Feuerwehr Harsefeld liefert Material nach Tansania
Bei uns ausgemustert - in Afrika gern genommen

Übergabe in Harsefeld (v.li.): Carsten Hoenig von der Feuerwehr Buxtehude, Kleiderkammerchef Peter Prigge und Feuerwehrkamerad Tengo aus Daressalam Foto: FFW Harsefeld
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  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Harsefeld. Der Zustand der Ausrüstung von Rettungskräften in Entwicklungsländern ist bei Weitem nicht vergleichbar mit dem Standard hierzulande. Was deutsche Feuerwehren - nicht zuletzt wegen strenger bürokratischer Vorgaben - ausmustern, ist aber oft viel zu schade zum Wegwerfen. So kamen zwei Feuerwehrmänner aus der Region auf die Idee, aussortierte Gerätschaften bei den Ortswehren einzusammeln und nach Tansania zu bringen. Seit zwei Jahren beteiligt sich auch die Freiwillige Feuerwehr Harsefeld an dem Hilfsprojekt. Jetzt wird aus dem Geestflecken die nächste Ladung an Ausrüstungsgegenständen auf die weite Reise nach Afrika geschickt.

Initiiert wurde die Aktion von den Feuerwehrmännern Carsten Hoenig aus Buxtehude und Reinhard Paulsen aus Hamburg. Hoenig kam mit Paulsen über seine damalige Tätigkeit als Gerätewart bei einer Hamburger Werksfeuerwehr in Kontakt. Paulsen engagiert sich schon seit Längerem in Tansania. Zwischen Hamburg und Daressalam besteht eine Städtepartnerschaft, in die auch die Feuerwehr eingebunden ist.
Hoenig und Paulsen waren in den vergangenen Jahren schon öfter in dem ostafrikanischen Land, um die Spenden direkt vor Ort abzuliefern. Sie reisen mindestens zweimal jährlich nach Tansania, verteilen das Material, richten Feuerwachen und schulen die Feuerwehrleute. Fünf bis acht Container werden pro Jahr verschifft.

Die Harsefelder Feuerwehr steuert dieses Mal sogenannte Nomexjacken und -hosen, Helme, Stiefel und Handschuhe bei. Kleiderkammerchef Peter Prigge schickt einen gut gefüllten Anhänger in das Zwischenlager in Hamburg. Mit verladen wurde erstmals auch Feuerwehrbekleidung aus dem Alten Land Lühe. Der Moorender Ortsbrandmeister Stefan Bleeken hatte von der Aktion gehört, spontan einige Kartons gepackt und nach Harsefeld gebracht. Verschifft werden die Sachen voraussichtlich im Februar kommenden Jahres.

Als Hoenig und Paulsen jetzt das Material in Harsefeld übernahmen, brachten sie auch Kritik an: Sie beklagen sich über die zunehmende Bürokratisierung bei den deutschen und tansanischen Behörden. Das bremse die eigene Motivation manchmal deutlich aus. Eine Entschädigung für den Behörden-Frust sei aber die Begeisterung der tansanischen Kameraden, wenn diese die Ausrüstung in Empfang nehmen. Einer von ihnen, der gerade eine Ausbildung bei der Hamburger Feuerwehr absolviert, war mitgekommen zur Materialübergabe in Harsefeld.

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