Windpark: Ahlerstedt setzt sich durch

Der Landkreis Stade rudert bei Ausweisung von Vorrang-Flächen für Rotoren zurück.

Die Pläne für den künftigen Zuschnitt des Ottendorfer Windparks werden nun doch so umgesetzt, wie es der Ahlerstedter Rat beschlossen hat. Das Vorhaben des Landkreises, eine rund 60 Hektar große Teilfläche des Parks gegen das Votum der Gemeinde als Vorranggebiet für Windkraft beizubehalten, ist jetzt wohl endgültig vom Tisch: Die Politiker des Kreis-Planungsausschusses sprachen sich mit großer Mehrheit dafür aus, den umstrittenen Bereich nicht in die Neufassung des Regionalen Raumordnungs-Programms (RROP) aufzunehmen.
Für Ahlerstedts Bürgermeister Uwe Arndt (FWG) ist das ein Erfolg auf ganzer Linie: Er überzeugte im Ausschuss die Kreis-Politiker von seinen Argumenten. Arndt verwies darauf, dass eine Akzeptanz durch die Bevölkerung nur dann gegeben sei, wenn sich die Ausweisung weiterer Windenergieflächen in einem zumutbaren Rahmen bewege.
Nach der Auskunft von Arndt waren sich alle Beteiligten bereits vor Monaten einig gewesen, den südöstlichen, jenseits einer Stromtrasse gelegenen Zipfel aus dem Vorranggebiet herauszunehmen. Dafür wird der Windpark Richtung Nordwesten in die Twiste-Niederung ausgedehnt. Auf diese Weise soll der Abstand zu Wohnbebauung vergrößert werden.
Der Ahlerstedter Bürgermeister fiel aus allen Wolken, als der Landkreis von dieser Absprache nichts mehr wissen wollte (das WOCHENBLATT berichtete). Für absurd hielt er die Begründung für den Meinungswandel: Laut einem Papier des Planungsamtes sollte die Ottendorfer Teilfläche wieder ins RROP aufgenommen werden, weil WIndpark-Pläne in Engelschoff und Dollern nicht umzusetzen waren. "Was hat das eine mit dem anderen zu tun?", fragt sich Arndt. Eine plausible Antwort darauf blieb Kreisbaurat Hans-Hermann Bode in der Kreisausschuss-Sitzung schuldig. Er wollte jetzt keinen direkten Zusammenhang mehr sehen.

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Jörg Dammann aus Stade

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