Schrebergarten aus Tradition: Blumiges Wochenende der Harsefelder Landfrauen

Landfrauen öffnen ihre Gärten: (v. li.) Christa Pehling, Ilona Meyer-Rohlfing, Birgit Dammann-Tamke,  Christa Zeller, Debbie Bülau (Organisatorin)  Fotos: jd
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jd. Harsefeld. "Landfrauen öffnen ihre Gärten" - unter diesem Motto präsentiert der Harsefelder Landfrauenverein in diesem Sommer ausgewählte Gärten von Mitgliedern. Der erste Termin Ende Juni war ein großer Erfolg. Obwohl es zeitweise Bindfäden regnete, ließen sich die Besucher nicht vom schlechten Wetter abhalten und bestaunten unzählige blühende Rosen und üppig wuchernde Stauden. Nun steht die zweite Runde an: Am ersten August-Wochenende gibt es noch einmal drei wunderschöne Gärten in Harsefeld, Ahrensmoor und Wangersen zu bewundern. Darunter ist ein echtes grünes Kleinod, das man heutzutage in dieser Form kaum noch findet: ein Schrebergarten, ganz klassisch angelegt, aber mit vielen Besonderheiten.

Der Garten, in dem Christa und Manfred Pehling aus Harsefeld ihr Gemüse anbauen, ist eine kleine, abgeschiedene Welt für sich. Ihre Parzelle liegt in einem der hintersten Winkel Harsefelds, den selbst viele Einheimische nicht kennen. Hinter dem Gelände der Stader Saatzucht, verborgen durch einen alten Bahndamm und versteckt zwischen Bäumen, befinden sich sechs alte Eisenbahner-Gärten. Die Bahn hatte früher ihren Bediensteten ungenutzte Flächen an den Gleisen zur Verfügung gestellt, damit sie diese für den Eigengebrauch bewirtschaften konnten.

"Unsere Parzelle besteht seit fast 90 Jahren", berichtet Manfred Pehling: "Mein Vater war Bahnhofsvorsteher von Harsefeld und hat hier ab 1929 auf rund 600 Quadratmetern Gemüse angebaut." Diese Tradition setzt der Rentner mit seiner Frau Christa fort. Schon als Vierjähriger habe er seine Mutter zum Schrebergarten begleitet. Diese habe dann später bis ins hohe Alter bei der Gartenarbeit geholfen.

Ein reiner Gemüsegarten ist die Parzelle der Pehlings inzwischen nicht mehr. "Die Kinder sind aus dem Haus. Wer soll das ganze Gemüse essen?", fragt Christa Pehling. Dort, wo früher Kohl und Salat wuchsen, blühen nun Kornblumen, Dahlien und Zinnien. Die Vielfalt ist aber geblieben: Das Schrebergärtner-Ehepaar baut querbeet durch die Gemüse-Sorten so ziemlich alles an, was in unseren Breiten gedeiht. Die Mengen sind jetzt so ausgelegt, dass im Zwei-Personen-Haushalt täglich frisches Gemüse auf den Tisch kommt.

Jetzt im sommer verbringen die Pehlings fast jeden Tag im Garten. "Nach dem Frühstück geht es für zwei Stunden hierher. Zu dieser Jahreszeit wässern wir vor allem", erzählt Manfred Pehling. Nebenbei ist natürlich noch Zeit, die kleine Idylle zu genießen, die sich das Ehepaar hier geschaffen hat. Die Pehlings sind sich bewusst, dass ihr Garten quasi ein lebendiges Stück Harsefelder Geschichte darstellt. Hoffentlich bleibt es noch lange so.

Diese Gärten haben geöffnet

Im Rahmen der Aktion "Landfrauen öffnen ihre Gärten" stehen am Samstag, 5. August, von 14 bis 18 Uhr sowie am Sonntag, 6. August, von 11 bis 17 Uhr folgende drei Gärten für Besucher offen:

• Schrebergarten von Christa und Manfred Pehling, Am Bahnhof Süd in Harsefeld (Parken auf dem Penny-Parkplatz; der Weg zum Garten ist ausgeschildert)

• Liebhabergarten von Christa Zeller, Heuweg 4, in Ahrensmoor

• Familiengarten von Ilona Meyer-Rohlfing, Eichenweg 9, in Wangersen

• Eintritt: pro Garten 2 Euro

Landfrauen öffnen ihre Gärten: (v. li.) Christa Pehling, Ilona Meyer-Rohlfing, Birgit Dammann-Tamke,  Christa Zeller, Debbie Bülau (Organisatorin)  Fotos: jd
Das Ehepaar Pehling im "Strandkorb Marke Eigenbau", zusammengezimmert aus Obstkisten
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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