Sie erledigen eiskalt ihren Job: Eismeister machen Harsefelder Eissporthalle startklar für die Saison

Auf dem hauchdünnen Eis entstehen Linien und Kreise für das Eishockey-Feld. Danach wird alles mit einer weiteren Eisschicht versiegelt
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jd. Harsefeld. Bis zum Winteranfang sind es noch ein paar Wochen - doch Olaf Hinrichs und Rene Wurow mussten sich jetzt schon warm anziehen: Sie klotzten eine Woche lang bei Kühlschrank-Temperaturen ran, um die Harsefelder Eissporthalle fit für die anstehende Saison zu machen. Ab Sonntag, 11. Oktober, können sich die Schlittschuhläufer wieder aufs Glatteis begeben. Die meisten von ihnen dürften kaum ahnen, welch Aufwand dahinter steckt, damit sie über die weiße Pracht flitzen können. So wurde über mehrere Tage millimeterweise die knapp zwei Zentimeter dicke Eisschicht aufgetragen. Auch das Verlegen der Markierungen für die Eishockeyspieler und die Eisstock-Schützen ist nicht im Handumdrehen erledigt.

"Seit wir eine neue Eismaschine haben, geht aber vieles schneller", sagt Eismeister Olaf Hinrichs. Er gehört quasi zum Inventar der Eissporthalle: Seit mehr als drei Jahrzehnten sorgt das "Urgestein" im Team vom Betriebsleiter Michael Wege dafür, dass Jung und Alt aus der gesamten Elbe-Weser-Region ihr eiskaltes Vergnügen in Harsefeld haben.

Während der Eislauf-Zeiten kommt immer wieder die Eismaschine zum Einsatz. Sie sorgt unter anderem dafür, dass die von den Kufen verursachten Kratzer im Eis glattgeholt werden. Dank der Maschine entfällt weitgehend das mühsame Aufbringen des hauchdünnen Eisfilms mittels einer sogenannte Wasserlanze, die das Eishallen-Team mangels geeignete Geräte selbst gebaut hat.

Eine Neuerung gab es auch bei den Markierungen: Zu Hinrichs Anfangszeiten wurden die Linien und Kreis für das Eishockeyfeld mit Farbe aufgetragen. "Die Mischung mit einer Portion Leim rührten wir selbst an", berichtet der Eismeister. "Mittels Fließprobe wurde getestet, ob die Konsistenz in Ordnung ist." Die Rezeptur habe auf jahrelangen Erfahrungswerten beruht.

Jetzt ist das Prozedere allerdings einfacher: Mittlerweile werden Papier-Markierungen von der Rolle verwendet. "Die tragen wir entlang der vorher gezogenen Linien auf - ohne Geschmiere und Gekleckere." Für das Eisstockschießen werden sogar Spezialanfertigungen verwendet, die exklusiv für die Harsefelder Halle hergestellt wurden: Gestrickte Bändchen, die ins kalte Wasser gelegt werden, bevor sie ins Eis kommen. Der Trick an der Sache: Die feuchten Bändchen kleben sofort fest und verrutschen nicht mehr.

Die Eissporthalle ist eine "coole Sache"

Die 1979 eröffnete Halle ist im Landkreis Stade noch immer einzigartig: Während andere Kommunen auf Hallenbäder setzten, bauten die Harsefelder frei nach dem Motto "manche mögen's kalt" eine Eissporthalle. Die Entscheidung war klug: Zwar reichen jährlich rund 80.000 Besucher nicht aus, um die Kosten zu decken. Das Defizit ist aber gering genug, damit Politik und Verwaltung einen kühlen Kopf bewahren können, was die Zukunft die Halle anbelangt.

Auf dem hauchdünnen Eis entstehen Linien und Kreise für das Eishockey-Feld. Danach wird alles mit einer weiteren Eisschicht versiegelt
Eismeister Olaf Hinrichs (li.) und Kollege Andreas Bockelmann ziehen Kreise mit dem Riesenzirkel
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Jörg Dammann aus Stade

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