Schlachtfest am Gartenteich - unbekanntes Raubtier tötet fünf riesige Koi-Karpfen

Traurig: Karl-Heinz Husmann und seine Frau Edith zeigen einen der getöteten Koi-Karpfen
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  • hochgeladen von Mitja Schrader

mi. Buchholz. Karl-Heinz Husmann ist wütend und traurig zugleich: In der Nacht zum vergangenen Donnerstag hat vermutlich ein Raubtier fünf seiner acht großen Koi-Karpfen getötet. Die Fische waren bis zu 30 Jahre alt.
Es ist ein blutiges Szenario: Der Boden vor dem Teich im Buchholzer Wilhelm-Raabe-Weg ist übersät mit Fischschuppen, dazwischen liegt ein toter Koi, von dem offensichtlich gefressen wurde. Einen weiteren der prachtvollen Fische hat der „Räuber“ vor das Grundstück geschleppt, auch er weist Bissspuren auf. Einen dritten findet Karl-Heinz Husmann im Gebüsch, dem Tier wurde der Kopf abgerissen. Die anderen Fische sind komplett verschwunden. Nur drei der vormals acht prachtvollen Tiere überlebten die Nacht, zwei davon schwerverletzt. In reinem Geldwert gerechnet hat der Räuber damit vermutlich einen Schaden von mehreren Tausend Euro angerichtet, denn es handelt sich um ausgewachsene Koi. Doch das Geld interessiert Karl-Heinz Husmann kaum. Viel schwerer wiegt für ihn und seine Frau Edith der immaterielle Wert der Tiere. „Ich habe die Fische vor fast 30 Jahren gekauft, sie hatten Namen und sind uns ans Herz gewachsen“, sagt Karl-Heinz Husmann. Das Platschen, wenn die für ihre Größe erstaunlich agilen Tiere aus dem Wasser stiegen, um nach Mücken zu schnappen, war für ihn ein vertrautes Geräusch. Jetzt ist es erst einmal verstummt. Enttäuscht ist der Koi-Liebhaber von den Reaktionen der Stadt Buchholz und des Landkreises Harburg. „Niemand dort hat sich dafür interessiert. Wenn ein Raubtier fünf bis zu zehn Kilo schwere Fische töten kann, muss das doch auch die Behörden alarmieren“, ärgert er sich.
Die Frage die Karl-Heinz Husmann umtreibt: "Welches Tier kann in einer Nacht fünf ausgewachsene Koi-Karpfen erbeuten, wegschleppen und fressen?“,
Das WOCHENBLATT fragte beim Sprecher der Jägerschaft im Landkreis Harburg, Heribert Strauch, nach. Der erfahrene Waidmann tippt auf einen Fischotter: „Wenn dort Wasser in der Nähe ist, ist ein Otter-Raubzug das Wahrscheinlichste.“ Otter seien mühelos in der Lage, auch Fische in der Größe eines Koi zu töten. Das klingt plausibel. Dazu passt auch, dass es vom Grundstück der Husmanns nicht weit zum Steinbach ist. Fraglich ist jedoch, ob es dort tatsächlich Fischotter gibt.
Karl-Heinz Husmann will dem Räuber jetzt mit einer Wildkamera auf die Schliche kommen.
• Ist dieser Raubzug ein Einzelfall oder gibt es Koi-Besitzer, deren Tiere ähnlich zugerichtet und verschleppt wurden. Haben Sie eine andere Theorie als Heribert Strauch? Schreiben Sie eine E-Mail an mi@kreiszeitung.net.

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