Jugendfeuerwehr Regesbostel
Jetzt gibt's Übungen aus der "Kiste"

Die Jugendbetreuerinnen beim Onlinedienst der Jugendfeuerwehr Regesbostel (v.li.): 
Liane Buchard, Katrin Peckruhn und Claudia Mundt
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  • Die Jugendbetreuerinnen beim Onlinedienst der Jugendfeuerwehr Regesbostel (v.li.):
    Liane Buchard, Katrin Peckruhn und Claudia Mundt
  • Foto: Tino Buchard
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Regesbostel. Eigentlich werden junge Menschen in den Jugendfeuerwehren der Region mit viel Spiel und Spaß an feuerwehrtechnisches Wissen herangeführt und auf diese Weise zu den Rettern von morgen ausgebildet. Aktuell vermissen die Kinder und Jugendlichen die tollen Gemeinschaftserlebnisse bei Übungsabenden und Wettbewerben. Sie finden: Ohne Jugendfeuerwehr ist alles doof …
"Anfang November 2020 hatten wir unter strengen Auflagen unseren Jugendfeuerwehrdienst. Die Kinder haben sich sehr gut mit unserem Hygienekonzept auseinandergesetzt. Wir hatten viel Spaß, und alle Kinder sind zufrieden nach Hause gegangen", berichtet Claudia Mundt am Beispiel der Jugendfeuerwehr Regesbostel. Doch dann kam abends die Info, dass dieses der letzte Dienst 2020 sein würde. Was nun? Treffen im Feuerwehrhaus, im Gemeindehaus und selbst auf der Gemeindewiese - alle verboten. Also musste die Jugendfeuerwehr erneut pausieren.
"Ende Januar haben wir - Corona-konform - uns zum Brainstorming im Feuerwehrhaus getroffen. Die größte Herausforderung für uns Betreuer war, einen Onlinedienst vorzubereiten, der den Kindern die Aufgaben mit Spaß vermittelt", erläutert Claudia Mundt. Denn die Kinder müssen zum Teil von 8 Uhr morgens bis in den Nachmittag hinein am Computer sitzen und Schulaufgaben machen. Wollen sie dann noch abends für die Feuerwehr auf den Bildschirm starren?, fragten sich die Betreuer. "Uns war klar, harter Theorieunterricht sollte es nicht werden. Und wenn Online-Dienst, dann nur 14-tägig. Wichtig war uns, dass der Kontakt mit den Jugendfeuerwehrkindern nicht verloren geht. So wurde die 'Kiste' geboren", berichtet Claudia Mundt.
Die Betreuer stellten für drei Dienste Material zusammen und im ersten Dienst ihre Idee vor. So beinhaltete die Kiste u.a. ein Seil und Anleitungen zum Knotenüben, Verbandsmaterial und eine Kurzanleitung für Erste Hilfe, dazu einige Feuerwehrrätsel, ein Puzzle und das Rezept einer Lieblingspizza für einen gemütlichen Abend mit den Eltern.
"Die 'Kiste' wurde an jedes Kind verteilt, und am 10. Februar konnten wir den ersten Online-Dienst starten. Die Kids haben mit Begeisterung ihre Kartons geöffnet und sich mit den Materialien auseinandergesetzt" Dann war es soweit: Die Betreuer trafen sich rechtzeitig, um sich mit der Technik anzufreunden. Dann meldeten sich die Jugendlichen nach und nach im System an. "Es war toll! Ein bisschen mit Gänsehauteffekt. Wie schön, die Kinder endlich wieder zu hören und zu sehen", sagt Claudia Mundt. Bis auf ein paar Verbindungsschwierigkeiten und daraus resultierenden Bildausfällen habe alles geklappt.
Auch wenn die nächsten Dienste größtenteils ohne Probleme verliefen: Für einige Kinder ist der Umgang mit der Technik nicht selbstverständlich. "Und sie kann auf keinen Fall den realen Dienst und persönlichen Austausch zwischen Betreuern und Kindern ersetzen." Leider sei es auch nach den Osterferien nur online möglich, den Kindern einen Jugendfeuerwehrdienst anzubieten. Claudia Mundt: "Wir Betreuer werden dann erneut Themen erarbeiten, die via Bildschirm gut erklärt werden können und die Spaß machen. Und sicher wird auch die 'Kiste' wieder zum Einsatz kommen. Homeoffice und Jugendfeuerwehr ist wirklich nur eine Notlösung."

Die Jugendbetreuerinnen beim Onlinedienst der Jugendfeuerwehr Regesbostel (v.li.): 
Liane Buchard, Katrin Peckruhn und Claudia Mundt
Die Kisten für die virtuellen Dienst werden gepackt
Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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