Ein Fest für die ganze Familie

Der Egestorfer Martinsumzug findet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal statt
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Egestorfer Kirchengemeinden laden gemeinsam zum Martinsumzug am 11. November ein.

mum. Egestorf.
Wow - das kann sich sehen lassen: Bereits zum 25. Mal findet am Montag, 11. November, der beliebte Martinsumzug in Egestorf statt. Auf der ganzen Welt wird an diesem Tag an den Heiligen Martin erinnert. Der Legende nach traf Martin von Tours (316 bis 397) gemeinsam mit anderen Soldaten am Stadttor von Reims auf einen fast unbekleideten Bettler. Martin wollte dem Mann helfen. Da er außer seiner Uniform und seinem Schwert nichts bei sich hatte, teilte er kurzerhand seinen Mantel in zwei Stücke und gab eines davon dem Bettler. In der folgenden Nacht soll Jesus Martin erschienen sein. Dieser dankte dem Soldaten für die gute Tat. Denn in der Gestalt des Bettlers habe Martin dem Gottessohn selbst geholfen. Von da an war das Leben des Martin von Tours ganz vom christlichen Glauben geprägt. Er ließ sich taufen und trat, so bald ihm das möglich war, aus dem Militär aus. Martin wurde Priester und lebte zunächst als Einsiedler. Um 360 gründete er in Ligugé in der Nähe des französischen Poitiers das erste Kloster des Abendlandes.
In Egestorf veranstalten die katholische und die evangelische Gemeinde zusammen nun schon zum 25. Mal zum Gedenken an den Heiligen Martin den Martinsumzug. Nach einer schönen Andacht um 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien werden Kinder mit ihren Laternen und ihre Eltern vom Heiligen Martin auf seinem Pferd durch den Ort geführt. Ziel ist die evangelische St. Stephanus-Kirche, wo sie auf einen Bettler treffen werden, der sich an einem offenen Feuer wärmt. Nach einem kurzen Martinsspiel reitet Martin heran und teilt unter großer Anteilnahme der Kinder seinen Mantel. Im Anschluss bekommen die Jungen und Mädchen alle ein Brötchen und dürfen dies mit ihren Geschwistern und Freunden teilen.
"Besonders nett anzusehen ist jedesmal, wie viele Kinder dem Bettler ihre Mütze, ihren Schal oder auch ihr Brötchen geben, um ihm zu helfen", sagt Adriane Rutz, die den Umzug damals ins Leben rief. "Der Instinkt der gegenseitigen Hilfsbereitschaft ist bei den Kindern noch völlig ungetrübt und unbeeinflusst vorhanden."
• Wer an dem Umzug teilnehmen möchte, sollte am Montag, 11. November, um 17 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien (Bauernworth 3) sein. Der Umzug endet gegen 18 Uhr vor der evangelischen St. Stephanus-Kirche.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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