3.500 Eichen gepflanzt
Hamburg Wasser unterstützt Projekt in Hanstedt und Döhle

Bereits eine Handbreit gewachsen: Matthias Pantelmann (li.), Dr. Jörg Grossmann und Foxterrier Nic begutachten das Wachstum der Eichen
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mum. Hanstedt/Egestorf. Insgesamt 3.500 junge Eichen haben die Stiftung Naturschutzpark des VNP und Hamburg Wasser auf einer knapp zwei Hektar großen Wald-fäche nahe der Heidefläche "Auf dem Töps" gepflanzt. Zuvor wurden zahlreiche Fichten entnommen, die das Gebiet jahrelang dominiert haben. Das gemeinsame Waldumbauprojekt vom VNP und Hamburg Wasser dient der nachhaltigen Entwicklung der Waldflächen in der Lüneburger Heide. Bei einem Vor-Ort-Termin haben Matthias Pantelmann, Fachbereichsleiter "Waldökologie und Naturschutz" beim VNP, und Dr. Jörg Grossmann, Leiter Grundwassermanagement bei Hamburg Wasser, den Zustand der im Herbst 2018 eingesetzten Eichen nun begutachtet und ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Bäume entwickeln sich ebenso gut wie 7.130 weitere, die im Herbst 2019 auf einer fast drei Hektar großen Fläche nahe Döhle im Quellgebiet des Hornbachs gepflanzt worden sind. Hamburg Wasser finanziert beide Projekte inklusive der notwendigen begleitenden Pflege mit insgesamt rund 55.000 Euro.

"Eichen bieten viel mehr Lebensraum für Tierarten als andere Bäume"

"Eichen werden von Forstbetrieben eher seltener angepflanzt, weil es sehr lange dauert, bis sie Ertrag liefern. Das ist bedauerlich, denn Eichen bieten viel mehr Lebensraum für Tierarten als andere Bäume", so Pantelmann. "Beim Umbau dieser Fläche haben wir außerdem darauf geachtet, ausreichend Platz und Licht für natürliche Begleitvegetation zu lassen. Um einen guten Mix zu bekommen und die jungen Eichen vor Frost, Wind und Sonne zu schützen, lassen wir einzelne alte Birken, Kiefern, Hähereichen und Vogelbeeren zunächst noch ein paar Jahre stehen."

Die Fläche südlich des südwestlichen Ecks des Heideareals "Auf dem Töps" wurde nicht zufällig gewählt. Sie befindet sich im Einzugsgebiet der Quellen des Dierkshausener Mühlenbachs, die durch sogenannte schwebende Grundwasserkörper gespeist werden. Solche Grundwasserkörper verlaufen oberflächennah und haben keinen Kontakt zu tiefen und ganzjährig gefüllten Grundwasserkörpern. In niederschlagsarmen Phasen drohen sie daher schneller trocken zu fallen. "Durch den Umbau von Nadel- in Laubwald sollen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung dieser wertvollen Biotope verbessert werden. Laubhölzer wie Eichen begünstigen eine höhere Grundwasserneubildung in den Herbst- und Wintermonaten, was zu gleichmäßigeren Abflüssen in die Quellbäche führen wird", so Grossmann. Nicht weniger bedeutsam ist die ökologische Aufwertung der Flächen durch die Anlage eines artenreichen Mischwaldes, die Verbesserung der Bodeneigenschaften und nicht zuletzt die Verbesserung des Landschaftsbildes. Das Projekt ist auf Dauer angelegt. Nach fünf bis sieben Jahren werden weitere Kiefern gefällt, um den Eichen mehr Licht zu bieten. Diesen kontinuierlichen Pflegeprozess stellt der VNP sicher. Bei den neu gepflanzten Eichen handelt es sich um Traubeneichen, die allesamt aus regionalen Baumschulen stammen.

Amerikanische Parks als Vorbild

Unter dem Kürzel VNP versammeln sich drei Institutionen: Der Verein Naturschutzpark, die Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide und die VNP-Naturpark GmbH. Der Verein ist eine der ältesten privaten Naturschutzorganisationen Deutschlands. Gegründet 1909 in München, hat er sich zum Ziel gesetzt, großflächig Naturschutz zu betreiben. Nach dem Vorbild der amerikanischen Nationalparks möchte der VNP schutzwürdige und eindrucksvolle Landschaften mit ihrer Pflanzen- und Tierwelt, insbesondere im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, schützen und pflegen. Mit der Arbeit von Stiftung und GmbH wird das Ziel des Vereins umgesetzt: Schutz und Entwicklung der Gesamtgefilde.
• Mehr Infos unter www.verein-naturschutzpark.de.

Bereits eine Handbreit gewachsen: Matthias Pantelmann (li.), Dr. Jörg Grossmann und Foxterrier Nic begutachten das Wachstum der Eichen
Die Quellen der Töps Heide profitieren von mehr Grundwasserneubildung - darüber freuen sich Matthias Pantelmann (re.) und Dr. Jörg Grossmann
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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