Brunch im Vorgarten
In Oersdorf und Kohlenhausen wurde ein Frühstück zum Dorffest

Genossen den Dorfbrunch in der Sonne (v.li.): Alexander (43) und Dagmar (52) Schöppl sowie Daniela (33), Lias (3) und Michael Höft mit Ben (drei Monate) im Kinderwagen
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  • Genossen den Dorfbrunch in der Sonne (v.li.): Alexander (43) und Dagmar (52) Schöppl sowie Daniela (33), Lias (3) und Michael Höft mit Ben (drei Monate) im Kinderwagen
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jab. Oersdorf/Kohlenhausen. Hier ist etwas Besonderes los. Das merkte man direkt beim Einfahren in den Ort Oersdorf. Denn hier wurde vor fröhlichen Menschen auf der Straße "gewarnt". Grund dafür war eine im Landkreis einzigartige Idee. Die Dorfmoderatoren der Ortschaften Oersdorf und Kohlenhausen, Silke Arndt, Iris Deden, Nadine Pahl und Mike van Roon, riefen ihr Dorf zu einem gemeinsamen Sonntagsbrunch auf - Corona-konform im Vorgarten mit reichlich Abstand, aber mit Klönschnack über den Gartenzaun hinweg. Zum Abschluss wartete sogar noch eine Überraschung: ein Kunstprojekt, an dem das ganze Dorf teilnahm.

Auf ihrer Auffahrt hatten es sich Alexander und Dagmar Schöppl bereits gemütlich gemacht. Perfekt ausgestattet mit Toaster und Herdplatte zum Eierkochen warteten sie auf Familie Höft. Beide Familien nahmen an diesem besonderen Sonntagsbrunch im Dorf teil. "Das ist eine witzige und schöne Idee, um mit den Nachbarn trotz Corona zusammenzukommen", so Alexander Schöppl.

Auch die Familie rund um Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt war beim Dorfbrunch mit von der Partie. Alle waren nicht nur von der Idee begeistert, sondern auch davon, dass das Wetter mitspielte. Die Stimmung war zumindest ebenso blendend wie die Sonne. "So kann man immerhin mal wieder richtig mit den Nachbarn schnacken, ohne direkten Kontakt zu haben", so Arndt.

Eingeteilt in kleine Gruppen ging es schließlich ins Dorfgemeinschaftshaus, wo die künstlerische Überraschung wartete. Per Druckpresse erschufen hier die Dorfbewohner kleine Kunstwerke. Silke Arndt: "Es sollte eine Überraschung sein, damit vorher niemand die Idee zerreden konnte und möglichst viele teilnehmen." Und die Beteiligung war überwältigend, so van Roon. Alle Altersgruppen - von drei bis 80 Jahren - waren mit Feuereifer bei der Arbeit. "Insbesondere die älteren Dorfbewohner waren dankbar, endlich mal wieder etwas unternehmen zu können", so der Dorfmoderator. Insgesamt wurden um die 500 Kunstwerke gefertigt.

"Der Wunsch nach einer Wiederholung ist riesig", meint van Roon.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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