Jennifer Heins' Selbstständigkeit wurde mit einem gut laufenden Betrieb und dem "Gründerstar" belohnt
Stück für Stück zum Erfolg

Jennifer Heins lässt sich die Rolle nicht aus der Hand nehmen Foto: jab
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jab. Fredenbeck. "Man lebt für die Selbstständigkeit oder eben nicht", sagt Jennifer Heins (29), Malermeisterin aus Elm. Den Schritt in die Selbstständigkeit 2016 bereue sie kein bisschen, denn sie liebe ihren Beruf und die damit verbundene Abwechslung. Die Anerkennung erhielt sie 2017 durch den "Gründerstar"-Wettbewerb, als sie den Sonderpreis in der Kategorie "Frauen im Handwerk" überreicht bekam - eine Auszeichnung, die nicht nur ihr Ego pushte, sondern auch ihren kleinen Malereibetrieb.

"Ich werde noch heute auf den Preis angesprochen", sagt Jennifer Heins. "Die Leute haben sogar die Zeitungsberichte mit meinen Kontaktdaten aufgehoben." Ihrer Meinung nach sind Frauen im Handwerk immer noch eine Seltenheit, daher hat sie dies für sich genutzt und zu einer Art Markenzeichen gemacht. "Das ist anders, irgendwie neu", meint sie. Von Kunden höre sie häufiger, dass Frauen vertrauensvoller wirken und sie sich dort besser aufgehoben fühlen. Aus Erfahrung weiß sie auch, dass bei der Innengestaltung zuhause häufig die Frau das Sagen habe. Daher komme die weibliche Beratung gut an.

Ihre Ausbildung begann die heutige Malermeisterin 2007 in Stade und schloss sie drei Jahre später ab. Direkt im Anschluss absolvierte sie die Meisterschule. "Das stand für mich immer fest: Wenn ich die Ausbildung anfange, dann mache ich den Meister und gehe in die Selbstständigkeit", sagt die selbstbewusste junge Frau. 2016 wagte sie dann den entscheidenden Schritt, nachdem sie vorher alles gut geplant und durchdacht hatte. Schließlich wollte sie von Anfang an von ihrer Arbeit leben können. "Natürlich bin ich auch mal auf die Nase gefallen", gibt sie zu. Die typischen Anfängerfehler wie Verkalkulieren machten auch vor ihr nicht halt. "Jeder zahlt irgendwie sein Lehrgeld." Dennoch verlief ihre Karriere relativ reibungslos. Jetzt freut sie sich, dass es so gut läuft.

Die Malermeisterin setzt bei ihrer Kundschaft von Beginn an auf Privatkunden, die häufig nur ein oder zwei Zimmer neu gestaltet haben möchten. Hier legt sie dann auch besonderen Wert auf die Details, Techniken und Designs. Daher genießen sie und ihr handwerkliches Können großes Vertrauen. "Für viele Großunternehmen lohnen sich kleinere Aufträge kaum", so Heins. Sie kümmere sich aber gern um solche Arbeiten. Aber auch größere Projekte nimmt sie an. Zwei bis drei Mal im Jahr steht sie dann auch im Rohbau ihren Mann, schleift, spachtelt, verputzt und grundiert, was das Zeug hält. Auch die Fassaden bearbeitet sie dann. Nach Feierabend und am Wochenende steht die Büroarbeit auf dem Plan. "Mit der Arbeit auf der Baustelle ist es noch nicht getan. Danach geht es weiter mit Kalkulation, Rechnungen schreiben, Material bestellen ", sagt sie.

Jungen Mädchen könne sie nur dazu raten, ein Handwerk zu erlernen. "Kümmert euch nicht darum, was andere denken könnten. Macht das, was ihr möchtet - und das mit Herz und Seele." Genau so habe sie es gehandhabt. Und der Erfolg gibt ihr Recht: Die Malermeisterin ist ziemlich ausgelastet. Sogar einen Angestellten - die "goldene Seele" wie sie ihn nennt - hat sie inzwischen. Für die Zukunft plant sie, einen Lehrling auszubilden. Das müsse sie aber erst noch durchplanen. "Alles Stück für Stück", meint Jennifer Heins.

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