Meistertitel in greifbarer Nähe
Spielmannszug Harsefeld nimmt an Deutscher Meisterschaft teil

Die feinen Unterschiede brachte Komponist Christoph Ahlemeyer den Spielleuten mit konkreten Beispielen nahe Fotos: jab
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  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Harsefeld. Vor Publikum zu spielen ist immer ein Erlebnis. Vor einem riesigen Publikum zu spielen, das komplett aus Experten besteht und jedes der dargebotenen Lieder in- und auswendig kennt, ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Das weiß der musikalische Leiter des Harsefelder Spielmannszugs. In dieser Situation befinden sich die Musiker beim Deutschen Musikfest vom 30. Mai bis 2. Juni in Osnabrück, bei dem sich unter anderem die besten Spielleute aus ganz Deutschland miteinander messen - unter ihnen auch der Spielmannszug aus Harsefeld.

Die Stimmung unter den Spielleuten war aufgeregt, aber konzentriert, als der 31-jährige Komponist Christoph Ahlemeyer zu Besuch beim Spielmannszug in Harsefeld war. Der Komponist, Dirigent und Dozent aus Bayern, der bereits mehrere Preise für seine Kompositionen erhalten hat, widmete sich ein Wochenende lang mit Tipps und Tricks der Vorbereitung der Musiker. Gemeinsam mit den Spielleuten übte er die beiden Stücke "Brooklyn Bridge" und "Story of the Sequoia" und feilte an den Feinheiten. Mit kleinen Anekdoten und Beispielen vermittelte er den teilweise noch sehr jungen Musikern - die jüngste Teilnehmerin ist gerade einmal zwölf Jahre alt - die Geheimnisse für ein besseres Spiel.

Auch die Geschichte und die Gedanken, die er beim Komponieren hatte, teilte er mit der Gruppe. "Die Musiker müssen die Geschichte transportieren können. Sie nehmen die Zuhörer mit auf eine Reise", erklärt Marcus Subat, musikalischer Leiter des Spielmannszugs. Beim Wettbewerb komme es letztendlich auf die feinen Nuancen an, die über den Sieg entscheiden, meint er. Die Musiker können aber schon jetzt sehr stolz auf sich sein. Denn neben Harsefeld wurde aus dem Landkreis Stade nur noch der Spielmannszug Dornbusch nominiert.

Bereits sich für den Wettbewerb zu qualifizieren, sei nicht einfach gewesen. Schließlich treten auf dem Riesenevent nur die Top-Vereine aus ganz Deutschland auf, sagt Subat. "Die Qualifikation war die Pflicht, die Präsentation wird die Kür", so der musikalische Leiter. In unterschiedlichen Kategorien werden die besten unter ihnen am Ende von den Juroren zum Sieger gekürt.

Während der Probenzeit, die bereits im vergangenen Jahr begann, kamen die Spielleute ein bis zwei Mal die Woche zusammen, um die anspruchsvollen Stücke einzustudieren. Zudem gab es monatliche Probenwochenenden, an denen noch intensiver geübt wurde. Das Highlight bildete die Schulung mit Christoph Ahlemeyer.
Zusätzlich standen andere Auftritte beispielsweise auf Schützenfesten auf dem Programm. "Das war eine Abwechslung für die Musiker, auch wenn es immer eine große Umstellung bedeutet", sagt Subat. Es sei ein großer Unterschied, ob die Musiker in einem Probenraum für sich üben oder vor Zuhörern spielen, so Subat.

Um die Musikstücke für die Meisterschaft vor Publikum zu spielen, findet daher am Sonntag, 26. Mai, das Premierenkonzert mit einer offenen Probe zu Beginn statt.

Die feinen Unterschiede brachte Komponist Christoph Ahlemeyer den Spielleuten mit konkreten Beispielen nahe Fotos: jab
Immer wieder wurde an den einzelnen Parts der Instrumente gefeilt

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