Eine E-Tankstelle in Undeloh
Für den Kampf um den Tourismus schaut Hotelier Heini Brunkhorst in die Zukunft

Heini Brunkhorst (Mitte) und Tochter Heike Brunkhorst trafen sich zur ersten Planungsbesprechung 
für die E-Ladestation auf dem Undeloher Hof mit Elektriker Armin Ahlers
  • Heini Brunkhorst (Mitte) und Tochter Heike Brunkhorst trafen sich zur ersten Planungsbesprechung
    für die E-Ladestation auf dem Undeloher Hof mit Elektriker Armin Ahlers
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  • hochgeladen von Svenja Adamski

sv. Undeloh. "Ich höre das Gras wachsen!", sagt Heini Brunkhorst über seinen Plan, eine Doppelladesäule für E-Autos auf seinem Grundstück aufzustellen. Nachdem der Besitzer des Undeloher Hofs nun schon vermehrt von Touristen auf die Tankmöglichkeiten für E-Autos in der Umgebung angesprochen wurde und keine Antwort wusste, kam ihm die Idee, selbst eine solche Tankstelle aufzustellen.
Und tatsächlich: Wer den nördlichen Teil der Lüneburger Heide mit seinem E-Auto anfahren möchte, muss zum Tanken weite Wege in Kauf nehmen. Denn die nächsten öffentlich registrierten E-Ladestationen befinden sich in Buchholz, Schneverdingen und an der A7 bei Bispingen.
Heini Brunkhorst möchte Undeloh mit dem Aufstellen einer E-Tankstelle besonders für Touristen aus Hamburg als Ausflugsziel interessanter machen.
Dort verzeichnete das Kraftfahrt-Bundesamt im Jahr 2020 einen deutlichen Anstieg an Neuzulassungen von Elektro- und Hybridwagen: 4.138 (2019: 1.395) Elektroautos, 16.093 (10.518) Hybridfahrzeuge, darunter Plug-in 5.332 (1.227). Auch in Niedersachsen war ein deutlicher Anstieg der Neuzulassungen zu vermerken: 27.027 (2019: 6.347) Elektroautos, 43.559 (14.906) Hybridfahrzeuge, davon Plug-in 20.418 (3.125).
"Die Elektromobilität erlebt derzeit den prognostizierten zügigen Markthochlauf", schreibt auch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung auf seiner Website. "Bis 2025 bzw. 2030 wird erwartet, dass bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-In-Hybride auf deutschen Straßen unterwegs sein werden."
Potenzial hat Brunkhorsts Idee also allemal, auch wenn er, nach eigenen Worten, mit dem eigentlichen Betrieb der Tankstelle voraussichtlich nur die Ausgaben ausgleichen wird. Vielmehr erhoffe er sich aber, die E-Autofahrer während der Ladezeit mit Kaffee und Kuchen im Undeloher Hof versorgen zu können.
Für die Umsetzung des Projekts wird Armin Ahlers, Elektriker und Geschäftsführer der Elektro Technik GmbH in Undeloh, zuständig sein. Dass mindestens eine Anschlussmöglichkeit für die Doppelsäule mit zweimal 11 kWh besteht, stellte er im ersten Gespräch bereits fest. "Abhängig von der jeweiligen Ladefähigkeit können die E-Autos dort dann in zwei bis sechs Stunden voll aufgeladen werden. Bei maximaler Auslastung könnten so hochgerechnet um die 16 Autos am Tag hier Strom tanken." Die Abrechnung erfolge dann wie bei allen anderen E-Ladestationen auch über einen Chip in der Ladesäule und eine Smartphone-App, sodass keine weiteren Service-Leistungen auf Brunkhorst zukommen.
Heini Brunkhorst geht es mit der E-Ladestation vor allem um eines: Ein positives Zeichen für Undeloh setzen - gerade in diesen schweren Zeiten - und etwas Neues zu schaffen.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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