Harsefelder Skandalbau: Anwalt verlangt Gewissheit

Anwalt Ingo Ebling hofft auf eine baldige Lösung
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jd. Harsefeld. Neuer Eigentümer will mit dem Landkreis über Lösungen verhandeln. "Das Problem muss im neuen Jahr endlich vom Tisch." Der Buxtehuder Anwalt Ingo Ebling mahnt im Fall des viel zu lang geratenen Hauses in Harsefeld ein rasches Handeln der Behörden an: Er möchte endlich Gewissheit haben für seine Mandanten, die sich seit Wochen mit Existenzängsten plagen müssen, weil sie sechsstellige Summen in eine derzeit wertlose Immobilie gesteckt haben. Denn dem "Schwarzbau", dessen Wohnungen noch immer nicht auf die Käufer überschrieben worden sind, droht weiterhin der Teilabriss. Ebling hat nun eine Lösungsmöglichkeit skizziert, bei der die Vorgaben des Bebauungsplanes weitgehend eingehalten werden. Auch von anderer Seite scheint Bewegung in die Sache zu kommen: Der neue Eigentümer des Hauses hat sich beim Landkreis gemeldet und um ein klärendes Gespräch gebeten.

"Das Kind lässt sich mit wenig Aufwand wieder aus dem Brunnen holen", meint Ebling. Der vom Landkreis beanstandete Verstoß gegen das Baurecht bestehe darin, dass das Haus um knapp acht Meter zu lang sei. Der Bebauungsplan schreibe für ein Einzelhaus eine Höchstlänge von 20 Meter vor. Tatsächlich seien es aber 27,8 Meter. Werde das Gebäude aber als Hausgruppe eingestuft, bewege es sich innerhalb der zulässigen Maße, so Ebling: "Dann sind bis zu 36 Meter erlaubt." Allerdings wäre dann eine Umgestaltung der Fassade erforderlich: Derzeit verfügt das Haus über zwei Eingänge. Um als Hausgruppe zu gelten, müsste ein dritter Eingang geschaffen werden.

Ein solcher Umbau könnte laut Ebling recht unkompliziert vonstatten gehen. Da der im Bebauungsplan geforderte Gebäudeversatz bereits vorhanden sei, müsse die Fassade nicht weiter verändert werden. Ohnehin wirke das Haus nicht überdimensioniert, so Ebling: "In der Nachbarschaft stehen ganz andere Klötze."

Die Hoffnung des Anwaltes, dass nun alle Beteiligten an einem Strang ziehen, ist nicht unbegründet: Laut Mitteilung von Kreisbaurat Hans-Hermann Bode will der Geschäftsführer Michael Nasshan von der N&M Hochbau ebenfalls Vorschläge für eine Lösung unterbreiten. Wie berichtet, hat der "GmbH-Abwickler" Nasshan die für das Bau-Debakel verantwortliche Kieler Baufirma A&B Hochbau übernommen und dann in die N&M Hochbau mit Sitz in Brandenburg unfirmiert. Auch die Gemeinde zeigt sich gesprächsbereit: "Wir können die jungen Leute, die für die eigenen vier Wände hohe Kredite aufgenommen haben, nicht im Regen stehen lassen", erklärte Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann unlängst.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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