Ein Vorbild über Landesgrenzen hinaus

Die lettische Delegation vor dem DRK-Zentrum "Haus am Steinberg" mit Ketija Talberga (4. v. li.), Roger Grewe (5. v. li.) sowie Referentin der Geschäftsführung Kreisverband Harburg-Land Judith Krietsch (2. v. re.) und Assistenz der Heimleitung Daniel Meynle (re.)
  • Die lettische Delegation vor dem DRK-Zentrum "Haus am Steinberg" mit Ketija Talberga (4. v. li.), Roger Grewe (5. v. li.) sowie Referentin der Geschäftsführung Kreisverband Harburg-Land Judith Krietsch (2. v. re.) und Assistenz der Heimleitung Daniel Meynle (re.)
  • Foto: A. Gosewisch/DRK
  • hochgeladen von Sascha Mummenhoff

DRK-Zentrum in Hanstedt empfängt Delegation aus Lettland / Außergewöhnliches Konzept. 

mum. Hanstedt. Sechs Delegierte aus Lettland hat DRK-Kreisgeschäftsführer Roger Grewe im DRK-Zentrum "Haus am Steinberg" in Hanstedt in Empfang genommen. Initiiert durch Ketija Talberga, Kreisgeschäftsführerin des DRK-Kreisverbands Celle, haben sowohl kommunalpolitische als auch Vertreter des lettischen Roten Kreuzes die weite Reise auf sich genommen, um sich das DRK-Zentrum persönlich anzusehen. Der Grund: Die lettischen Kollegen planen ebenfalls eine Senioreneinrichtung mit besonderem Konzept. Dass das "Haus am Steinberg" Vorbildcharakter über nationale Grenzen hinaus besitzt, wurde hier einmal mehr deutlich.
Das DRK-Zentrum wurde 2005 erbaut und umfasst alle Stufen des altersgerechten Wohnens und Lebens: Zwei Häuser mit Mietwohnungen im Rahmen des betreuten Wohnens, eine Senioren Tagespflege (seit 2014) sowie das Herzstück der Anlage, die stationäre Pflegeeinrichtung in Form von insgesamt sieben Hausgemeinschaften. In diesen Hausgemeinschaften leben zehn bis zwölf Senioren - jeder mit eigener Räumlichkeit - und der Möglichkeit, so viele Dinge wie möglich im Alltag selbst zu gestalten. Dies geschieht gemeinsam mit einer "Präsenzkraft", die alle Dinge des täglichen Lebens für oder mit den Bewohnern umsetzt. Die große Wohnküche ist dabei der Mittelpunkt der Hausgemeinschaft - hier wird gekocht, gebacken und geklönt. "Diese dezentrale Form der Organisation unterscheidet sich von den meisten Senioreneinrichtungen in Deutschland", so Grewe. Darüber hinaus sind auf dem Gelände des DRK-Zentrums sowohl ein Kindergarten als auch eine Krippe mit insgesamt 80 Kindern integriert. Das Außengelände des Kindergartens stellt gleichzeitig die Terrasse der Hausgemeinschaft für Demenzkranke dar und es werden verschiedene gemeinsame Aktivitäten angeboten. "Beide Generationen bereichern sich gegenseitig - und brauchen dafür häufig nicht einmal Worte", so Grewe.
Das Austauschtreffen umfasste eine Einführung in das Konzept des DRK-Zentrums, eine Besichtigung aller Einrichtungen innerhalb des Zentrums sowie eine offene Gesprächsrunde zu den Realisierungsmöglichkeiten. Grewe: "Wir freuen uns, dass unser Konzept über die Landesgrenzen hinaus Interesse weckt und als Vorbild verstanden wird. Wir sehen täglich, dass unsere Ideen fruchten und den Senioren eine hohe Lebensqualität mit größtmöglicher Teilhabe ermöglichen."
• Weitere Infos unter www.hanstedt.drk-lkharburg.de.

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