Das Interesse wächst spürbar

Karin Sager (li.) und Alexa Vetter (re.) danken Nele Dierksen (Hotel Sellhorn) für ihre Unterstützung des ADFC
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ADFC-Kreisverband freut sich über 120 neue Mitglieder / "Es gibt noch viel zu tun". 

mum. Hanstedt.
Das kann sich sehen lassen: Karin Sager, Vorsitzende des Kreisverbands Harburg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), teilte während der Jahreshauptversammlung mit, dass der Verein im Laufe des Jahres 120 neue Mitglieder aufgenommen hat. "Das zeigt, das Interesse der Bevölkerung, sich für mehr Radverkehr zu engagieren, nimmt zu", so Sager. "Wir warten nun darauf, dass 1.000. Mitglied begrüßen zu dürfen." Am Versammlungstag waren es genau 970 Mitglieder.
Grußworte kamen vom neuen ADFC-Landesvorsitzenden Rüdiger Henze. Er rief Verwaltung und Politik auf, "endlich mehr Geld für die Fahrradinfrastruktur bereitzustellen". Bund und Land würden sehr hohe Förderbeträge zur Verfügung stellen, die nun abgerufen werden müssen. Ein zweites Grußwort sprach Dr. Alexander Stark, Leiter Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung beim Landkreis Harburg. Er beklagte den Personalmangel in der Verwaltung, der die Umsetzung von Maßnahmen für mehr Radverkehr behindert. Besonders bedauerlich sei, dass die gerade vorgestellte Radverkehrskoordinatorin Janna Ortmanns den Landkreis bereits nach wenigen Wochen wieder verlassen habe (das WOCHENBLATT berichtete). Die gute Zusammenarbeit in der Radverkehrs AG mit dem ADFC, den Verkehrsbehörden und der Polizei habe sich laut Stark bewährt.
Im Jahresbericht ging Sager auf die umfangreichen Aktivitäten des ADFC ein. "Besonderes Lob gebührt dem Bundesverband für das äußerst erfolgreiche Projekt "#mehrPlatzfürsRad". Das Motto passe für Stadt und Land. "Der Radverkehr muss sich den nötigen Platz holen. Das geht nur durch Umverteilung der Verkehrsflächen", so Sager.
Besondere Höhepunkte des Jahres waren die Radtouren mit Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) durch Seevetal und mit dem Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) rund um Hanstedt.
Im Ausblick auf 2020 nannte Sager die wichtigsten Bausteine für die Radverkehrsförderung im Landkreis Harburg. Schwerpunktthemen sind die Planungen der Radschnellwege in der Metropolregion, die Sanierung maroder Radwege, neue Fahrradstraßen, sicheres Fahrradparken, die Verbindung von Fahrrad und ÖPNV und natürlich "viele geführte Radtouren, um immer mehr Menschen zu zeigen, dass Radfahren nicht nur gesund und umweltfreundlich ist, sondern ganz einfach Spaß macht".
Im Zuge der Versammlung wurden Elke Hamann (Toppenstedt), Dieter Hamann (Toppenstedt) und Gerhard Hahn (Hanstedt) als Delegierte für die ADFC-Landesversammlung gewählt. Neue Kassenprüferin ist Petra Behnke (Winsen).
"Der ADFC ist für alle Altersgruppen und für Familien ein guter Ansprechpartner, wenn es um die zukünftige Mobilität geht", sagt Karin Sager. "Wir freuen uns auf ein spannendes Jahr 2020 und werben intensiv für weitere aktive und passive Mitglieder."
• Weitere Informationen gibt es unter www.adfc-kreis-harburg.de.

Kritik an Bossard-Erweiterung
Mehrere 100.000 Euro für einen Logo-Relaunch und gar Millionen für die Erweiterung der Kunststätte Bossard - Ausgaben, die beim ADFC nicht gut ankommen. "Uns fällt auf, mit welcher Inbrunst sich der Landrat und die Behörden hier gegen einen Radweg auf der vorhandenen Bahntrasse nach Lüneburg wehren. Der wäre im Gegensatz zu einem sehr kritisch zu betrachtenden Großprojekt wie Bossard fast aus der Portokasse zu finanzieren, wenn man die zurzeit möglichen Fördermaßnahmen für Klimaschutz durch Radverkehr endlich nutzen würde", so Sager. Die Folgen des Radweges wären ganz sicher mehr Radverkehr - wie eigentlich überall gewünscht. "Stattdessen wird vehement die Notwendigkeit eines riesigen Tempels bei Jesteburg verteidigt nebst der Vernichtung von zwei Hektar Wald für einen Parkplatz", kritisiert Sager. Der ADFC werde sich massiv dafür einsetzen, dass neue Großprojekte autofreie und damit sichere Wege für den Radverkehr bekommen. "Die überall beschworene Verkehrswende fordert auch im Landkreis Harburg eine Anpassung der Prioritäten - auch wenn die Radverkehrskoordinatoren uns immer wieder weglaufen", so Sager.

Karin Sager (li.) und Alexa Vetter (re.) danken Nele Dierksen (Hotel Sellhorn) für ihre Unterstützung des ADFC
Gerhard Hahn (Hanstedt, v. li.), Renate Witte (Tostedt), Elisabeth Steinfeld und Joachim Franke 
(beide Neu Wulmstorf) sowie Maximilian Recht (Quarrendorf) erhielten ein Geschenk für ihr Engagement

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