Vortragsreihe "Geht's noch anders? - Zeit für Alternativen": Ilona Koglin und Marek Rohde referieren
Mit Sinn und Lebensfreude die Welt verbessern

Ilona Koglin und Marek Rohde

Das könnte Sie auch interessieren:

Blaulicht
Durch die Wucht des Aufpralls wurde die gesamte Beifahrerseite des Audis aufgerissen
2 Bilder

Schwerer Unfall in Hanstedt
Trunkenheitsfahrt endet am Baum

thl. Hanstedt. In der Nacht zu Sonntag kam es auf der L213, zwischen Hanstedt und Nindorf, zu einem schweren Verkehrsunfall. Der alkoholisierte 18-jährige Fahrer kam mit seinem Pkw Audi von der Straße ab und kollidierte anschließend mit einem Baum. Neben dem Fahrer befand sich ein 23-jähriger Beifahrer in dem Fahrzeug. Bei dem Aufprall wurden beide Insassen verletzt, der Beifahrer schwebt derzeit in Lebensgefahr. Der alkoholisierte 18-jährige Fahrer war nicht im Besitz einer gültigen...

Wirtschaft
Die "Macher" von Ankerkraut: Stefan und Anne Lemcke freuen sich auf den Umzug nach Winsen
3 Bilder

Gewürzfabrikant hat Grundstück im Gewerbegebiet Luhdorf gekauft
Ankerkraut schafft 80 neue Arbeitsplätze in Winsen

thl. Winsen. Paukenschlag für die Stadt Winsen: Die Firma Ankerkraut verlagert spätestens Ende 2022 ihren Firmensitz in das Gewerbegebiet Luhdorf, wo das Unternehmen im sogenannten zweiten Bauabschnitt ein Grundstück erworben hat. Dort sollen die bisherigen drei Firmenstandorte in Stelle (Lager) sowie in Hamburg-Heimfeld (Zentrale) und Hamburg-Sinstorf (Produktion) zusammengeführt werden. Das bestätigen die beiden Geschäftsführer Stefan (44) und Anne Lemcke (42) dem WOCHENBLATT auf Nachfrage....

Blaulicht
Katze "Alfi" wurde von einem Luftgewehrschützen angeschossen
3 Bilder

In Wenzendorf
Fiese Attacke auf Katzendame "Alfi"

bim. Wenzendorf. War es ein fieser Katzenhasser, der aus dem Hinterhalt auf wehrlose Vierbeiner schießt? Oder hat ein Sportschütze in dem Wohngebiet mit seinem Luftgewehr übers Ziel hinausgeschossen? Katze "Alfi" wurde am Samstag, 4. September, gegen 14 Uhr im Bereich des Wennerstorfer Kirchwegs im Wenzendorfer Ortsteil Dierstorf-Heide von einem Luftgewehr ins Bein geschossen und schwer verletzt. Ihre Halter Melanie und Kay Lorenzen hoffen, dass der Tierquäler gefasst wird. Freigängerin und...

Politik
Über die Abschaffung der Gelben Säcke diskutiert der Kreistag am 6. Oktober

Kreisumweltausschuss empfiehlt Wechsel in neues Sammelsystem für Plastikmüll / Über 10.000 Landkreisbewohner haben online abgestimmt
Klares Votum für die Gelbe Tonne

as. Landkreis Harburg. Haufen von gelben Säcken, die sich am Straßenrand türmen, Joghurtdeckel und Butterpapierchen, die aus zerrissenen Tüten drängen und nach der Sammlung Straßen und Plätze verschmutzen - damit könnte schon bald Schluss sein. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz des Landkreis Harburg hat jetzt empfohlen, ab Januar 2023 die Gelbe Tonne einzuführen. Schon 2014 hat das WOCHENBLATT die Einführung einer Gelbe Tonne ins Spiel gebracht. Seither hat das WOCHENBLATT immer wieder...

Panorama
5 Bilder

Corona-Zahlen am 17. September
Hanstedt beklagt zwei Corona-Tote

(sv). Traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldet am heutigen Freitag, 17. September, zwei neue Corona-Tote. Die beiden Verstorbenen kamen aus der Samtgemeinde Hanstedt, die bis gestern noch die einzige Kommune im Landkreis Harburg ohne Corona-Toten gewesen war. Somit sind nun insgesamt 116 Personen im Landkreis an oder mit dem Coronavirus gestorben. Aktuell befinden sich neun Personen aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus, davon werden vier intensiv behandelt und drei beatmet....

ab. Buxtehude. "Gemeinsam aktiv: Nachhaltigkeit selber machen": So lautet der Titel des Vortrags von Ilona Koglin und Marek Rohde, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Geht's noch anders? - Zeit für Alternativen". Am Montag, 21. Oktober, referieren sie ab 19 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Ahlerstedt (Stader Straße 33). Der Eintritt ist frei. Dem WOCHENBLATT gewährten die Journalisten Einblick in ihre Arbeit und ihren Vortrag.

WOCHENBLATT: Was war die Initialzündung für Sie, aus dem "normalen" beruflichen Alltag auszusteigen und einen neuen Weg einzuschlagen?
Marek Rohde: Wir haben uns schon immer für Umweltschutz und Gerechtigkeitsfragen engagiert. Die Entscheidung, dafür auch unsere scheinbar sicheren Jobs zu verlassen, kam durch die Weltfinanzkrise. Uns wurde damals klar, dass wir uns in einer instabiler werdenden Scheinsicherheit befinden. Doch wenn es keine echte Sicherheit gibt, dann ist es doch im Leben vor allem wichtig, seinen Idealen und seinem Herzen zu folgen. Für uns hieß das konkret, uns als Journalisten hundertprozentig sozialen und ökologischen Fragen zu widmen - und auch selbst konsequent danach zu handeln.

