Dennis Drescher aus Harsefeld engagiert sich beruflich und privat für das Wohl seiner Mitmenschen
Leben retten ist sein Leben

Dennis Drescher brennt für seinen Beruf Foto: jab
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jab. Harsefeld. Sie kämpfen an vorderster Front: Die Feuerwehrleute der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren. Einer, der sich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich dort engagiert, ist Dennis Drescher (30) aus Harsefeld. Allerdings macht bei ihm das Lebenretten nicht beim Löschen und Bergen Halt. Auch nebenberuflich und bei seinem Hobby setzt er sich für das Wohl seiner Mitmenschen ein.

"Menschen helfen liegt mir und es macht mir Spaß, für sie da zu sein", sagt Dennis Drescher. Dabei hat er nicht den typischen Weg eines Feuerwehrmannes genommen. Viele fangen bereits in der Kinder- oder Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr ihres Ortes an und schlagen dann den Weg der Feuerwehrleute ein, meint er. Bei dem Harsefelder war es allerdings anders. Durch seinen Schwager kam er in Berührung mit dem Beruf, der ihn schließlich nicht mehr losließ. Den Einstellungstest bei der Berufsfeuerwehr hatte er allerdings beim ersten Versuch nicht bestanden, weswegen er eine Fliesenlegerausbildung absolvierte, dann für zwei Jahre zur Bundeswehr ging und anschließend seinen Bautechniker machte. "Ich habe aber immer gemerkt, dass mir etwas fehlt", so der 30-Jährige. Somit wagte er erneut den Versuch, den Test zu bestehen, was ihm auch gelang.

Während seiner Zeit bei der Hamburger Feuerwehr absolvierte er zahlreiche Prüfungen. Was ihm aber noch fehlt, ist der Drehleiterschein. "Den würde ich gern noch machen", gibt er zu. Auf die Ausbildung zum Zugführer verzichte er hingegen ganz bewusst. "Ich möchte nicht delegieren. Ich möchte vorne mit dabei sein und aktiv den Menschen helfen", so Drescher. Daher bringe er sich zusätzlich ehrenamtlich bei der Harsefelder Feuerwehr ein, um auch an seinem Wohnort Hilfe zu leisten. In seinem zusätzlichen Nebenjob als Rettungsschwimmer im Harsefelder Freibad komme ihm dann auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter zugute, glücklicherweise handele es sich hier häufig nur um harmlosere Einsätze.

Anders sieht es dagegen schon in Hamburg aus, aber Drescher liebt die Herausforderung. Durch knappe Einsatzmeldungen wissen die Feuerwehrleute häufig nicht, was sie vor Ort erwartet. Aber: "Wenn wir gerufen werden, wissen wir: Nach uns kommt keiner mehr. Wir müssen das Problem lösen." Und das funktioniert nie auf die gleiche Weise, daher müsse man immer einfallsreich bleiben, so der Harsefelder. Auf die Frage, wie er mit dem Leid umgehe, mit dem er täglich konfrontiert wird, weiß er eine schnelle Antwort: "Reden." Allgemein kann er gut mit den Einsätzen abschließen: "Ich weiß, ich habe alles Menschenmögliche getan." Dennoch hat er nach Einsätzen Redebedarf. Auch er hat Bilder und Laute im Kopf, die sich für immer in sein Gedächtnis eingebrannt haben, beispielsweise den Schrei einer Mutter, die bei einem Unfall ihr Kind verloren hat. Dafür steht aber nicht nur bei der Berufsfeuerwehr, sondern auch bei den Ehrenamtlichen eine Notfallseelsorge zur Verfügung. Er selbst habe sie aber glücklicherweise noch nicht benötigt, meint Drescher.

Bei seiner Arbeit überschreitet er regelmäßig seine persönlichen Grenzen, wobei er niemals Angst, aber immer Respekt vor der Arbeit hat. "Ich habe Vertrauen in mich, meine Ausbildung, meine Ausrüstung und auch in meine Kollegen."

Das Retten macht bei Drescher übrigens vor tierischen Leben nicht Halt: Seine Hündin Rita hat er aus dem Tierheim geholt. Sie stammt ursprünglich aus Rumänien, lebte lange in schlechter Haltung und ist daher zurückhaltend. Um sie zu stärken, absolviert sie eine Ausbildung zum Begleithund. Gemeinsam betreiben sie zudem die Menschensuche, das sogenannte Mantrailing. Das solle allerdings ein Hobby bleiben, sonst werde es auch dem engagierten Feuerwehrmann zu viel.

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