Team des Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseums restauriert alte Deutz-Diesellok
Oldtimer-Lok in Deinste wieder fahrbereit

Ralph-Ludwig Gehrke (li.) und Günter Dangers mit der fertig restaurierten Lok
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

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Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

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sb. Deinste. Voller Stolz blicken die Mitglieder des Deutschen Feld- und Kleinbahnmuseums (DFKM) in Deinste auf ihr Werk. In den vergangenen Monaten haben fünf ihrer Mitglieder eine Deutz-Diesellok Baujahr 1934 wieder fahrbereit restauriert. Das Fahrzeug stand zuvor viele Jahre defekt im Vereinsschuppen am Lütjenkamp. Erster Besitzer der Lok 1934 war die Bauunternehmung Martin Möller in Worpswede. 1979 erhielt das DFKM die Lok als Spende für den Museumseinsatz in Deinste.

"Die Lok war zuletzt 2005 im Einsatz", erzählt Vereinsvorsitzender Jan Reher. "Sie verfügt über einen seltenen Zweitakt-Dieselmotor, der aus der Gründungsfirma von Nicolaus Otto, Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach hervorgegangen ist."

Zum Team der autodidaktischen Restaurateure gehörten neben Jan Reher Ralph-Ludwig Gehrke, Günter Dangers, Günter Krebs und Rouven Klein. Die Vereinsmitglieder sind zwar überwiegend Handwerker vom Elektriker bis zum Tischler, ihre Kenntnisse zur Reparatur und Restaurierung alter Lokomotiven und Zugwaggons haben sie sich jedoch im Laufe der Jahre selbst angeeignet. "Man muss viel fragen und dann einfach den Mut haben, etwas zu machen", sagt Jan Reher. "Manchmal macht man es auch zweimal. So mussten wir beispielsweise die Dichtung am Pressluftstarter zweimal einbauen, weil wir beim ersten Mal einen Fehler gemacht hatten und das System nicht ganz dicht hielt."

Das Quintett begann mit den Arbeiten an dem Fahrzeug im August. "Wir haben die Corona-Monate genutzt, um intensiv an diesem Projekt zu arbeiten", sagt der Vereinsvorsitzende. Bei der alten Deutz mussten der durchrostete Wasserkühler gelötet, die gefrorene Wasserpumpe repariert, diverse Undichtigkeiten beim Öl-, Kühlwasser- und Kraftstoffsystem beseitigt, die defekte Lokpfeife repariert und ein neuer Abgasölscheider installiert werden. Zudem stand die historische Lok nicht mehr gut im Lack. Das Gehäuse wurde deshalb komplett abgeschliffen und neu mit Farbe überzogen. "Insgesamt waren das keine kostenintensiven oder umfangreichen Arbeiten, aber ein erfolgreiches Ergebnis", freut sich Jan Reher. Eine erste Probefahrt verlief erfolgreich. Die Vereinsmitglieder zogen mit der Lok einen 20 Tonnen schweren Zug erfolgreich über die Schienen ihrer Museumsanlage.

In den kommenden Wochen steht für die alte Lok die TÜV-Prüfung an. Hierfür kommen die Techniker des TÜV-Nord auf das Vereinsgelände in Deinste. Neben der Deutz-Diesellok werden dann auch die Schienenanlagen und Dampflok unter die Lupe genommen und erhalten nach Bestehen das begehrte Prüfungssiegel. Dann kann die alte Deutz auch an öffentlichen Fahrtagen des Vereins eingesetzt werden.

Autor:

Stephanie Bargmann aus Stade

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