WOCHENBLATT: Wie sieht Ihr Alltag aus? Was machen Sie anders als früher? 
Ilona Koglin: Zuerst haben wir unsere Ansprüche verändert. Materieller Wohlstand ist für uns nicht so wichtig, wie unserem Leben Sinn zu geben. Deshalb haben wir angefangen, unsere Werte immer konsequenter zu leben: in unserer Arbeit, bei unseren Zielen, unsere Art zu konsumieren, wie wir uns einbringen und wie wir mit anderen Menschen umgehen. Wir haben alle unsere Verhaltensweisen auf den Prüfstand gestellt und erkannt: Das ist gar nicht so schwierig. Vielmehr befreit es uns von vorher nicht erkannten Zwängen und schädlichen Gewohnheiten.

WOCHENBLATT: Konsumverzicht - was bedeutet das für Sie?
Rohde: Weniger zu kaufen bedeutet für uns einerseits, dass wir Dinge, die wir besitzen, mehr wertschätzen, besser behandeln und eine andere Beziehung zu ihnen haben. Verzicht klingt immer negativ. Was aber, wenn man auf etwas verzichtet, was einen selbst - oder andere - krank macht, unglücklich oder sonst in irgendeiner Weise schädigt? Es ist allein eine Frage der Perspektive. Uns tut die Konzentration auf das Wesentliche sehr gut und macht uns glücklich. Weniger zu konsumieren schenkt uns sehr viel Zeit und innere Ruhe für andere, wesentlichere Dinge im Leben.

WOCHENBLATT: Welcher Verzicht fällt Ihnen am schwersten? 
Koglin: Wenn es um Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit geht, taucht oft das Wort "Verzicht" auf. Doch unserer Ansicht nach geht es nicht in erster Linie darum. Verzicht bedeutet ja, dass ich etwas lasse, ohne zu wissen, was ich dafür bekomme. Wenn wir aber zum Beispiel unsere Essgewohnheiten umstellen, weil wir wissen, dass wir dadurch gesünder leben, eine sauberere Umwelt fördern und auch noch anderen Menschen ein glückliches Leben ermöglichen, ist das in Wahrheit kein Verzicht. Denn wir erhalten ja etwas anderes, viel Wertvolleres dafür.

WOCHENBLATT: Können Sie ein Beispiel geben, was Sie in Ihrem Vortrag in Ahlerstedt vorstellen werden?
Rohde: Bei dem Vortrag möchten wir die Besucherinnen und Besucher dazu einladen, mit uns gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Sich gegenseitig zu motivieren und ganz konkrete, persönliche Erfahrungen auszutauschen. Vor allem aber auch zu hinterfragen, was uns davon abhält, schon jetzt die Welt zu schaffen, die wir uns wünschen - und Ideen und Vorhaben mitzunehmen. Erfahrungsgemäß spielen Themen eine Rolle wie Ernährung, verpackungsfrei einkaufen, ethischer Konsum und Klima- und Umweltschutz.

WOCHENBLATT: Wo sollte oder könnte jeder bei sich anfangen, um nachhaltiger zu werden - was empfehlen Sie?
Koglin: Oft reichen kleine überschaubare Schritte, die man mit der Zeit ausbauen und steigern kann. Wichtig ist doch, dass man erst einmal die Erfahrung macht, dass es funktioniert. Dass viele kleine Schritte ein großes Ganzes ergeben. Wichtig ist auch, dass man sich nicht unter Druck setzt - weil man die großen, globalen Probleme sieht und denkt: "Was kann ich da schon tun?". Man sollte sich auf den eigenen Fortschritt konzentrieren, Freude und Erfolgserlebnisse dabei haben und bei der eigenen Gedankenwelt beginnen, bei den Geschichten, die man sich erzählt, den Dingen, die man tut. Nichts ist besser, als für sich und andere ein positives Vorbild zu sein. Das ist ein guter Anfang.

WOCHENBLATT: Was wünschen Sie sich, was das Publikum nach Ihrem Vortrag für sich mit nach Hause nimmt?
Rohde: Vor allem Mut, Inspirationen, Ideen, gute Laune und die Hoffnung, dass es sich lohnt, etwas für eine bessere Welt zu tun. Die Erkenntnis, dass jeder eigene Schritt, jede Entscheidung positive Auswirkungen haben kann.

• Ilona Koglin und Marek Rohde haben insgesamt vier Bücher geschrieben und arbeiten bereits an neuen Buchideen. Sie halten Vorträge, geben Workshops und suchen das Gespräch.
• Die Vortragsreihe "Geht's noch anders?" wird von der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen in Kooperation mit Engagement Global und Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert. Unterstützt wird sie zudem von der Schule am Auetal, dem Aue-Geest-Gymnasium sowie dem ev.-luth. Kirchenkreis Buxtehude. Weitere Infos: www.eeb-stade.de.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Service

Wichtige Mail-Adressen des WOCHENBLATT

Hier finden Sie die wichtigen Email-Adressen und Web-Adressen unseres Verlages. Wichtig: Wenn Sie an die Redaktion schreiben oder Hinweise zur Zustellung haben, benötigen wir unbedingt Ihre Adresse / Anschrift! Bei Hinweisen oder Beschwerden zur Zustellung unserer Ausgaben klicken Sie bitte https://services.kreiszeitung-wochenblatt.de/zustellung.htmlFür Hinweise oder Leserbriefe an unsere Redaktion finden Sie den direkten Zugang unter...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen