Zentraler Platz wird nach Harsefelds erstem Bürgermeister benannt
Ehrung für August Hillert

Dieser Platz soll künftig den Namen von August Hillert tragen Foto: sc
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sc/jd. Harsefeld. Sein Wirken solle nicht vergessen werden: Susanne de Bruijn, Ratsherrin der Freien Wählergemeinschaft (FWG), stellte den Antrag, den zentralen Platz an der Marktstraße nach dem ersten Harsefelder Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg, August Hillert (1887 - 1968), zu benennen. Der Bauausschuss sprach sich einstimmig dafür aus, dass die Fläche zwischen dem "Don Camillo" und dem Restaurant "Villazzo" künftig den Namen August-Hillert-Platz trägt.
In ihrem Antrag führt de Bruijn mehrere Gründe auf, wieso Harsefeld August Hillert ehren soll. So war Hillert vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges der letzte demokratisch gewählte Fleckenvorsteher Harsefelds. Doch die Nazis hatten seine Wahl annulliert, da Hillert als bekennender Gegner des Nationalsozialismus das NS-Regime ablehnte. Im heutigen Restaurant "Villazzo" betrieb August Hillert sein "Café Niedersachsen". "Den Nazis erteilte er in seinem Lokal Hausverbot", schreibt de Bruijn in ihrer Antragsbegründung. Während der NS-Herrschaft war er wiederholt Schikanen ausgesetzt. Die englische Besatzungsmacht setzte den Demokraten nach Kriegsende als Bürgermeister ein.
Hillert engagierte sich stark für die Gemeinde, war in mehreren Vereinsvorständen tätig, gründete den DRK-Ortsverein Harsefeld nach dem Krieg neu, half den Flüchtlingen des Zweiten Weltkrieges und trug zur Eingliederung von Kriegsversehrten in die Gemeinde bei.
"Es wäre aus meiner Sicht ein Zeichen der Wertschätzung, diesen Platz nach unserem ersten Bürgermeister zu benennen und auch bestimmt eine besondere Freude für die Nachfahren, wenn wir zeigen, dass wir August Hillert nicht vergessen haben", so de Bruijn.

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