Beliebte Konzertreihe "Musik in alten Heidekirchen" findet im neuen Gewand statt

Ira Hochmann freut sich auf den Startschuss
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  • Ira Hochmann freut sich auf den Startschuss
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mum. Egestorf. "Unter neuen und aufregenden Bedingungen starten wir voller Vorfreude in unsere diesjährige Konzertsaison", sagt Ira Hochmann von "Musik in alten Heidekirchen". Aufgrund der Corona-Krise finden die Konzerte allerdings nicht in den Heidekirchen in Undeloh oder Egestorf statt, sondern Open Air an interessanten Orten wie dem Hof Peters in Egestorf-Evendorf oder dem Emhof in Wilsede. Zum Auftakt präsentiert das Ensemble "Altera Pars" - Polina Gorshkova, Dorothee Kunst (Traversflöten), Martyna Pastuszka, Adam Pastuszka (Violinen) und Pavel Serbin (Violoncello) - am Sonntag, 5. Juli, um 18 Uhr unter dem Motto "Les Barbares Galantes" Meisterwerke deutscher Komponisten in Russland von 1770 bis 1800. Veranstaltungsort ist die Waldbühne am "Aquadies" in Egestorf.

"Da wir eine Fülle von neuen und spannenden Veranstaltungsorten bespielen, werden die Adressen, Zeitangaben und Parkplatzsituationen stets kurzfristig auf unserer Homepage bekannt gegeben", so Hochmann. Aufgrund des begrenzten Kontingents und im Sinne einer Nachverfolgbarkeit sind Kartenreservierungen ausschließlich mit Kontaktdaten und per E-Mail möglich. Die Adresse lautet kontakt@musik-in-alten-heidekirchen.de. Eventuelle Restkarten können an der Abendkasse erworben werden. Auch dort ist eine entsprechende Registrierung notwendig.

"Das Auftaktprogramm deckt sich ganz und gar mit den Sehnsüchten dieser besonderen Zeit", ist sich Hochmann sicher. "Les Barbares Galantes" - so widersprüchlich wie Barbarei und Galanterie standen sich womöglich auch Fremdheit und kulturelle Anziehungskraft an der Grenze zwischen Russland und Europa im 18. Jahrhundert gegenüber. Die Initiative Katharina der Großen vermochte auf dieser Basis eine Vielzahl von Brücken zu schlagen, die sich in wunderbar bunten und vielschichtigen Werken der involvierten Komponisten und ihrer Werke spiegeln. Das Ensemble "Altera Pars" konnte daraus in teilweise versteckten Archiven beinahe vergessene Musik eines immensen kulturellen Austauschs entdecken, deren Einfallsreichtum und kulturelle Identität ein wunderbares Zeugnis dieser Pluralität und Einigkeit sind. Mit dabei sind Entdeckungen beinahe vergessener deutscher Tonkünstler wie Johann Heinrich Faucius und Jean Joseph Kerzelli, deren immenses Wirken, das einzig auf handschriftlicher Basis überliefert ist, nur durch glücklichen Zufall der Zerstörung entgehen konnte. Und selbst Joseph Haydn war, vermutlich gänzlich unwissender, Teil dieser wunderbaren Völkerverständigung. In Handschriften des Alexandrovskiy Palastes fanden sich Abschriften seiner "Roxelana"-Variationen, die wohl eigens für den späteren russischen Kaiser und leidenschaftlichen Flötisten Alexander Pavlowitschs erstellt wurden.

• Der Eintritt kostet zwölf Euro (ermäßigt zehn Euro für Inhaber der NDR- Kulturkarte). Mehr Informationen gibt es unter www.musik-in-alten-heidekirchen.de.

Ira Hochmann freut sich auf den Startschuss
Zum Auftakt von "Musik in alten Heidekirchen" tritt das Ensemble "Altera Pars" auf der Waldbühne am Aquadies in Egestorf auf
Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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