Ein Ort für Begegnungen - Julia Heigel öffnet in Hanstedt ein Atelier

Julia Heigel bearbeitet das Holz zunächst mit einer Kettensäge
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mum. Hanstedt. An der Harburger Straße 18 in Hanstedt tut sich was: Am roten Backsteingebäude steht ein Gerüst, ringsherum arbeiten Handwerker. Das mehr als 100 Jahre alte Haus wird zurzeit detailgetreu von Grund auf renoviert. Im Sommer soll es wieder in neuem Glanz erstrahlen, dann nämlich öffnet dort Julia Heigel ihr Atelier. „Ich möchte dort einen Ort für kulturelle Begegnungen schaffen und meine Skulpturen ausstellen“, sagt Heigel. Die Künstlerin plant auch Ausstellungen anderer Künstler, Kunstwettbewerbe für Kinder, Konzerte und Lesungen, vorwiegend mit Kooperationspartnern aus der Nordheide - und freut sich schon jetzt über Ideen und Kontakte.
„Das Haus soll ein Forum für die lebendige Kulturszene der Region werden“, wünscht sich Heigel. Ein Haus mit einer geheimnisvollen Geschichte übrigens, über das sie nicht allzu viel in Erfahrung bringen konnte. „In den Archiven ist nichts zu finden, nicht einmal, wann es genau gebaut wurde“, sagt die neue Inhaberin. Auch die Angaben über ehemalige Hausbesitzer seien sehr unterschiedlich. Auch deshalb sucht Heigel Zeitzeugen, die mehr über das Haus wissen. „Irgendjemand muss doch alte Fotos haben oder jemanden gekannt haben, der darin gewohnt hat.“
Bis die engagierte Frau mit ihren Kunstwerken in das Haus einziehen kann, werden noch ein paar Monate vergehen. Bis dahin wird sie noch einige Skulpturen schaffen, die sie Pfingsten auch bei einer Ausstellung in der Kunststätte Bossard in Jesteburg zeigen wird. Ihre erste Arbeit im neuen Atelier wird dann auch wieder etwas ganz Besonderes sein. Dann formt Heigel Skupturen aus einer 4.000 Jahre alten Mooreiche. „Wenn ich da die Kettensäge ansetze, habe ich doch ein wenig Ehrfurcht.“
Ihre Skulpturen formt Julia Heigel zunächst mit Kettensäge und Flex aus großen Holzstämmen und bearbeitet sie anschließend mit feinem Werkzeug. In stundenlanger Feinarbeit entstehen aus grobem Holz filigrane Skulpturen. Jedes Objekt ein Unikat, so wie das Holz selbst. Die 40-jährige Künstlerin gehört deutschlandweit zu den ganz wenigen Frauen in diesem Genre. Den Feinschliff macht die Künstlerin mit Schmirgelpapier, mit dem sie ihren Objekten eine weiche, fast hautähnliche Oberfläche verleiht. Dabei kommen ganz unterschiedliche Hölzer zum Einsatz. Maserungen, Jahresringe, Astlöcher und Spannungsrisse unterstreichen dabei die lebendige Ausstrahlung des Naturprodukts. Schon als als Teenager interessierte sich Julia Heigel für Ganzkörperzeichnungen: Neben Bleistift, Kohle, Kreide und Öl kamen auch Ei und Mehl auf die Leinwand. Bereits in dieser Zeit entstanden erste Skulpturen. Im Mittelpunkt stand auch damals der Mensch.
• Eine Auswahl ihrer Werke zeigt die Künstlerin auch unter www.juliaheigel.de.

Autor:

Sascha Mummenhoff aus Jesteburg

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