäudes vor. Dort soll u.a. ein ehemaliges Sitzungszimmer wieder hergestellt werden, das zurzeit als Büroraum genutzt wird. Rats- und Bürgersaal werden u.a. mit neuer Technik ausgestattet. Abschließend geht es ins Erdgeschoss, wo u.a. ein neuer Eingang mit zeitgemäß gestaltetem Foyer entstehen soll. Bereits in Arbeit ist die Erweiterung des Rathausparkplatzes um 18 Stellplätze sowie eine E-Ladesäule für jedermann.

Zirka 1,4 Millionen Euro wird der Umbau des Fredenbecker Rathauses insgesamt kosten. Ralf Handelsmann hofft, dass nach der langen Ansparphase von der Samtgemeinde so wenig Kredite wie möglich für das Projekt aufgenommen werden müssen. Ein weiterer Wunsch des Verwaltungschefs: Der Umbau soll bis Ende seiner Amtszeit am 31. Oktober 2021 abgeschlossen sein. "Das habe ich meiner Bauamtsleiterin Jutta Tietjens einmal scherzhaft versprochen."

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

Panorama
Coronatests sind noch immer wichtig
  2 Bilder

Wurden Corona-Testzentren viel zu früh geschlossen?

Experten warnen vor neuer Corona-Gefahr durch Urlaubsrückkehrer / Kritik aus der Politik (jab/thl). Sind die Corona-Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), die z. B. an den Krankenhäusern Winsen und Buchholz sowie in Stade neben dem Gebäude der Kassenärztlichen Vereinigung standen, zu früh geschlossen worden? Zwar gab es bisher noch keinen großen Ansturm auf die Arztpraxen, in denen die Tests jetzt durchgeführt werden sollen. Doch das kann sich schnell ändern: Die...

Politik
Üppig zeigt sich das Jakobskreuzkraut auf der Ökokontofläche bei Ramelsloh und Ohlendorf

Giftige Pflanze in Seevetal
Das Jakobskreuzkraut sorgt für Aufregung in Ramelsloh

ts. Ramelsloh. Das Jakobskreuzkraut breitet sich auf der sogenannten Ökokontofläche am Rübenberg und Hinter den Höllen in der Ortschaft Ramelsloh aus. Die giftige, hier heimische Pflanze kann die Gesundheit von Pferden und anderen Weidetieren bedrohen. Nach dem Verzehr können bereits geringe Mengen bei den Tieren zu Leberschäden führen. Bürger haben deshalb die Seevetaler Gemeindeverwaltung in einer E-Mail aufgefordert, das Jakobskreuzkraut auf der nachhaltig bewirtschafteten Fläche...

Politik
Auch bei den aktuell montierten Leitplanken sind die Pfosten dicht an dicht
  2 Bilder

Leitplanken an Bundesstraßen als Todesfalle

(bim). "Beplankung wirft Fragen auf" titelte das WOCHENBLATT (30a/2020) und informierte dabei über den vom Gesetzgeber beabsichtigten Zweck der Leitplanken, die seit 2017 an Bundesstraßen montiert werden. Wie berichtet, sollen dieses an "unfallauffälligen Streckenabschnitten", an denen "der kritische Abstand der Bäume zur Fahrbahn 4,50 Meter und weniger beträgt", für Sicherheit sorgen. Dazu erreichten uns folgende Leserzuschriften, deren Inhalte wir auszugsweise wiedergeben. • "Die Beplankung...

Panorama
  2 Bilder

20 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin und Erfinderin von Nivea soft
Das unbekanntes Doppelleben von Christel Lemm:

sla. Buxtehude. In diesem Monat feiert Christel Lemm ein besonderes Jubiläum: Seit 20 Jahren übt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende die Funktion der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin der Hansestadt Buxtehude ununterbrochen aus. Von 1996 bis 2000 war sie bereits zweite stellvertretende Bürgermeisterin. Aktuell steht sie dem Kulturausschuss als Ausschussvorsitzende vor, ist Beigeordnete im Verwaltungsausschuss, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen