Pflicht für Radler: Fahrbahn statt Fußweg

Radfahrer in der Marktstraße: Die Jungen fahren - wie vorgeschrieben - artig auf der Straße, die Mädchen radeln verbotenerweise auf dem Fußweg
  • Radfahrer in der Marktstraße: Die Jungen fahren - wie vorgeschrieben - artig auf der Straße, die Mädchen radeln verbotenerweise auf dem Fußweg
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd. Harsefeld. Info-Flyer und Öffentlichkeitsarbeit: Harsefeld will Umdenken bei Drahtesel-Lenkern erreichen "Die Radfahrer machen nicht, was sie sollen" - Diese Erkenntnis dürfte auch in Harsefeld nicht neu sein. Nun haben es Verwaltung und Politik aber schwarz auf weiß. Ein Planungsbüro war beauftragt, die Verkehrssituation im Ortskern unter die Lupe zu nehmen. Vor allem die Marktstraße, in der viele Radler lieber den Fußweg als die Fahrbahn nutzen, stand im Fokus. Erste Ergebnisse wurden jetzt im Bau- und Wegeausschuss vorgestellt. Die Erkenntnisse sollen in ein Verkehrskonzept einfließen, das die Gemeinde im Sommer auf den Weg bringen will.

Um einen Eindruck von der Situation für die Radfahrer in Harsefeld zu gewinnen, waren die Fachleute der Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) aus Hannover im Geestflecken unterwegs. Sie schauten sich besonders kritische Stellen an und sie befragten Passanten, wie häufig sie ihren Drahtesel nutzen.

Dabei kam heraus, dass sich Zweidrittel der Befragten täglich aufs Rad schwingen. Als problematisch wird die Lage in der Marktstraße gesehen: Immerhin jeder dritte Radler findet, das sich die Verkehrssituation nach der Schaffung einer Tempo-30-Zone verschlechtert hat. Ähnlich hoch ist die Zahl derjenigen, die meinen, es habe sich nichts geändert. Auch das Tempolimit hat nach Ansicht vieler Radler nicht den erwünschten Erfolg gebracht: Weit mehr als die Hälfte der Befragten meint, dass die Autofahrer genauso schnell wie früher durch die Marktstraße fahren.

Dort sind die Radler zwar verpflichtet, die Fahrbahn zu nutzen, doch die meisten ignorieren diese Vorschrift - die einen aus Unkenntnis über die Regeln der Straßenverkehrsordnung, die anderen, weil sie einfach Angst haben, auf der engen Straße, die täglich rund 10.000 Pkw passieren, unter die Räder zu geraten. Eine Hauptaufgabe der Planer wird es nun sein, die Drahtesel auf die Fahrbahn zu bekommen.

Nach deren Ansicht müssen für die Marktstraße drei Ziele abgesteckt werden: Erstens: Die Radfahrer haben konsequent auf der Straße zu fahren. Willkommener Nebeneffekt: Die Autofahrer werden ausgebremst, sodass viele womöglich entnervt auf die Umgehungsstraße ausweichen. Zweitens: Das Tempolimit muss rigoroser überwacht werden und gegebenenfalls sogar auf 20 km/h herabgesetzt werden. Drittens: Per Piktogramm auf der Fahrbahn soll den Radlern an sensiblen Stellen wie den Kreiseln angezeigt werden, wo sie zu fahren haben.

Die Planer machten aber auch deutlich, dass diese Maßnahmen wenig fruchten, wenn nicht ein Umdenken in den Köpfen der Radfahrer beginnt. Anregungen sollen per Info-Flyer, Öffentlichkeits-Kampagne und besonderen Aktionen wie einem autofreien Sonntag erfolgen.

