Der VfL Fredenbeck meldet sich zurück

So schön jubeln kann nur Jürgen Steinscherer
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Handball-Drittligist von der Geest besiegt Tabellenvierten / Kampf und Leidenschaft

ig. Fredenbeck. Endlich! Der VfL Fredenbeck kann doch noch gewinnen, meldet sich eindrucksvoll zurück. Nach der Heimspielpleiten-Serie besiegte das Handball-Team in der Geestlandhalle den Tabellenvierten, Stralsunder SV, mit 33:24 - und beeindruckte die Fans. "Da waren Einsatz und Leidenschaft zu spüren. Und der unbändige Wille zum Sieg", so ein Anhänger des Geestclubs.

Nach dem Abpfiff feierten die 550 Fans ihren VfL mit stehenden Ovationen. Und endlich erklang mal wieder die Sieges-Hymne "Oh, wie ist das schön".
Fredenbecks Trainer Andreas Ott überraschte mit einer völlig neuen Anfangsformation. Für Benedict Philippi, der den Verein verließ, spielte Karol Moscinski von Beginn an auf der Halbrechten Angriffsseite. Philipp Grote begann am Kreis, auf der linken Außenposition. Und nach seiner Schulterverletzung war erstmals wieder Jürgen Steinscherer mit dabei. Mit Erfolg: Der Österreicher erzielte elf Tore.

Der VfL lag im ersten Durchgang immer vorn, konnte sich aber nie mit mehr als drei Toren absetzen. Spielte Fredenbeck in Unterzahl, nahm Ott den Keeper aus dem Tor und setzte einen weiteren Feldspieler ein. Das zeigte Wirkung: Trotz Ballverlust im Angriff gelang es den Gästen nicht, daraus Kapital zu schlagen. Im Angriff suchte der VfL die Zweikämpfe. Dennoch verkürzte Stralsund zur Pause, schaffte 20 Sekunden vor dem Seitenwechsel den Ausgleich zum 16:16.
Nach dem Pausentee steigerte sich Fredenbeck in der Abwehr. Keeper Edgars Kuksa glänzte mit Paraden, die Gegenstöße verwandelte Ghennadii Golovici. Nach dem 17:17 setzte sich der VfL mit 26:19 ab.

Steinscherer lief nach jedem Treffer mit geballter Faust an der Haupttribüne vorbei. Angetrieben von den Zuschauern gelang den Gastgebern sogar ein frenetisch gefeiertes Kempa-Tor. "Das gab es in der Geestlandhalle schon lange nicht mehr", freute sich Pressesprecher Jörg Potreck. In der Schlussphase wechselte Ott durch. Aus der A-Jugend spielten jetzt Ole Richter und erstmals Jonas Rohde, der auch gleich ein Tor erzielte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff traf er zum 32:23.
Das nächste Spiel: auswärts am Samstag, 6. Dezember, gegen Achim/Baden. Das letzte Heimspiel in diesem Jahr: Samstag, 20. Dezember, 19.30 Uhr, gegen Oranienburg.

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Dirk Ludewig aus Stade

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