Coronavirus im Landkreis Harburg
Die Hilfsbereitschaft kennt keine Grenzen

"Wir machen das zusammen" lautet die Initiative, die Bürger in Bendestorf und Harmstorf ins Leben gerufen haben
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"Wir machen das zusammen": Immer mehr Bürger engagieren sich in Initiativen für ihre Mitmenschen. 

mum. Bendestorf/Harmstorf/Jesteburg/Hanstedt. Der Coronavirus hat zu zahlreichen Einschränkungen geführt. Doch während soziale Kontakte auf ein Minimum reduziert werden sollen, zeigen sich überall neue Initiativen der Menschlichkeit. Ein paar Beispiele:
• Bendestorf und Harmstorf: "Wir machen das zusammen" lautet die Initiative, zu der die Bürgermeister Bernd Beiersdorf (Bendestorf) und Andreas Maack (Harmstorf) aufrufen. Bereits Anfang voriger Woche haben Bürger die Initiative ergriffen und ein Hilfsangebot in Rahmen einer Nachbarschaftshilfe für Bendestorf und Harmstorf entwickelt. In kürzester Zeit ist dabei die Internetseite www.coronahilfebendestorf.de entstanden. Dort kann sowohl Hilfe angeboten als auch um Hilfe gebeten werden werden. Unter anderem übernehmen Nachbarn das Einkaufen, die Kinderbetreuung oder das Gassi gehen. Über die Homepage können weitere Helfer ihr "Angebot" veröffentlichen. Die Initiatoren wollen speziell Senioren, die älter als 65 Jahre alt sind, schützen.
Da aber oftmals ältere Menschen nicht mit dem Medium Internet vertraut sind, haben die Initiatoren auch eine "analoge" Alternative entwickelt. "Alle Bendestorfer und Harmstorfer Haushalte haben über das Wochenende einen Flyer mit den wichtigsten Informationen erhalten", sagt Beiersdorf. "Ich kann nur stellvertretend für die gesamte tolle Aktionsgruppe Sven Krause und Olaf Beckedorf meinen Dank aussprechen. Sie waren verantwortlich für die Gestaltung der Internetseite, des Flyers und die Verteilung im Ort."
Die beiden Bürgermeister stehen für Fragen zur Verfügung - Andreas Maack unter der Rufnummer 0172-4034134 und Bernd Beiersdorf unter der Nummer 04183-6292.
• Brackel: Auch die Gemeinde Brackel startet ein Hilfsangebot. "Es gibt Bürger unter uns, die aufgrund ihres Alters oder durch Krankheit zu einer besonders gefährdeten Risikogruppe gehören und niemanden haben, der Einkäufe erledigt, Medikamente besorgt oder auch einfach mal für ein Gespräch da ist", sagt Bürgermeister Dirk Schierhorn. Wer helfen möchte oder Hilfe benötigt, kann sich im Gemeindebüro melden - telefonisch unter 04185-4215 oder via E-Mail an gemeinde@brackel.de. "Zur Not reicht auch einfach ein Zettel im Briefkasten der Gemeinde", so Schierhorn.
• Jesteburg: In Jesteburg haben Bürger sogenannte "BücherBoxen" vor die Gartenpforte gestellt. Die Idee: Wer möchte, kann dort Bücher entnehmen oder andere hineinlegen.

"Lokal einkaufen - Corona trotzen!"
Olaf Muus, Hanstedts Samtgemeinde-Bürgermeister, hat sich mit einem Appell an die Bürger gewendet: "Unser Einzelhandel, das Gastgewerbe und viele weitere Unternehmen sind stark von den Einschränkungen aufgrund der Bekämpfung des Coronavirus betroffen.
Wir wollen, dass unsere örtlichen Betriebe eine Zukunft haben. Deshalb sind wir alle gefordert, gerade jetzt auf unsere lokalen Angebote zu setzen. Die Wege sind vielleicht andere oder man muss sich bis zum Neustart noch etwas gedulden, aber es ist noch lange kein Grund, auf den Online-Handel zu setzen. Rufen Sie unsere Betriebe an, schauen Sie auf deren Internetseite, viele haben einen Lieferservice, einen Außer-Haus-Verkauf oder bieten Gutscheine an."
Muus hofft, dass sich alle gemeinsam für eine liebens- und lebenswerte Samtgemeinde Hanstedt einsetzen.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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