Gesundheitsamt rät zum Abkochen
Trinkwasser auf der Stader Geest mit Keimen belastet

Wasser direkt aus der Leitung trinken? Darauf sollten Bürger in Teilen der Samtgemeinden Harsefeld und Fredenbeck besser verzichten
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jab. Harsefeld/Fredenbeck. Kaum ist der Sommer richtig im Landkreis angekommen, da rutscht auf der Stader Geest der Wasserdruck auch schon wieder unter die kritische Marke. Ergebnis: Aus den Wasserhähnen kommt nur noch ein Rinnsal. Betroffen ist wieder mal die Samtgemeinde Harsefeld. Doch dazu gibt es noch weiteren Ärger: Trübungen und Keime im Trinkwasser.

Hoher Verbrauch wegen hoher Temperaturen

Der Trinkwasserverband (TWV) Stader Land gab zur Lage auf seiner Internetseite Auskunft. "Durch die derzeitige Wetterlage wird aus unserem Netz erheblich mehr Wasser entnommen, sodass die Förderung, gerade in den Abnahmespitzen, stark beansprucht wird", heißt es dort. Und weiter: "Durch den hohen Verbrauch bzw. die Förderung kann es in einigen Bereichen unseres Versorgungsgebietes zu Trübungen und massiven Druckschwankungen kommen." Die Trübungen seien nicht gesundheitsschädlich. Bei der Nutzung des Wassers für gewerbliche Zwecke und für Wäsche sei aber Vorsicht geboten.

Trinkwasser mit Keimen belastet

Zur Vorsicht raten der TWV und das Gesundheitsamt allerdings wegen einer Keimbelastung mit Enterokokken in Harsefeld. Sie empfehlen daher, das Wasser sicherheitshalber sowohl in Harsefeld als auch in den Nachbarorten Groß Fredenbeck, Deinste, Helmste, Ohrensen, Lusthoop und auf Nachfrage des WOCHENBLATT beim Landkreis auch in Ahlerstedt und Hollenbeck vor der Nutzung abzukochen.

Nach erneuten Beprobungen seien keine Belastungen festgestellt worden. Wasser sollte aber weiterhin in den betroffenen Gebieten abgekocht werden. Die Leitungen wurden weiter gespült. Am heutigen Mittwoch soll entschieden werden, wie es weitergeht. Die Ursache für die Belastung sei bisher nicht bekannt, so der Landkreis.

Umsichtig mit Trinkwasser umgehen

Allgemein rät der TWV seinen Kunden, sparsam und gewissenhaft mit dem Trinkwasser umzugehen. "Das Trinkwasser sollte nicht mehr zu Beregnungszwecken, zum Autowaschen und zur Befüllung privater Schwimmbäder aus dem öffentlichen Netz entnommen werden", so der Verband. Dass es zu Druckschwankungen im Raum Harsefeld kommt, sei bekannt und der Verband sei dabei, Abhilfe zu schaffen.

Wie auch Samtgemeinde-Bürgermeisterin Ute Kück berichtet, wurden wieder vermehrt Beschwerden wegen des geringen Wasserdrucks an sie herangetragen. Dabei seien die Meldungen nicht nur aus Harsefeld, sondern beispielsweise auch aus Wangersen gekommen. In Harsefeld sei diesmal nicht so stark wie in den vergangenen Jahren das Wohngebiet am Redder betroffen. Vielmehr erreichten die Nachrichten sie aus dem Wohngebiet um die Straße "Auf dem Klingenberg".

Trinkwasserverband informiert zu Maßnahmen

In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Sport und Soziales informierte Kück Politik und Öffentlichkeit darüber, dass sie bereits mit dem Geschäftsführer des Trinkwasserverbands (TWV), Fred Carl, gesprochen hat. Der TWV sei an dem Thema dran.

Kück wies in diesem Zusammenhang auf die Bauauschusssitzung am Dienstag, 29. Juni, hin. Hier wird Carl zum Sachstand der Umsetzung von Maßnahmen hinsichtlich Trinkwasserversorgung im Flecken Harsefeld informieren. Die Sitzung findet um 19 Uhr in der Eissporthalle, Eishallenweg 1, statt.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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