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Den Stellenwert des Waldes stärken

Waldexperten unter sich (v. li.): Jan Teschner (Anwärter im Forstamt Harsefeld), Philipp Verpoorten (Sachgebietsleiter), Waldbotschafter Cajus Caesar, Thorsten Poppe (Dezernent im Forstamt Harsefeld) und Florian Offermanns (Leiter Waldpädagogikzentrum Elbe-Weser) Foto: Landesforsten

Waldbotschafter der Bundesregierung schaute sich neu errichteten Waldlehrpfad in Harsefeld an

jd. Harsefeld. Das Forstamt Harsefeld erhielt kürzlich Besuch aus Berlin: Der Waldbeauftragte des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, Cajus Caesar, informierte sich vor Ort über die waldpädagogische Arbeit im Elbe-Weser-Dreieck. Harsefeld ist einer von niedersachsenweit elf Standorten, an denen die Niedersächsischen Landesforsten (NLF) Waldpädagogik-Zentren betreiben.

In Harsefeld machte Caesar sich ein Bild davon, wie der im niedersächsischen Landeswaldgesetz verankerte Bildungsauftrag in der Praxis umgesetzt wird. Das Harsefelder Forstamt ist für sämtliche staatlichen Wälder zwischen Niederelbe und Unterweser zuständig. "Natürlich kann ein Förster in einem so großen Gebiet nicht allein den gesamten Bereich der Waldpädagogik abdecken", erklärte Phillip Verpoorten, der in der NLF-Zentrale in Braunschweig den Bereich Waldpädagogik betreut.

In Sachen Bildungsarbeit werde ein Förster von ausgebildeten, zertifizierten Waldpädagogen unterstützt, so Verpoorten. Dieses Team biete Waldführungen, Erlebnistouren und viele weitere Events an, um das Wissen über den Wald und seine Bewohner zu vermitteln. Caesar, der zuvor in Stade persönlich an einer Waldexkursion mit einer Schulklasse teilgenommen hatte, betrachtet es als notwendig, dass sich Kinder und Jugendliche mit dem Thema Wald beschäftigen, da Nachhaltigkeit und Naturschutz wichtige Zukunftsaufgaben sind.

Ein Beispiel waldgestützter Bildungsarbeit ist der in diesem Frühjahr eröffnete Waldlehrpfad im Harsefelder Forstgebiet Meinkenhoop. Bei dem in der Nähe zu den Schulen gelegenen Pfad, der zusätzlich über Sportstätten verfügt, hat das Forstamt Harsefeld aktiv an der Planung mitgewirkt. „Wir haben bei den forstlichen Themen beraten und den Wegebau betrieben", sagt Thorsten Poppe vom Forstamt Harsefeld: Dieses Projekt sei gemeinsam mit vielen weiteren Akteuren aus Politik, Verwaltung, Sportvereinen, Schulen und Pfadfindern umgesetzt worden. "Im Meinkenhoop verbringen viele Harsefelder ihre Freizeit. Daher freuen wir uns, dass wir hier ein solches Gemeinschaftsprojekt anbieten können“, betonte Poppe.

Caesar zeigte sich beeindruckt vom Harsefelder Projekt und erläuterte seinen Gastgebern noch einmal die Funktion des Waldbeauftragten. In seinem im Sommer 2018 neu eingerichteten Amt versteht sich der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und studierte Förster als Botschafter des Waldes. Er will den hohen Stellenwert des Waldes stärker in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit rücken.

Zum Abschluss des Besuchstages unterstrich Caesar: "Die Waldpädagogik sollte weiter gestärkt werden. Es ist gut, dass dieses Thema bei den Landesforsten angesiedelt ist."