Rund 30 Wohnungen sollen entstehen
Seniorenwohnpark in Griemshorst geplant

Ca. zwei Kilometer von Harsefeld entfernt möchte ein Investor einen Seniorenwohnpark errichten
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jab. Harsefeld-Griemshorst. Die Senioren in der Samtgemeinde Harsefeld sollen auch im Alter gut wohnen können. Dazu stellte kürzlich Karl-Heinz Löhn, Fachbereich Planen und Bauen, während einer Informationsveranstaltung der vorgezogenen Bürgerbeteiligung die erste Planung für einen Seniorenwohnpark in Griemshorst vor.

Politiker und einige interessierte Bürger hörten sich das Vorhaben an, in Griemshorst auf einer Hofstelle Wohnmöglichkeiten für Senioren zu schaffen. Der Hofbetreiber hatte dazu einen Antrag gestellt. Entstehen sollen hier Wohnungen für Senioren, aber auch Wohnen mit Betreuung für an Demenz Erkrante, damit sie auch im fortgeschrittenen Alter nicht mehr umziehen müssen. Ca. 30 Bewohner sollen hier in kleinen Wohnungen Platz haben. Die Besonderheit: Auf der Hofstelle findet weiterhin eingeschränkte landwirtschaftliche Nutzung in Form von Mutterkuhhaltung mit bis zu 50 Rindern samt Nachwuchs statt. Andernorts habe man bei vergleichbaren Einrichtungen, in denen Bewohner Kontakt zu den Tieren hatten, gute Erfahrungen gemacht.

"Das ist planungsrechtlich eine Herausforderung", so Löhn. Zunächst war geplant, ein landwirtschaftliches Gebäude umzunutzen. Das sei hier nicht möglich gewesen. Zudem sei ein Neubau energetisch besser und könnte direkt barrierefrei gebaut werden. Der Bereich (rund 8.000 Quadratmeter), auf dem der Wohnpark entstehen soll, wurde dazu im Flächennutzungsplan zunächst als Sondergebiet ausgezeichnet. Auf der Fläche darf ein Gebäude entstehen, das eine Länge von 50 Metern überschreiten, aber maximal nur zwölf Meter hoch sein darf. Möglich sei hier auch die Einrichtung eines kleinen Cafés und eines Ladens zur Versorgung der Bewohner.

Es wurde bereits ein Geruchsgutachten erstellt, um sicherzustellen, dass die Mutterkuhhaltung, das Güllesilo in 35 Meter Entfernung sowie die umliegende Landwirtschaft das Wohnen nicht beeinträchtigt. Da Griemshorst als Dorfgebiet gilt, darf hier nur an 15 Prozent der Jahresstunden Geruch vorhanden sein. Die Ortschaft unterschreitet diese sogar um fünf Prozentpunkte und liegt bei einem Wert, wie er in Wohngebieten eingehalten werden müsste. Ein Seniorenwohnpark sei somit möglich, so Löhn. Anfang Sommer 2021 sei vermutlich der B-Plan fertig, so Löhn. Mit einer Baugenehmigung könne dann Anfang 2022 gerechnet werden. Parallel zur Bürgerbeteiligung läuft die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Sie können noch bis Ende September ihre Bedenken dem Bauamt in Harsefeld mittteilen.

Die Frage nach der Anbindung Griemshorsts war eine Frage von Interesse auf der Informationsveranstaltung. Harsefeld mit seinen Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten liegt rund zwei Kilometer weit entfernt, einen Bus - bis auf die Schülerbeförderung - gibt es nicht. Der Investor gab allerdings an, dass ein privater Fahrdienst geplant sei.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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