Smalltalk statt langer Reden

Für die erfrischend kurzen Reden des Bürgermeisters und seines Gemeindedirektors gab es reichlich Applaus
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Neujahrsbegegnung im Harsefelder Rathaus: Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren.

"Gut aufgestellt" - dieses Attribut verwendete Harsefelds Bürgermeister Michael Ospalski am häufigsten in seiner Rede, die er am vergangenen Samstag anlässlich der Neujahrsbegegnung hielt. Vor rund 200 Zuhörern im gut gefüllten Ratssaal stimmte der SPD-Politiker eine Lobeshymne an: Die Neugestaltung der Marktstraße sei "hervorragend" gelungen, die Baugebiete gingen "weg wie warme Semmeln" und die touristischen Attraktionen des Ortes seien mehr denn je "eine Reise wert". Richtig gesungen wurde schließlich auch noch: Gemeinsam intonierte man das "Harsefeld-Lied".
Wenn es so weitergeht, reicht der Platz im Ratssaal bald nicht mehr aus: Jedes Jahr finden sich mehr Gäste bei der Neujahrsbegegnung ein. Das mag vor allem daran liegen, dass dieses Treffen eher als Info-Veranstaltung konzipiert ist. Anhand großer Schautafeln konnten sich die Bürger ein Bild davon machen, welche Projekte in absehbarer Zeit anstehen und was der Flecken für die Zukunft plant. Auf reges Interesse stieß auch die Präsentation, in der ein Rückblick auf 40 Jahre Samtgemeinde Harsefeld geworfen wurde.
Smalltalk statt salbungsvoller Reden: Auch wenn es reichlich Positives zu erwähnen gab, fassten sich Flecken-Bürgermeister Ospalski und sein Gemeindedirektor Rainer Schlichtmann erfreulich kurz. Indem sie die wichtigsten Themen für das neue Jahr kurz anschnitten, lieferten sie gleich Stichworte für so manche Diskussion, die anschließend in kleiner Runde geführt wurde. Bürger, Politiker und Verwaltungs-Mitarbeiter kamen auf diese Weise miteinander ins Gespräch.
Für 2013 hat der Flecken noch einiges vor: Die Griemshorster Straße wird komplett saniert und optisch an die Marktstraße angepasst, ein neues Jugendzentrum soll gebaut werden und im Klosterpark laufen die Arbeiten auf Hochtouren, um diesen für die internationale Gartenschau (igs) "aufzupeppen". Immerhin zählt Harsefeld zum exklusiven Zirkel der igs-Partnerkommunen.
Auch wenn es mit Harsefeld in vielen Bereichen weiter aufwärts geht, zumindest in einer Hinsicht zeigt der Trend eher nach unten: Die Zahl der Einwohner im Flecken ist laut Schlichtmann weiter rückläufig. Im vergangenen Jahr habe es 150 Geburten und 190 Todesfälle gegeben. Die Bevölkerungsabnahme sei nur durch die Ausweisung neuer Baugebiete zu stoppen, so der Gemeindedirektor: "Unser Ziel ist es, die jetzige Einwohnerzahl zu halten."

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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