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KOMMENTAR: Bitte selbst mit gutem Beispiel vorangehen, liebe Stader Verwaltung

Die Hortensie ist bereits halb vertrocknet
Der Aufruf von Bürgermeisterin Silvia Nieber an die Stader Bürger, junge Bäume zu wässern, ist gut und richtig. Niemand bricht sich einen Zacken aus der Krone, wenn er ein paar Eimer Wasser füllt und damit ein kleines Bäumchen in seiner Straße gießt. Was in den Dörfchen ohnehin üblich ist, sollte auch in den Städten wieder Einzug halten: die Bereitschaft, etwas für das Gemeinwohl zu tun. Jeder kann auf diese Weise einen kleinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Die Menschen, die in Stade unterwegs sind - egal, ob Einheimische oder Touristen - freuen sich über das städtische Grün, und die Bäume danken die Erfrischung an heißen Sommertagen mit gesundem Wachstum.

Allerdings sollte die Stader Verwaltung selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Direkt am Gebäude des Ordnungsamtes, schräg gegenüber vom Rathaus, verdörrt eine Hortensie (siehe Foto). Die Blätter hängen schlaff herab oder rollen sich ein, einige Triebe sind bereits abgestorben. Wegen des Wassermangels ist aus dem zuvor prächtigen Gewächs ein verwelktes Etwas geworden.

Den Rathausmitarbeitern dürfte das Trauerspiel an ihrer Hauswand eigentlich nicht entgangen sein. Vielleicht sollte Frau Nieber mal aus dem Fenster ihres Büros schauen: Wenn Sie nach unten rechts blicken, liebe Bürgermeisterin, genau dort kümmert die arme Hortensie vor sich hin. Wie wäre es, mal nach draußen zu gehen und der bemitleidenswerten Pflanze etwas Wasser zu gönnen. Sie müssen ja nicht gleich einen Eimer durchs Rathaus schleppen: ein, zwei Liter aus dem Gießkännchen würden vorerst reichen.

Und wenn Sie mal sehen wollen, wie gut Hortensien in Saft stehen können - trotz der Trockenheit-, dann kommen Sie die paar Schritte zu uns herüber und besuchen die WOCHENBLATT-Redaktion.

Jörg Dammann