Perspektiven für die Zukunft: Politiker in der Samtgemeinde Harsefeld wollen "Leitbild 2030" erstellen

Betrachtet es als wichtige Aufgabe, sich um die Belange der Senioren zu kümmern: Harsefelds Rathauschef Rainer Schlichtmann (hinten)
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jd. Harsefeld. Quo vadis, Harsefeld? Über die Entwicklung der Samtgemeinde in den kommenden anderthalb Jahrzehnten werden sich demnächst die Politiker in allen Mitgliedskommunen Gedanken machen. Die Verwaltung beabsichtigt, ein "Leitbild 2030" zu erstellen. Dreh- und Angelpunkt aller Überlegungen soll der Flächennutzungsplan (F-Plan) sein: Geht die bauliche Entwicklung in Harsefeld und umzu so weiter, müssen zusätzliche Neubaugebiete ausgewiesen werden. Das zieht wiederum einen Rattenschwanz an Themenfeldern nach sich: Zu klären sind dann beispielsweise Fragen der Kinderbetreuung oder auch der Infrastruktur.

Die Samtgemeinde Harsefeld habe sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, so Rathauschef Rainer Schlichtmann: Trotz oder gerade deshalb sei es erforderlich, eine Standortbestimmung vorzunehmen und neue Handlungsschwerpunkte zu formulieren. Als wichtige Zukunftsthemen, die laut Schlichtmann zunehmend an Bedeutung gewinnen werden, gelten unter anderem die demografische Entwicklung - sprich die Tatsache, dass die Bevölkerung immer älter wird-, weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung bzw. zum Umweltschutz sowie die Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen.

In einer ersten Gesprächsrunde mit den Bürgermeistern der vier Mitgliedsgemeinden Harsefeld, Ahlerstedt, Bargstedt und Brest seien die Überlegungen prinzipiell begrüßt worden, so Schlichtmann. Allerdings liege die Entscheidung, ein Leitbild zu erarbeiten, bei den politischen Gremien. Diese müssen am Ende auch festlegen, welche Themenbereiche bzw. Zukunftsaufgaben dort Eingang finden. "Sicher müssen Schwerpunkte gesetzt werden", sagt Schlichtmann, "um spätere Planungskosten in einem überschaubaren Rahmen zu halten."

Aber auch die Wirtschaft und die Bürger sollen zu Worte kommen, erklärt der Samtgemeinde-Bürgermeister: Schließlich gehe es darum, von Anfang an alle Beteiligten mit ins Boot zu holen. Eine breite Zustimmung sei enorm wichtig, da mit dem Leitbild der Weg für die kommenden 15 Jahre geebnet werden solle, meint Schlichtmann: "Alle in der Samtgemeinde haben dann eine Richtschnur, an der sie ihre Pläne und Strategien für die Zukunft ausrichten können."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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