Susanne de Bruijn ist Bürgermeisterin von Harsefeld / FWG übernimmt Vorsitz in der Samtgemeinde
Erstmals regiert eine Frau im Flecken

Samtgemeinde-Bürgermeisterin Ute Kück (Mitte) mit ihren Stellvertretern Susanne de Bruijn und Jürgen Deden
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sc. Harsefeld. Susanne de Bruijn ist einstimmig vom Rat des Fleckens Harsefeld zur Bürgermeisterin gewählt worden. Damit bekleidet nicht nur erstmalig eine Frau das Ehrenamt, auch stellt zum ersten Mal die Freie Wählergemeinschaft (FWG) den neuen Fleckenbürgermeister. Zu de Bruijns Stellvertretern ernannte der Rat Jürgen Deden (CDU), Melanie Mohnen (CDU) und Marina Hoffmann (FWG).

Ein Stück Geschichte schrieb die konstituierende Ratssitzung des Flecken Harsefeld am vergangenem Donnerstag: Die FWG-Politikerin siegte unter den Augen von rund 50 Zuschauern und nach Beantragung einer geheimen Wahl mit 30 von 30 möglichen Stimmen eindeutig.

„Mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet“, sagte die neue Bürgermeisterin. Über den überparteilichen Rückhalt im neuen Fleckenrat freute sie sich sehr und bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen. „Es gibt viel zu tun in Harsefeld“, so de Bruijn weiter. Sie sei sich sicher, dass der neue Rat auf eine gute Zusammenarbeit hoffen kann. Neben dem Ehrenamt der Bürgermeisterin übernimmt de Bruijn den Vorsitz im Fleckenrat.

Bereits am Abend der Kommunalwahl standen die deutlichen Gewinner der Wahl fest. Die Freie Wählergemeinschaft setzte sich mit 33,46 Prozent der Stimmen durch und stellt die stärkste Fraktion im neuen Rat des Fleckens Harsefeld. Die FWG-Spitzenkandidatin de Bruijn fuhr auch bei den direkten Wählerstimmen das beste Ergebnis ein. 2.717 Harsefelder gaben ihr ihre Stimme - ein deutlicher Zuwachs gegenüber der Kommunalwahl 2016. Damals wählten 1.784 Personen die Politikerin.

In Harsefeld stehen die Zeichen auf Frauenpower: So viele Frauen wie noch nie bekleiden in dieser Legislaturperiode wichtige Ämter in der Gemeinde und im Harsefelder Rathaus. Samtgemeinde-Bürgermeisterin Ute Kück wurde vom Fleckenrat erneut als Gemeindedirektorin vorgeschlagen und gewählt. „Ich freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit“, sagte Kück. „Ich mache die Arbeit gerne weiter."
Für die Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters wurde der CDU-Politiker Jürgen Deden vom Rat gewählt. Deden ging als Bürgermeisterkandidat der Christdemokraten in die Kommunalwahl. Er konnte zwar seine direkten Wählerstimmen aus 2016 (643) auf 1.776 Stimmen verbessern, blieb aber trotzdem deutlich hinter dem Ergebnis von de Bruijn. Als gleichberechtigte zweite Stellvertreterinnen der neuen Bürgermeisterin wählte der Fleckenrat Marina Hoffmann (FWG) und Melanie Mohnen (CDU).

Die Sozialdemokraten hielten sich bei der Wahl der Bürgermeisterin sowie ihrer Stellvertreter zurück und schlugen niemanden aus ihrer Reihe für Ämter im Flecken vor. Ihr Spitzenkandidat und ehemaliger Fleckenbürgermeister Michael Ospalski wollte eigentlich in sein Amt zurückkehren. Bei der Kommunalwahl erhielt er allerdings nur 1.351 direkte Wählerstimmen. Ein Verlust gegenüber der Wahl 2016. Damals gewann er souverän das Bürgermeisterrennen mit 3.102 Stimmen. Der bisherige Fleckenbürgermeister Harald Koetzing (SPD) holte bei der Kommunalwahl 81 direkte Wählerstimmen, 2016 waren es 74. Koetzing erhält allerdings weder über die Liste noch über ein direktes Mandat einen Platz im neuen Fleckenrat.

 Im Rat der Samtgemeinde Harsefeld stehen ebenfalls FWG-Politiker an der Spitze. Dr. Jan Boris Ingerowski übernimmt nach einer einstimmigen Wahl in der konstituierenden Sitzung das Amt des Ratsvorsitzenden. Er plädierte dafür, gemeinsam zu Gunsten und zum Wohle der Bürger zu handeln und zusammen die besten Ideen und Lösungen für die Samtgemeinde umzusetzen.

Zu seinen Stellvertretern wurden Lüder Pott (CDU) und Dörte Meyer (FWG) gewählt. Das höchste Ehrenamt der Samtgemeinde bekleidet Susanne de Bruijn (FWG): Sie übernimmt - neben ihrem neuen Amt als Fleckenbürgermeisterin - den Posten der ersten Stellvertreterin von Samtgemeinde-Bürgermeisterin Ute Kück. Zweiter Stellvertreter wurde Jürgen Deden (CDU).

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