Weg frei für Fische und Larven

Sind mit der Nenaturierungsmaßnahme zufrieden (v. li.): Helmut Bergmann von der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Stade, Kreisbaurat Hans-Hermann Bode und Dr. Silke Ochmonn vom Niedersächsischen Landbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Stade
  • Sind mit der Nenaturierungsmaßnahme zufrieden (v. li.): Helmut Bergmann von der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Stade, Kreisbaurat Hans-Hermann Bode und Dr. Silke Ochmonn vom Niedersächsischen Landbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, Betriebsstelle Stade
  • hochgeladen von Stephanie Bargmann

Fredenbecker Mühlenbach ist jetzt wieder barrierefrei

sb. Fredenbeck. Meerforellen, Neunaugen und andere Wanderfische sowie Wasser-Kleinlebewesen können jetzt wieder zum Laichen in den Oberlauf des Fredenbecker Mühlenbachs aufsteigen. Unweit der Mündung des Baches in den Elbe-Nebenfluss Schwinge hat der Landkreis Stade einen so genannten Sohlabsturz entfernenlassen. Dieser 80 Zentimeter hohe künstliche Wasserfall, der einst der Bewässerung benachbarter Flächen diente, hatte für die meisten Wasserorganismen ein unüberwindbares Hindernis dargestellt.
"Die Renaturierung des Fredenbecker Mühlenbachs ist Vorbild für ähnliche Gewässer wie den Deinster Mühlenbach, den Heidbeck bei Stade-Barge oder den Steinbeck bei Harsefeld", sagte Kreisbaurat Hans-Hermann Bode. Das angestrebte Ziel sei, entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie die Durchlässigkeit der Gewässer von der Quelle bis zur Mündung wieder herzustellen.
Von der Maßnahme profitieren neben heimischen Fischen wie Forelle, Hasel, Gründling und Aal auch wirbellose Kleintiere wie Alltagsstein- und Köcherfliegenlarven, die am Beginn der Nahrungskette stehen. Für sie wurde im Bereich des ehemaligen Sohlabsturzes extra ein grobkörniges Substrat am Bachboden angelegt. In den Lücken zwischen den Kieseln finden die Larven optimale Lebensbedingungen. Des weiteren profitieren von der Renaturierungsmaßnahme seltene fischfressende Vögel wie den Eisvogel oder die Gebirgsstelze.
Die Baumaßnahme wurde im Januar durchgeführt. Die Kosten in Höhe von 20.000 Euro trug zu 90 Prozent das Land Niedersachsen aus EU-Mitteln, zehn Prozent übernahm der Landkreis Stade aus Mitteln des eigenen Naturschutzfonds.

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