bim. Hollenstedt. Mit dem Rahmenplan Ortsmitte befasste sich jüngst erneut der Hollenstedter Bau- und Planungsausschuss. Ergebnis: Es geht in kleinen Schritten voran. Der wiederholt vorgestellte und überarbeitete Entwurf eines Rahmenplanes für den Ortskern Hollenstedt wurde zur Kenntnis genommen. Eine endgültige Entscheidung soll getroffen werden, wenn ein umsetzbares Konzept für den Aldi-Markt vorgelegt wurde. Außerdem soll auf Antrag der Grünen demnächst ein Vertreter der Industrie- und Handelskammern eingeladen werden, um über "Chancen und Herausforderungen für Niedersachsens Innenstädte" zu referieren und Fragen zu beantworten.
Grüne Wiese gehört
nicht der Gemeinde

Was den Erhalt der sogenannten Apfelwiese, die der Volksbank gehört, angeht, sind sich Ruth Alpers (Grüne) und Bürgermeister Jürgen Böhme (CDU) einig, dass diese als Aufenthalts- und Erlebniswiese erhalten bleiben soll.
Irritirt über den Grünen-Vorstoß mit der Einladung eines IHK-Vertreters zeigte sich Stadtplaner Karsten Schwormstede. Die in der IHK-Publikation vom Januar veröffentlichten Empfehlungen zur Sicherung von Zentren, die u.a. Wohnen, Verwaltung und Bildungseinrichtungen als Nutzung sowie einen Dorfplatz als Treffpunkt zum Verweilen vorsehen, entsprächen auch den Zielen, die er im Leitbild der "Ortsmitte Hollenstedt 2030" im Oktober 2018 beschrieben habe. "Der Einzelhandel ist der größte Frequenzbringer. Darüber hinaus sollte man die Ortsmitte beleben", machte Schwormstede deutlich. Der Einzelhandel mit Nahversorgungsfunktion sei in der Ortsmitte laut Einzelhandelsgutachten genau richtig angesiedelt. Daneben könnte man Gelegenheiten zum Aufenthalt schaffen, z.B. durch Gastronomie und einen Spielplatz.
Bezogen auf Aldi, der sich schon lange vergrößern möchte, habe es kürzlich ein Gespräch zwischen Grundstückseigentümer, Aldi-Planer, Bürgermeister und Stadtplaner Schwormstede im Rathaus gegeben. Hollenstedt wünscht sich eine Kombination aus Nahversorger und Wohn- oder Dienstleistungsnutzung.
Karoline Nielsen (SPD) kann sich "bei der frühmorgendlichen Anlieferung" nicht vorstellen, über einem Aldi zu wohnen. Die Dimensionen des bisher vorgestellten Aldi-Erweitrungspläne seien ihr zu groß. Außerdem gab sie zu bedenken: "Wenn wir die Aldi-Erweiterung zulassen, haben wir wenig Möglichkeiten, anderen Märkten eine Erweiterung zu versagen."
Weder Eisdiele noch
Bistro hielten sich

Skeptisch bei einer grünen Ortsmitte mit Aufenthaltsqualität sind Claus-Wilhelm Rittscher und Jörg Meier (beide CDU). "Wer nutzt und pflegt denn einen Park?", wollte Rittscher wissen. Außerdem hätten sich weder Eisdiele noch Bistro in Hollenstedt gehalten. "Viele Geschäfte haben in den vergangenen zwei Jahren dichtgemacht, weil die Leute woanders hinfahren", sagte Meier.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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