Eine halbe Million Euro für die Heide

Die Heide derzeit bei Undeloh: An einigen Stellen wunderschön, insgesamt ein unruhiger Flickenteppich
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Umweltausschuss-Mitglieder stimmen für weitere finanzielle Unterstützung des Vereins Naturschutzpark.

mum. Undeloh/Hanstedt. Der Landkreis Harburg unterstützt die Heide-Pflegemaßnahmen des Vereins Naturschutzpark (VNP) mit 50.000 Euro pro Jahr. Jetzt hat der Verein den Antrag gestellt, die Förderung um weitere fünf Jahre zu verlängern. Mit dem Thema beschäftigte sich jüngst der Umweltausschuss des Landkreises.
Das Geld wird für die Eindämmung der Vergrasung im Naturschutzgeniet verwendet. Das ließ sich der Landkreis seit 1999 mehr als eine halbe Million Euro kosten. Zusätzlich stellt das Land Niedersachsen jährlich etwa 340.000 Euro zur Verfügung. „Der Zustand der Heide hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, lobte Ausschuss-Vorsitzender Volkmar Block (Bündnis 90/Die Grünen) das Engagement des VNP. Er sprach sich wie Willy Isermann (CDU) für die weitere finanzielle Förderung aus. Die endgültige Entscheidung über den Zuschuss fällt erst im Zuge der Haushaltsberatung. Kritik übte hingegen Elisabeth Bischoff (Bündnis 90/Die Grünen). Sie stellte die Maßnahmen zur Heidepflege in Frage.
Eine Formulierung aus den Ausschuss-Unterlagen macht den touristischen Aspekt der Heidepflege deutlich: Im Antrag heiß es: „Die vom Landkreis geförderten Heidepflegemaßnahmen sollen entlang der touristischen Hauptwege erfolgen, um vorrangig attraktive und blühende Heide während der touristischen Hauptsaison zu gewährleisten.“
• Der VNP ist für etwa 5.000 Hektar Heideflächen liegen zwischen Egestorf und Schneverdingen, Hanstedt und Behringen verantwortlich (400 Kilometer Wander- und 300 Kilometer Reitwege). Außer der Beweidung durch Schnucken und Rinder sowie durch das Plaggen pflegt der VNP seine Flächen seit einigen Jahren auch durch gezieltes Brennen.
• Übrigens: Wer genau wissen möchte, wo die Heide noch blüht, findet Infos auf der Internetseite www.lueneburger-heide.de. Das Stichwort lautet „Heideblüten-Barometer“.

Kommentar

Wie ein bunter Flickenteppich
Wer die Heide zwischen Wesel und Wilsede kennt, sieht eine Landschaft, die zunehmend einem Flickenteppich gleicht: Maschinell grob abgefräßte Mondlandschafts-Areale wechseln mit Heide in Superblüte, daneben gelbe Graswiesen und kleinere Flecken, da stehen kleine Kiefern wie gesät. Die einst Ruhe ausstrahlende, wunderschöne Heidelandschaft macht auf weiten Gebieten inzwischen den Eindruck einer Kultursteppe, in der die Verantwortlichen nicht so recht wissen, was sie wollen und was sie tun. Eine Ursache des Landschafts-Desasters: Die Schnuckenherden, die bis in die 90er Jahrte die Heide kurz hielten und als Touristenattraktion eine große Rolle spielten, sind weitgehend von den VNP-Heideflächen im Landkreis Harburg verschwunden. Man hat sie für viel Geld ersetzt durch gigantische Plagg-Maschinen. Mit dem obigen Ergebnis. Dass die Kreispolitiker diesen Unsinn weiter unterstützen, ist mir unverständlich.
Reinhard Schrader

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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