Feuer und Flamme
Anna Pape dreht neues Musikvideo im Harsefelder Freibad

Inmitten der Flammen sitzt Anna Pape auf dem kalten Boden und singt voller Gefühl ihren neuen Song "Dear Anna"
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  • Inmitten der Flammen sitzt Anna Pape auf dem kalten Boden und singt voller Gefühl ihren neuen Song "Dear Anna"
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jab. Harsefeld. Anna Pape sitzt allein mit ihrer Gitarre auf dem kalten Betonboden eines Schwimmbeckens des Harsefelder Freibades. Eine Träne läuft der Singer-Songwriterin über die Wange. Die ehemalige Harsefelderin zeigt sich verletzlich, als sie ihren neuen Song "Dear Anna", der am 12. März inklusive Video erscheint, zum Playback singt. Immer wieder beginnt sie ein und den selben Teil des Liedes zu singen, bis sie und ihre beste Freundin Fenja Klindworth, die für den Dreh zuständig ist, sich einig sind. "Wir haben es."

Insgesamt wirken Anna und Fenja entspannt, lachen viel. Und das, obwohl sich der Drehbeginn um Stunden nach hinten verschiebt. Dass sie in einem Schwimmbecken drehen wollte, war für sie von Anfang an klar, sagt Anna. Dass es nun Harsefeld geworden ist, passt super, war sie als Kind und Jugendliche doch immer hier zu finden. Und: "Wir dürfen hier machen, was wir wollen", sagt Anna. Das habe sie im Vorweg abgeklärt. Ganz so ist es dann aber doch nicht, wie sich später herausstellen wird.

Im Freibad Harsefeld fühlt sich Anna Pape wie zu Hause
  • Im Freibad Harsefeld fühlt sich Anna Pape wie zu Hause
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Videodreh verzögert sich

"Es sollte eigentlich bewölkt sein", sagt Anna. Stattdessen scheint die Frühlingssonne mit voller Kraft. Nicht nur die Lichtverhältnisse an sich seien schwierig für den Dreh, sie passen auch so gar nicht zur Stimmung des Videos. Um die Zeit zu überbrücken testen die jungen Frauen die Kameraeinstellungen, üben die Abläufe. Ein kurzer "Nervenzusammenbruch" folgt bei Fenja, als auch die Technik nicht mitspielt, die sie extra für den Tag ausgeliehen hat. Gut, dass sie ihre eigene Kamera dabeihat. Mit der sei sie ohnehin vertrauter, sagt sie.

Als endlich die Sonne hinter den Häusern verschwindet, geht es los. Anna bringt sich in Position. Die letzten Handgriffe an Make-up, Haaren und Outfit folgen. Das Playback wird angeworfen und die Sängerin ist sofort in ihrer Rolle. Immer wieder beginnen die Liedzeilen von vorn, bis schließlich alles so ist, wie die beiden Frauen es sich vorstellen. "Wir sind so vertraut miteinander und wissen genau, wann der andere mit der Aufnahme zufrieden ist", sagt Fenja. "Man spürt es einfach, wann es perfekt ist."

Anna Pape (re.) dreht das Video mit ihrer besten Freundin Fenja Klindworth zusammen
  • Anna Pape (re.) dreht das Video mit ihrer besten Freundin Fenja Klindworth zusammen
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Problem mit dem Feuer

"Dass ich weinen musste, zeigt nur, dass ich voll drin bin", sagt Anna, die während des Drehs stets hochkonzentriert ist. Durch das lange Sitzen nur auf einem dünnen Kissen, ist ihr Bein ganz taub. Aber sie lacht nur darüber. Jetzt heißt es erstmal aufwärmen, denn das Outfit der Künstlerin ist ziemlich knapp für einen Februarabend. Dann ergibt sich das nächste Problem: Die Szene, in der Feuer um die Sängerin lodern soll, ist nicht umsetzbar. Der Betonboden des Beckens ist speziell behandelt und würde durch die Hitze beschädigt werden. Die Verantwortlichen waren nicht von einem echten Feuer, sondern von einem Feuerwerk ausgegangen. Krisenbesprechung mit den Verantwortlichen.

Als Ausweichmöglichkeit wird die Baustraße des Beckens angeboten, die nun genauestens unter die Lupe genommen wird. Das Rattern in den Köpfen der Kreativen ist förmlich zu hören. "Das wird gut", sagt Fenja plötzlich. Also wird umgebaut, Erde geschaufelt, Sägespäne angehäufelt. Dann heißt es wieder warten. Warten auf die Dunkelheit.

Singen in Mitten der Flammen

Kaum ist die Sonne untergegangen bringen sich Anna und Fenja wieder in Position. Diesmal sitzt die Sängerin inmitten eines Dreiecks aus Spänen, die in Brand gesetzt werden. Sie hat nur einen Versuch, solang, bis die Flammen heruntergebrannt sind. Wieder schallt das Playback, allerdings in doppelter Geschwindigkeit. Jetzt kommt Kraft in den Song. Die Zeit reicht noch für einige Durchgänge in normaler Geschwindigkeit und Fotos für das Cover.

Dann ist es geschafft. Anna und Fenja sind glücklich. "Auch wenn unser Plan nicht so umgesetzt werden konnte, wie wir es geplant hatten", sagt Anna. Wäre es anders gewesen, hätten sie jetzt nicht dieses für sie perfekte Ergebnis. "Ich glaube, es sollte einfach so sein."

• Mehr zum neuen Lied von Anna Pape gibt es in einer kommenden WOCHENBLATT-Ausgabe.

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Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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