Ehrgeizige Pläne vorerst gestoppt

Gerhard Schierhorn
2Bilder

Bauausschuss kritisiert Egestorfer Pläne für Mega-Ferienhaus-Siedlung / Gewerbegebiet an der Autobahn wird erweitert.

mum. Egestorf. Das ist ein Dämpfer für die Gemeinde Egestorf: Der Bauausschuss der Samtgemeinde Hanstedt hat den ehrgeizigen Plänen von Bürgermeister Walter Kruse auf einem etwa 14 Hektar großen Areal am Ahornweg in unmittelbarer Nähe zum Naturerlebnisbad "Aquadies" eine Anlage mit 100 Ferienhäuser zu errichten, vorerst eine Absage erteilt. Vor allem die Tatsache, dass für die Pläne große Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet "Garlstorfer Wald" entlassen werden müssten, passte den Politikern nicht. "Bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen, werden wir die Ausführungen des Landkreises abwarten", so Gerhard Schierhorn (UNS).
Die Größe des Projekts schreckt die Politiker ab. Dort entstehe ein Dorf im Dorf, lautete die Kritik. Auch die Tatsache, dass der gesamte An- und Abreiseverkehr durch das kleine Dorfzentrum geleitet werden müsse, kritisierten die Ausschussmitglieder. Ursprünglich war das Feriendorf auf einer deutlich kleineren Fläche geplant (6,21 Hektar). "Aber der Investor hat uns mitgeteilt, dass er erst dann an dem Projekt Interesse hat, wenn die Fläche größer ist", so Kruse. "Ich bin den Bürgern verpflichtet, nicht dem Investor", konterte Schierhorn.
Während die Planungen für die Ferienhaussiedlung vorerst gestoppt sind, ist der Plan, auf einer 6,23 Hektar großen Fläche eine Fußballgolf-Anlage zu bauen, ganz vom Tisch. "Daran hänge ich nicht", so Kruse.
Der Egestorfer Bürgermeister appellierte an die Ausschussmitglieder die Ferienhaus-Pläne zu unterstützen. "Den Tourismus, den wir hier früher hatten, den gibt es nicht mehr." Laut Kruse würden nur noch vier von einst 22 Pensionen existieren. Der Trend gehe zu Anlagen wie dem Center-Parc in Bispingen. "Dort hat man das Projekt auch erst kritisiert und ist jetzt glücklich über das, was dort entstanden ist."
Grünes Licht gab der Ausschuss hingegen für folgende Projekte:
•Das Gewerbegebiet an der Lübberstedter Straße wird um 14,4 Hektar erweitert. Die Fläche liegt zwischen dem vorhandenen Gewerbegebiet und der Autobahn 7
•An der Autobahnanschlussstelle Evendorf sollen auf einer zehn Hektar großen Fläche Photovoltaikanlagen entstehen
•Die landwirtschaftliche Hofstelle "Im Schätzendorfe 27 bis 29" (Schätzendorf) wird nicht mehr bewirtschaftet. Die Fläche soll als "gemischte Baufläche" ausgewiesen werden
•Der Campingplatz "Regenbogencamp" aus den 60er Jahren entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen. Die Betreiber haben deshalb ein neues Nutzungskonzept vorgelegt. Es sieht eine Verkleinerung des reinen Campingplatzbetriebs auf etwa 250 Stellplätze im südöstlichen Teil des Geländes vor. Im Nordwesten soll ein Ferienhausgebiet mit etwa 260 Parzellen entstehen.

Gerhard Schierhorn
Walter Kruse
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Politik
Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln, ist das nicht gefährlich, beruhigt der Landkreis

Antwort des Landkreises Harburg auf FDP-Antrag
Maden in Biotonnen sind ungefährlich

(os). Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln oder die Tonne einen unangenehmen Geruch verbreitet, ist das für Menschen ungefährlich. Das geht aus der Antwort des Landkreises Harburg auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion hervor. Wie berichtet, wollten die Freidemokraten wissen, ob es möglich ist, die Biotonne in den Monaten zwischen Mai und September jede Woche und nicht wie derzeit alle 14 Tage leeren zu lassen. Die FDP-Fraktion hatte auf viele Klagen von Bürgern verwiesen, denen beim...

Panorama
Die DLRG rät, nur an bewachten Badestellen ins Wasser zu gehen

Viele Tote an ungesicherten Badestellen
24 Menschen sind bisher in Niedersachsen ertrunken

(bim). Eine Zwischenbilanz der bisherigen Ertrinkungszahlen veröffentlichte jetzt der DLRG-Bundesverband. Demnach sind in Niedersachsen 24 Menschen ertrunken und damit fünf weniger als im Vorjahr. Im Ländervergleich erreicht Niedersachsen dennoch den dritthöchsten Wert (in Nordrhein-Westfalen sind es 26, in Bayern 35). Bundesweit wurden 192 Ertrunkene registriert. Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Badestellen, wie...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Politik
Auf dem Gelände der Stadtwerke an der Maurerstraße soll in einer Halle ein Feuerwehrfahrzeug stationiert werden

Sechsmonatige Probephase geplant
Feuerwehrstandort bei den Buchholzer Stadtwerken?

os. Buchholz. Steht bald ein Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Holm in der Waschhalle der Buchholzer Stadtwerke, um von der Maurerstraße zu Einsätzen z. B. ein Steinbeck auszurücken? Das sehen zumindest die Pläne der Stadtverwaltung und der Feuerwehrspitze vor, die Buchholz' Stadtjustiziarin Hilke Henningsmeyer jüngst im Bauausschuss vorstellte. Demnach soll es einen sechsmonatigen Probebetrieb geben und hinterher über weitere Schritte entschieden werden. Hintergrund der Maßnahme ist...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen