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PCR-Tests nur noch vorrangig für medizinisches Personal und Risikopatienten

"Behutsam wachsen und Tourismus fördern"
Was sich Undelohs neuer Bürgermeister Werner Rademacher alles vorgenommen hat

Hat viel zu tun: Undelohs neuer Bürgermeister Werner Rademacher (FWU) Foto: as
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  • hochgeladen von Anke Settekorn
Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Panorama

Ministerpräsidentenkonferenz: Keine Lockerungen
PCR-Tests vorrangig für medizinisches Personal und Risikopatienten

(as). Die Winterruhe in Niedersachsen geht in die dritte Runde. Seit Mitte Dezember gilt im gesamten Land die Warnstufe drei, das wird auch in den nächsten Wochen weiter notwendig bleiben. Das teilt die Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung jetzt mit.  Laut Pressemitteilung sind derzeit weder Lockerungen noch weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen geplant. Allerdings haben sich die Länderchefs bei der Ministerpräsidentenkonferenz darauf geeinigt, eine...

Sport
Wenke (9) hat das Hobby-Horsing für sich entdeckt
2 Bilder

Beim Todtglüsinger Sportverein
Hobby Horsing - die neue Trendsportart

bim. Tostedt. In vielen Kinderzimmern war früher ein Schaukel- oder Steckenpferd zuhause. Letzteres erlebt jetzt eine Renaissance - als Trendsportart Hobby Horsing. Ganz ohne unwillige Pferde über halsbrecherische Hindernisse zu jagen, gehen bei dieser Sportart die "Reiter" selbst in den Parcours und übernehmen auf dem Pferd am Stock die Bewegungsabläufe in Springreiten oder Dressur. Beim Todtglüsinger Sportverein (TSV, Landkreis Harburg) wird jetzt auf Initiative der neunjährigen Wenke Thies...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Blaulicht

Hinterhältige Attacke in Buxtehude
Brutalo-Gang schlägt jungen Mann zusammen

tk. Buxtehude Eine Brutalo-Gang hat am Montagabend in Buxtehude einen jungen Mann (22) zusammengeschlagen und schwer verletzt.  Er war ging gegen 22 Uhr zu Fuß auf dem Ottensener Weg entlang. Mehrere Unbekannte versperrten ihm den Weg. Es handelt sich vermutlich um fünf bis sechs jüngere Leute. Die Gruppe ließ ihn dann doch weitergehen, doch nach wenigen Metern fielen die Schläger von hinten über ihn her. Der 22-Jährige wurde zu Boden gebracht. Die Täter traten und prügelten auf ihn ein. Dabei...

Panorama
3 Bilder

Corona-Zahlen im Landkreis Harburg am 24. Januar
Nur noch vier Kommunen mit einer Inzidenz unter 1.000

(lm). Der Landkreis Harburg vermeldet für den heutigen Montag, 24. Januar, 474 neue Corona-Fälle. 3.379 Fälle wurden in den vergangenen sieben Tagen registriert (+315 im Vergleich zum Vortag). Die Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Montag von 1.196,8 auf 1.319,8 gestiegen.  In nur noch vier Kommunen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell unter 1.000. Das sind Hanstedt, Hollenstedt, Rosengarten und Salzhausen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 6,5 auf 6,6 gestiegen. In...

Panorama

Tiere aus dem Ausland
Veterinäramt Stade warnt vor Tollwut-Einschleppung

sv/nw. Landkreis Stade. Vor einer Einschleppung der Tollwut warnt das Veterinäramt des Landkreises Stade. Hunde und Katzen, die aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern stammen, können mit dem Tollwutvirus infiziert sein. Käuferinnen und Käufer dieser Tiere können – zunächst unerkannt – das Virus mit nach Deutschland bringen. Die Einschleppungsgefahr ist groß, so Dr. Mareke Claußen vom Veterinäramt: „Es ist zu befürchten, dass nicht geimpfte Hunde und Katzen die Krankheit nach Deutschland...

Service

2.000 akut Infizierte am 25. Januar
Landkreis Stade meldet einen weiteren Corona-Toten

jd. Stade. Es ist wieder Dienstag – und der Inzidenzwert im Landkreis Stade steigt wieder. Nachdem am Wochenende keine Fälle gemeldet wurden, treibt die Nachmeldung wie immer dienstags die Sieben-Tage-Inzidenz in die Höhe. Aber am heutigen Dienstag, 25. Januar schlagen die Zahlen voll ins Kontor: Die Inzidenz im Landkreis Stade hat erstmals die 700er-Marke überschritten und liegt jetzt bei 725 am gestrigen Montag waren es noch 514. Eine glatte Zahl gibt es bei den aktuell Infizierten: Am...

Blaulicht
Auch über die Drehleiter löschte die Feuerwehr die brennende Wohnung
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Zwei Katzen sterben bei Wohnungsbrand in Winsen

thl. Winsen. Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Montagvormittag gegen 11.15 Uhr zu einem Wohnungsbrand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Straße Garthof in Winsen. Ölheizung fängt während Wartungsarbeiten Feuer Als mehrere Feuerwehren der Stadt Winsen anrückten, stand die Wohnung mit dem ausgebauten Dachgeschoss in Vollbrand. Die Bewohner hatten sich unverletzt ins Freie gerettet. Zwei Katzen wurden von der Feuerwehr aus der Wohnung geholt. Für die Tiere kam aber leider...

Politik
Die Tücken des Internet bremsten die Politiker aus: Offenbar war die Bandbreite zu gering für eine Videokonferenz

Schlechtes Internet: Sitzung abgebrochen
Bandbreiten-Debakel beim Stader Kreistag: Leitung zu lahm für Videoschalte

jd. Stade/Himmelpforten. Was für ein Debakel: Die erste "Hybridsitzung" des Stader Kreistages ging am Montag gründlich daneben. 20 der 65 Kreistagsabgeordneten hatten sich in der Eulsete-Halle in Himmelpforten versammelt. Die übrigen sollten online zugeschaltet werden. Doch die Internetleitung war zu lahm. Das Bild ruckelte, der Ton war nicht zu verstehen. Eine Stunde lang versuchten Techniker fieberhaft, den Draht nach draußen zu den vor ihren Monitoren sitzenden Kreistags-Politiker wieder auf...

as. Undeloh. "Das ging gleich stramm los", sagt Werner Rademacher (66). Im November wurde er in Undeloh einstimmig zum neuen Gemeindebürgermeister gewählt - ein Ehrenamt, das der Landwirt vom Hof Meningen gern annimmt.

Den Stress der vergangenen Tage mit den vielen Übergabeformalitäten merkt man ihm nicht an. Das könnte an seiner Erfahrung liegen: Werner Rademacher ist seit mittlerweile 25 Jahren im Gemeinderat tätig, war rund 20 Jahre lang Stellvertreter seines Vorgängers Albert Homann. Auch Rademachers Vater Reinhard war schon Bürgermeister, 1968 in Wesel, und später Stellvertreter Homanns.

FWU-Kandidat Werner Rademacher holte bei der Kommunalwahl die meisten Stimmen und wurde einstimmig ins Amt gewählt. Zuvor hatte Albert Homann das Amt mehr als 53 Jahre lang inne. In Undeloh ist der Bürgermeister zusätzlich auch Verwaltungschef der Gemeinde. "Albert Homann hat mich schon vorgewarnt: Rund zwei Stunden täglich ist man mit dem Ehrenamt beschäftigt. Aber ich bin ohnehin kein Typ, der sich in seiner Freizeit vorm Fernseher berieseln lässt. Es macht Spaß, wenn man was für die Allgemeinheit reißen kann."

Werner Rademacher ist aufgewachsen in Wesel, führt den Hof seiner Familie in der dritten Generation. In den 1990er Jahren hat er den Betrieb umgestellt, von der Schweinehaltung zur Pferdehaltung. Jetzt stehen Pensionspferde in seinem Stall und er vermietet Ferienwohnungen. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, den Tourismus zu fördern. "Die 1970er Jahre waren die goldenen Zeiten Undelohs, da hat fast jeder ein Zimmer vermietet", erinnert sich Rademacher. Diese Zeiten seien zwar vorbei, dennoch sei wieder mehr los in der Heide. Undeloh sei auf den Tourismus angewiesen, viele Leute im Ort lebten davon. Die enge Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein möchte der neue Bürgermeister fortführen.

Die Gemeinde ist schuldenfrei, fast alle Straßen schon erneuert und die Beleuchtung umgestellt auf LED. Es gibt schlechtere Ausgangssituationen für einen Bürgermeister. Dennoch warten auch große Herausforderungen auf Rademacher.

Denn Undeloh hat rund 1.000 Einwohner, jedoch kaum Gewerbeeinnahmen. "Ortsansässige Betriebe müssen abwandern, weil sie hier keine Erweiterungsmöglichkeiten erhalten. Das ist ein riesiges Problem", sagt der neue Bürgermeister. Und die Einwohnerzahlen stagnieren - dabei gebe es durchaus auch aus Undeloh den Wunsch nach mehr Wohnraum.

"Der Grund ist, das unsere Wachstumsmöglichkeiten stark begrenzt sind", erklärt Rademacher. Undeloh und Wesel sind umgeben von Naturschutzgebiet. "Auch wenn die Orte nur behutsam wachsen sollen, müssen die Flächen dafür aus dem Naturschutz raus. Daran führt kein Weg vorbei." Die Frage sei, wie das verträglich gelingen kann. Schließlich profitieren die Beherbergungsbetriebe, darunter auch sein Hof, idyllisch umgeben von Wäldern, Heide und Feldern, vom Naturschutzgebiet.

Eines der ersten Projekte, die der neue Bürgermeister angeht, dient dem Tourismus: Eine Ladestation für E-Autos - und Wohnmobilstellplätze. Die fehlen bisher, ebenso wie eine geregelte Ver- und Entsorgung für Wohnwagen. "Aus Erfahrung wissen wir: Die Wohnmobile kommen trotzdem - und entsorgen dann leider ihr Abwasser im Wald. Das wollen wir ändern."

In seinem Amt setzt Werner Rademacher auf starke Mitstreiter: "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich das nur mache, wenn Olaf Wirth und Uta Hofmann mich als Stellvertreter unterstützen. Ich bin kein Alleinkämpfer, sondern arbeite lieber im Team." Auf dem Hof hält seine Ehefrau Heike ihm den Rücken frei, und auch seine zwei Kinder packen mit an.

Seine Leidenschaft, das Motorradfahren, musste Werner Rademacher nach 45 Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben, seit drei Jahren ist er stattdessen mit einem Quad unterwegs. Das sei auch praktisch als Bürgermeister, zum Beispiel, wenn er auf den Wanderwegen nach dem Rechten sieht.

Sein Vorgänger Albert Homann steht ihm zur Seite. "Eine vernünftige Übergabe ist wichtig. Ich bin froh über seine Hilfe", sagt Rademacher. Wie Homann hält auch der neue Bürgermeister nichts von einer festen Bürgermeistersprechstunde, sondern wählt den pragmatischen Ansatz: Bei Anliegen sollen die Undeloher einfach ihre Bürgermeister anrufen. "Ich bin vor Ort, und ich bin erreichbar. Das gilt auch für meine Stellvertreter."

Autor:

Anke Settekorn aus Jesteburg

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