Windkraftstiftung Ahlerstedt: Fünf Prozent für gute Zwecke

Große Freude an der Ahlerstedter Oberschule: Dank der Stiftung gibt es jetzt jede Menge "Lesefutter"   Foto: privat
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Vereine und öffentliche Einrichtungen in Ahlerstedt profitieren von Einnahmen aus der Windkraft

jd. Ahlerstedt. Als um die Jahrtausendwende die ersten Windparks in der Region entstanden, war der Widerstand in Teilen der Bevölkerung und auch der Politik noch wesentlich größer als heute. Auch in der Gemeinde Ahlerstedt gab es erhebliche Proteste gegen den Bau der "Windspargel". Dabei ging es auch um die Frage, inwieweit ein Ausgleich für den nicht unerheblichen Eingriff in das Landschaftsbild geschaffen wird. Damals kam man auf die Idee, einen Teil der Einnahmen der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen. So wurde vor 18 Jahren die "Windkraft-Stiftung Ahlerstedt" gegründet. Die Stiftung schüttet jährlich Zuschüsse für gemeinnützige Projekte aus. Vor Kurzem flossen wieder Zuwendungen an Vereine, Schulen und Kindergärten. "Das Geld für die Stiftung stammt von den Grundeigentümern", erläutert Dr. Hans-Martin Kallenberger, Initiator und Vorsitzender der Stiftung. Wer Flächen innerhalb der Ahlerstedter Windparks besitzt, zahlt jedes Jahr fünf Prozent von den Windpacht-Einkünften in die Stiftung ein. Die Verwaltung der Spendengelder geschieht unentgeltlich im Rahmen der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Stade. Verwaltungskosten entstehen nicht.

Über die Verwendung der Mittel entscheidet der ehrenamtliche elfköpfige Stiftungsrat, der mit je einem Mitglied aus den neun Ortsteilen Ahlerstedts sowie jeweils einem Vertreter der Grundeigentümer der beiden Windparks besetzt ist. "Gefördert werden ausschließlich Maßnahmen in der Gemeinde Ahlerstedt", erläutert Kallenberger. Schließlich würden die Windparks ja auch auf Gemeindegebiet liegen.

Die Stiftung kann in den 18 Jahren ihres Bestehens eine stolze Bilanz vorweisen. In dieser Zeit wurden 221 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 334.000 Euro gefördert. In diesem Jahr hat der Stiftungsrat fast 40.000 Euro für 20 Maßnahmen bewilligt. Höhere Summen fließen beispielsweise in die Anschaffung von Vereinsbussen für den MTV Wangersen und die Spielvereinigung Ahlerstedt/Ottendorf, die Aufstellung eines neuen Spielgerätes auf dem Pausenhof der Grundschule und die Anschaffung von zwei Defibrillatoren für die Ortswehren in Ahlerstedt und Ahrensmoor.

Erstmals wird mit den Spenden der Stiftung ein besonderes Projekt an der Ahlerstedter Oberschule bezuschusst: Die Schule hat ein neues Lese-Förderkonzept für die 5. bis 8. Klassen gestartet. Mit den Windkraft-Geldern wurden kleine „Klassen-Büchereien“ angeschafft. Die lesefreudigste Klasse soll jährlich ausgezeichnet werden.

• Einen Antrag auf Bezuschussung kann jeder stellen. Die geförderten Projekte müssen nur innerhalb der Gemeinde Ahlerstedt liegen und gemeinnützig, karitativ oder begünstigt im Sinne des Stiftungsrechts sein. Die Stiftung will mit ihren bereitgestellten Mitteln vor allem neue Ideen und Vorhaben ermöglichen, die ohne die Förderung gar nicht möglich wären. Kontakt: dr.kallenberger@t-online.de

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