Hoch motivierte Mädeltruppe: Frauen-Power in der Harsefelder Feuerwehr

Die angehenden Feuerwehrfrauen haben bereits ihre Einsatz-Montur erhalten. Jetzt warten sie auf den ersten Alarm
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jd. Harsefeld. Sie wollen den Jungs zeigen, wo der Hammer oder der Schlauch hängt: Larissa (17), Lea (16), Jendra (16) und Franziska (16) aus Harsefeld sind bei der Freiwilligen Feuerwehr eingestiegen. "Wir haben Lust auf Feuerwehr", verkünden die Schülerinnen, die motiviert sind bis in die Spitzen ihrer langen blonden Haare. Bevor die muntere Mädeltruppe ihren ersten Einsatz absolvieren darf, ist fleißiges Üben und Theorie pauken angesagt.

Gerade hat der Grundlehrgang, die sogenannte Truppmann-Ausbildung, begonnen. Daran nehmen 26 angehende Feuerwehrleute teil. Dort sind die Mädchen - wie eigentlich überall bei den Blauröcken - deutlich in der Minderheit, doch die vier haben sich vorgenommen, sich nicht unterbuttern zu lassen und die männlichen Teilnehmer ordentlich aufzumischen.

Für das junge Damenteam ist aber nicht alles brandneu: Lea und Franziska haben zuvor sechs Jahre bei der Jugendfeuerwehr mitgemacht, Jendra und Larissa waren immerhin zwei Jahre dabei. Bereits in den Gruppenstunden beim Brandschützer-Nachwuchs wurden die Mädchen auf ihre künftigen Aufgaben bei der aktiven Wehr vorbereitet - nur die Fahrt zu den Einsätzen war bislang tabu. Das ist nun anders: "Ab 16 Jahren dürfen wir mit ausrücken, wenn die Feuerwehr alarmiert wird", erläutert Franziska. Allerdings gibt es eine kleine Einschränkung: Mit den Eltern sei vereinbart worden, dass die Schule Vorrang habe, so die vier. Während des Unterrichts und abends nach 22 Uhr bleibe der Pieper daher ausgeschaltet.

"Es ist schon ein etwas mulmiges Gefühl zu wissen, dass jetzt jederzeit der erste Einsatz losgehen kann", bekennt Jendra. Ihre Freundinnen pflichten ihr bei: Besonderen Bammel hätten sie vor Verkehrsunfällen, bei denen es womöglich Schwerverletzte oder sogar Tote gebe. Aber auch das gehöre eben zu ihrem "Job" dazu, meinen die angehenden Feuerwehrfrauen. Auf keinen Fall möchten sie von ihren Kameraden im Löschzug mit Samthandschuhen angefasst werden. "Wir werden den Jungs beweisen, dass wir alles genauso gut, wenn nicht noch besser können als sie", erklären die Mädchen unisono.

Auch in Harsefeld sei der Dienst in der Feuerwehr schon seit Langem keine reine Männersache mehr, schmunzeln die vier: "Dass Frauen an der Spritze stehen oder schweres Gerät bedienen, haben die Männer längst akzeptiert." In Harsefeld gebe es keine Lösch-Rambos, die meinen, nur ein "echter Kerl" dürfe in einer Feuerwehr-Uniform stecken. Die Schülerinnen halten sich mit reichlich Sport wie Joggen und Hip Hop fit für ihr Hobby, das ihnen im Ernstfall körperlich extrem viel abverlangt. Verletzte zu heben oder dicke Schläuche zu schleppen, ist schließlich Schwerstarbeit. "Das werden wir schon wuppen", meinen die Mädels: "Wir stehen auf jeden Fall 'unseren Mann' und sind nicht nur Staffage, um das Image der Feuerwehr aufzupolieren."

Dumme oder sogar diskrimierende Witze mussten sich die selbstbewussten jungen Damen bislang nicht anhören. Besonders mit den jüngeren männlichen Kameraden aus der aktiven Wehr kämen sie bestens klar. "Wir kennen noch viele aus der Jugendfeuerwehr", sagt Lea: "Das war eine tolle Gemeinschaft und jetzt werden wir wieder ein Super-Team sein. Und nur darauf kommt es an."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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