Bevor all diese Überlegungen spruchreif sind, wird es noch einige Zeit dauern. Zunächst wird ein Workshop veranstaltet, zu dem Vertreter von Behörden, Vereinen und Interessenverbänden eingeladen sind. Am Ende sollen die Harsefelder Radfahrer dann machen, was Experten, Behörden und Politiker für gut und richtig befinden.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

Panorama
Fieberambulanzen könnte eine Anlaufstelle für Grippe- und Corona-Verdachtsfälle sein

Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn
Fieberambulanzen gegen Corona und Grippe

(tk). Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schlug angesichts der beginnenden Grippewelle und der weiter bestehenden Gefahr einer Ausbreitung von Corona vor, dass es Fieberambulanzen geben sollte. In diesen Praxen werden vor allem diejenigen behandelt, die mit klassischen Atemwegserkrankungen zum Arzt wollen und wo noch unklar ist, ob es eine Erkältung, ein fieberhafter Infekt oder doch das neuartige COVID-19-Virus ist. Fieberambulanzen sollen nach Spahns Meinung dabei helfen, dass...

Politik
Oliver Grundmann (2.v.re.) erhielt deutlich mehr Stimmen als Katharina Merklein (re.)

Stader setzt sich deutlich gegen Kontrahentin durch
Oliver Grundmann als CDU-Direktkandidat für die Bundestagswahl 2021 nominiert

jd. Stade. Oliver Grundmann wird im kommenden Jahr erneut Direktkandidat der CDU für die Bundestagswahl sein. Am Donnerstagabend wurde der Jurist aus Stade mit großer Mehrheit für die im Herbst stattfindende Wahl nominiert. Grundmann tritt damit nach 2013 und 2017 zum dritten Mal im Wahlkreis Stade I / Rotenburg II an. Auf der Nominierungsversammlung im Stadeum setzte sich Grundmann mit 174 zu 55 Stimmen gegen seine Gegenkandidatin Katharina Merklein aus Zeven durch. Auf Grundmann entfielen...

Panorama
Am Montag und Dienstag kam es in der Jesteburger Ortsdurchfahrt zu massiven Staus

In Jesteburg
Stau, wohin das Auge reicht

bim. Jesteburg. "Ich frage mich, wer plant so etwas und wer ist zuständig für diese bescheuerte Ampelphase?", wollte Andreas Hinrichsen von der Samtgemeinde Jesteburg wissen. Denn gleich drei Baustellenampeln sorgten seit Montag für Staus und ein Verkehrschaos. "Teilweise haben Autofahrer eine Stunde lang benötigt, um durch Jesteburg zu kommen. Termine konnten nicht eingehalten werden", schimpft Andreas Hinrichsen. Aktuell gebe es in Jesteburg drei Baustellen mit Ampelschaltung: auf der...

Panorama
"Hier sind alle sehr wachsam": (v. li.) Dr. Werner Raut (Chefarzt Medizinische Klinik), Astrid Schwemin (leitende Amtsärztin Landkreis Harburg) und Norbert Böttcher (Geschäftsführer Krankenhäuser Buchholz und Winsen)

Zwei Ärzte und zwei Pflegekräfte betroffen / Gesundheitsamt und Geschäftsführung beruhigen
Vier Corona-Fälle im Krankenhaus Buchholz

os. Buchholz. Im Buchholzer Krankenhaus sind vier Corona-Fälle aufgetreten. Betroffen seien zwei Ärzte und zwei Pflegepersonen, erklärten Astrid Schwemin, leitende Amtsärztin des Landkreises Harburg, und Dr. Werner Raut, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Krankenhaus Buchholz, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT. Man habe die "klassischen Maßnahmen" ergriffen, erklärt Schwemin. Die Betroffenen wurden in Quarantäne geschickt, und zwar für zunächst zehn Tage, wie es bei unkomplizierten Verläufen...

Sport
Die BSV-Handballerinnen verabschiedeten sich mit einer heftigen Niederlage in die
 Länderspielpause

BSV Bundesliga-Handballerinnen gehen gegen Dortmund unter
"Wir haben uns selbst gekillt"

BSV-Bundesliga-Handballerinnen gehen gegen Dortmund 19:36 unter / Deutliche Worte von Trainer Leun nw/tk. Buxtehude. Das war eine heftige Klatsche: Die BSV-Bundesliga-Handballerinnen sind am Mittwoch auswärts gegen Titelaspirant und Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund mit 19:36 untergegangen. Das hatte sich der Ligakonkurrent und nachbarschaftliche Kooperationspartner, die Buchholzer Luchse, vor zwei Wochen besser aus der Affäre gezogen: Vor heimischer Kulisse verloren sie 21:34. Bis...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen