Wohnhäuser statt Silotürme - Wird sich Bargstedts Ortsmitte bald grundlegend verändern?

Bestimmen das Bargstedter Ortsbild: das Mischfutterwerk und die Silotürme
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jd. Bargstedt. Städteplaner würden wahrscheinlich von einem "ortsbildprägenden Ensemble" sprechen: Die Betriebsanlagen des Agrar-Unternehmens "Hansa Landhandel" dominieren die Bargstedter Ortsmitte. Beim Blick über die Hauptstraße des 2.000-Seelen-Dorfes wirkt der Kirchturm neben dem mächtigen Mischfutterwerk und den unübersehbaren Silotürmen fast winzig. Diese Optik wird wahrscheinlich in absehbarer Zeit verschwinden: Laut Bürgermeister Thomas Wiebusch möchte die Gemeinde dieses zentral gelegene Areal überplanen. Angedacht ist, dort Wohnraum zu schaffen. Damit setzt sich auch in Bargstedt ein Trend fort, der in anderen ländlichen Kommunen schon länger in Gange ist: Gewerbe und Landwirtschaft verschwindet aus den zentralen Dorflagen.

"Wann wir die Planungen in Angriff nehmen können, hängt natürlich von der Firma Hansa Landhandel ab", sagt Wiebusch. Das Agrar-Unternehmen mit Sitz in Heeslingen (Kreis Rotenburg) hatte bereits vor längerer Zeit die Absicht angekündigt, seine Betriebsstätten an den Ortsrand verlagern zu wollen. Neben dem Gelände gegenüber der Kirche besitzt die Landhandelsfirma am alten Bahnhof Hallen für die Lagerung von Dünger. Das Unternehmen äußerte den Wunsch, beide Bargstedter Standorte auf eine neue Fläche zu verlagern. Zunächst auserkoren für den Neubau der Betriebsstätte war ein Grundstück beim Gewerbegebiet an der L123. Doch damit war die Gemeinde Bargstedt nicht einverstanden: Sie befürchtete negative Auswirkungen auf das angrenzenden Neubaugebiet.

So wurde ein anderer Standort ins Auge gefasst: an der K64 in der Nähe der Biogasanlage. Doch in den vergangenen Monaten ging es offenbar nicht weiter: "Die Gemeinde hat noch nichts Neues zu diesem Thema gehört", sagt Wiebusch. Fest stehe aber, dass in der Ortsmitte keine neue Anlage gebaut werde: "Hier haben wir andere Vorstellungen." Nach dem Abriss des Mischwerks und der Silos erscheint es laut Wiebusch sinnvoll, dort Wohnhäuser zu errichten. Die Lage im historischen Ortskern sei optimal.

Bei Hansa Landhandel hält man sich hinsichtlich der Zukunftspläne für Bargstedt bedeckt. Das Unternehmen, das vorwiegend Futtermittel, Getreide und Dünger vertreibt und an zahlreichen Standorten zwischen Unterweser, Niederelbe und Heide vertreten ist, habe noch keine Entscheidung gefällt, heißt es aus der Führungsetage. "Wir müssen die veränderte Situation in der Landwirtschaft im Blick behalten und entsprechend reagieren", erklärt Wilhelm Holsten, Führungskraft bei Hansa Landhandel und selbst Bargstedter. Als Beispiel nennt er die geänderten Rahmenbedingungen beim Dünger: Die Bestimmungen seien verschärft worden. Daher müsse das Absatzpotenzial geprüft werden.

Diesen Aussagen ist zwischen den Zeilen zu entnehmen, dass Hansa Landhandel abwarten will, ob sich überhaupt noch eine Investition in den Standort Bargstedt lohnen wird. Das Unternehmen ist seit 1991 in Bargstedt tätig: Damals wurde die Betriebsstätte von Holstens Familie übernommen.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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