Stürme hielten die Harsefelder Feuerwehr in Atem

Auf der Versammlung wurden zahlreiche Ehrungen vorgenommen. Das Bild zeigt die Geehrten sowie einige Funktionsträger   Foto: jd
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Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Generalversammlung der Ortswehr: Olaf Jonas wurde als Ortsbrandmeister wiedergewählt / Streit um Jugendwarte

jd. Harsefeld. Olaf Jonas bleibt Ortsbrandmeister in Harsefeld. Jonas wurde auf der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wiedergewählt. Formell muss diese Wahl für eine weitere sechsjährige Amtszeit noch durch den Rat des Flecken bestätigt werden. Allerdings stand die Versammlung im Schatten eines Zwistes um den Rücktritt des Jugendwartes Torsten Kück und seines Stellvertreters Manfred Petrick (siehe Kasten). Das zeigte sich auch bei der Abstimmung: 43 Anwesende votierten zwar für Jonas, der keinen Gegenkandidaten hatte, doch er erhielt immerhin auch 20 Nein-Stimmen. "Die Kritik ist angekommen", erklärte der alte und neue Ortsbrandmeister: Er signalisierte Gesprächsbereitschaft mit denjenigen, die gegen ihn gestimmt hatten.

In der Runde war man sich einig, nun den Blick nach vorn zu richten: Immerhin wird am 14. Juli das 125-jährige Bestehen der Harsefelder Feuerwehr gefeiert. Die Planungen für die Jubiläumsfeiern laufen bereits auf Hochtouren: So findet am 11. August eine XXL-Schlagernacht mit Jürgen Drews in der Eissporthalle statt und am 9. September wird im Rahmen des Herbstmarktes eine Feuerwehr-Mall ausgerichtet. Der Pressewart Günter Kachmann hat bereits eine Neuauflage der Feuerwehr-Chronik "Der rote Hahn" in Arbeit.

Zu einer Feuerwehr-Generalversammlung gehört auch ein Rückblick auf die Einsätze des Vorjahres. Hier ging es im wahrsten Sinne des Wortes "stürmisch" zu: "Vier Sturmtiefs hatten uns 2017 in Atem gehalten", berichtet Jonas. Die freiwilligen Helfer seien an diesen Tagen bis zu zwölf Stunden im Einsatz gewesen, um Sturmschäden wie umgestürzte Bäume zu beseitigen. Bedingt durch diese Orkane sei die Zahl der Einsätze im Vergleich zu 2016 um 50 Prozent gestiegen, sodass die Feuerwehrleute 135 mal ausrücken mussten. 20-mal wurde der Alarm wegen eines Brandes ausgelöst. Hier sei es der Harsefelder Ortswehr dank ihres raschen Eingreifens gelungen, Sachwerte in Höhe von knapp 2,7 Mio. Euro vor den Flammen zu bewahren, so Jonas.

Derzeit umfasst die Freiwillige Feuerwehr Harsefeld 86 aktive Mitglieder, neun davon sind weiblich. Positiv auf die Mitgliederzahlen würden sich die Neubaugebiete auswirken, so Jonas: Durch den Zuzug von Neubürgern gebe es einen Zuwachs an bereits ausgebildeten Feuerwehrleuten. Beeindruckend ist das ehrenamtliche Engagement der Harsefelder Brandschützer: Die Aktiven absolvierten mehr als 11.000 Dienst- und Einsatzstunden. Der Ortsbrandmeister rechnete vor, was diese Zahl bedeutet: "Das entspricht bei einem Acht-Stunden-Tag 17,4 Arbeitstage pro aktivem Mitglied im Jahr 2017."

"Wieder miteinander reden"

"Es ist an der Zeit, endlich wieder vernünftig miteinander zu reden" - diesen Appell richtete auf der Versammlung ein gestandener Feuerwehrmann an seine Kameraden. Günter Kachmann, Chronist und Pressewart der Harsefelder Feuerwehr, fand die passenden Worte zu einem Streit, der seit einigen Monaten zwischen der Ortswehr-Führung und dem Jugendwart sowie dessen Stellvertreter schwelte und der schließlich zum Rücktritt der beiden Letztgenannten führte (das WOCHENBLATT berichtete).

Dabei ging es nicht um die Arbeit der Jugendgruppe, sondern um eine andere Personalie in Zusammenhang mit dem ehemaligen Jugendwehr-Vize Manfred Petrick. Dass der Streit zu einem Riss in der Ortswehr geführt hat, wurde nicht nur am relativ schlechten Wahlergebnis für den Ortsbrandmeister deutlich: Einige Male drohte die Situation nach Zwischenbemerkungen der Zurückgetretenen zu eskalieren. Doch der Ortsbrandmeister bewies Souveränität und ließ sich nicht provozieren. Kachmann forderte von Jonas' Kritikern ein, nach dessen Wiederwahl gegenüber die Feuerwehr-Führung loyal zu sein: "Schießt nicht weiter mit Giftpfeilen." Anderseits sei das Leitungsteam gehalten, den eigenen Führungsstil zu überdenken.

Ein Ende des Streits forderte auch Harsefelds Bürgermeister Michael Ospalski. Er fand deutliche Worte: "Hört auf mit diesem Sch... und besinnt euch auf eure Aufgabe, nämlich für die Menschen hier in Harsefeld da zu sein." Wer mit der Feuerwehrführung nicht einverstanden sei, hätte den "A... in der Hose" haben müssen einen Gegenkandidaten aufstellen, anstatt weiter zu motzen. Nun sei es geboten, den Ortsbrandmeister zu unterstützen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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