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Wetterballon startet vom Schulhof

Mit großer Spannung verfolgten die Egestorfer Grundschüler, wie die Abiturienten den Wetterballon vorbereiten (Foto: Grundschule Egestorf)

Egestorfer Grundschüler unterstützen Gymnasiasten aus Schleswig-Holstein bei ihrem Projekt.

mum. Egestorf. Große Aufregung herrschte jüngst in der Grundschule Egestorf: Alle Schüler und Lehrer hatten sich erwartungsvoll in der Mensa versammelt und lauschten drei Gymnasiastinnen der Klaus-Groth-Schule aus Neumünster (Schleswig-Holstein). Sie berichteten von ihrem Vorhaben, einen Wetterballon mit selbst gebauter Messtechnik ausgestattet vom Schulhof aus starten zu lassen.
Hinter dem gesamten Team liegt eine halbjährige Vorbereitungsphase, an der viele Schüler beteiligt waren. Die Elftklässler hatten sich für das Projekt "Junge Ingenieure" im Zuge ihres Profilunterrichtes Physik oder Informatik beworben. Aber nicht nur technisches Können war gefragt, auch ein hoher organisatorischer Aufwand mit der Genehmigung durch die Bundesluftfahrtaufsicht, einem Antrag auf Haftpflichtversicherung und das Sammeln von Geldern durch Sponsoren musste organisiert werden.
Dann kam der große Moment! Die Grundschüler standen gespannt auf dem Pausenhof, während um sie herum noch eifrig die letzten Vorbereitungen getroffen wurden. Es musste gelötet werden und der Ballon wurde mit Helium gefüllt. Der im Durchmesser zwei Meter große Ballon sollte etwa zwei Stunden im Steigflug in eine Höhe von 35 Kilometern fliegen. Zusätzlich war eine Drohne im Einsatz, um viele Bilder und Filmmaterial für die spätere Dokumentation zu sammeln.
Um 11.30 Uhr war der große Moment gekommen: Die Grundschüler zählten den Countdown runter und der Wetterballon stieg bei Sonne, minimaler Bewölkung und leichtem Wind auf.
Für den Standort Egestorf hatten sich die Schüler entschieden, weil dort die Gefahr einer Landung in der Ostsee nicht gegeben ist - im Gegensatz zum Standort Neumünster. Die Gymnasiasten feierten den gelungenen Start und fuhren dem Ballon hinterher. Dieser sendete alle fünf Minuten via SMS den GPS-Standort. Die Schüler hoffen, den Sender unversehrt zu finden, um ihn auszuwerten. Auch für den Fall, dass der Ballon doch in einem Gewässer landet, waren die Schüler vorbereitet - sie hatten ein Kanu dabei.