Sie hat immer das Skizzenbuch parat

Ihr Talent ist unverkennbar: Jule Donner aus Harsefeld malt und zeichnet seit früher Kindheit
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  • Ihr Talent ist unverkennbar: Jule Donner aus Harsefeld malt und zeichnet seit früher Kindheit
  • hochgeladen von Jörg Dammann

Junge Künstlerin mit viel Talent: Jule (18) will ihr Hobby zum Beruf machen

jd. Harsefeld. Der Bleistift huscht über das Zeichenpapier, mit jedem Strich nimmt das Bild ein wenig mehr Kontur an. Schon beim flüchtigen Betrachten wird deutlich: Hier hat jemand Talent - und das reichlich. Jule Donner heißt die junge Künstlerin. Die 18-Jährige malt und zeichnet für ihr Leben gern. Seit frühester Kind greift die Harsefelderin zu Pinsel oder Stift, um die verschiedensten Motive im Bild festzuhalten. Aus dem Hobby könnte sich eine berufliche Perspektive entwickeln.

Dafür nimmt Jule auch einen ungewöhnlich langen Schulweg auf sich. Sie sitzt jeden Morgen bereits um kurz vor sechs in der Bahn, um nach Bremerhaven zu fahren. Dort besucht sie das Fachgymnasium für Multimedia und Gestaltung. Jule plant, anschließend Kommunikationsdesign zu studieren: "Da stehen mir dann viele Möglichkeiten offen. Ich könnte mir vorstellen, später als Illustratorin zu arbeiten."
Das kann sich auch jeder gut vorstellen, der einen Blick auf die Bilder mit Szenen aus "Hänsel und Gretel" wirft. Die Märchen-Motive sind einfach märchenhaft. Die farbenfrohen Illustrationen wären eine Zierde für jedes Kinderbuch.

Gefragt nach ihren Lieblingsmotiven, antwortet Jule ohne zu zögern: "Am liebsten mache ich Porträts." An einem Porträt sitzt sie gerade - allerdings nicht von einem Menschen, sondern von einem Tier: "Der Pferdekopf ist sozusagen eine Auftragsarbeit", berichtet Jule. Eine Bekannte habe sie darum gebeten. Hin und wieder zeichnet die Schülerin etwas für andere, meist nach einer Foto-Vorlage. "Das übt und außerdem ist der Anspruch höher, als wenn ich nur so für mich selbst etwas zeichne."

Wer allerdings Jules Skizzenbuch durchblättert, findet darin zahlreiche, durchaus künstlerisch anspruchsvolle Zeichnungen. Vor allem die Charakterstudien faszinieren. Die mit gekonnten Bleistiftstrichen hingeworfenen Porträts ziehen den Betrachter unweigerlich in ihren Bann. Mal ist es der düstere Blick, mal sind es die fast unheimlichen Gesichtszüge. "Ich zeichne derzeit auch viele anatomische Skizzen", berichtet Jule. In diesem Bereich bestehe bei ihr noch Lernbedarf: "Die Körperproportionen, die Hände, die Gliedmaßen allgemein sind gar nicht so leicht hinzubekommen."

Oftmals zückt Jule auf der fast anderthalbstündigen Bahnfahrt nach Bremerhaven ihr Skizzenbuch. "Dann ist es im Zug nicht so langweilig und ich nutze die Zeit sinnvoll." Als Vorlage dienen ihr oft Mitreisende. "Viele schlafen zu dieser frühen Stunde im Zug. Die kann ich dann wunderbar beobachten."

Und welche künstlerischen Vorbilder hat Jule? "Ich bevorzuge eher realistische Malerei. Mit expressionistischen Bildern kann ich beispielsweise gar nichts anfangen." Von der Stilrichtung her finde sie die Werke alter Meister wie Dürer, Boticelli oder der holländischen Maler beeindruckend. "Ab und an schlagen sich in meinen Skizzen auch düstere Themen nieder", sagt Jule: "Da nehme ich mir dann die Bilder von Hieronymus Bosch zum Vorbild."

• Wer sich ein Porträt von Jule anfertigen lassen möchte, kann sich per E-Mail an sie wenden: juledonnerart@gmail.com

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