Wählergemeinschaft kritisiert
"Herrscht Stillstand im Hollenstedter Rathaus?"

WGH-Fraktionsvorsitzender Joachim Aldag

bim. Hollenstedt. "Im Rathaus der Gemeinde Hollenstedt hält man anscheinend nicht viel von einer offenen und konstruktiven Diskussion um die künftige Ortsentwicklung. Anträge der Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH) werden vom Bürgermeister ignoriert", ärgert sich WGH-Fraktionsvorsitzender Joachim Aldag. Nach der öffentlichen Bürgerversammlung in der Estetalschule Hollenstedt, an der im Februar rund 160 Hollenstedter Bürger teilnahmen und ihre Anmerkungen und Ideen zu den von der Politik vorgebrachten Vorhaben äußerten, herrsche mittlerweile wieder Stillstand im Rathaus.
"Die WGH hatte direkt nach der Bürgerversammlung mehrere Anträge für die Ortsentwicklung zur Beratung in den Gremien des Gemeinderates eingebracht. Unter anderem macht die WGH sich für eine Stärkung der Ortsmitte durch den Verbleib von Einzelhandel und Dienstleistung stark. Sie lehnt eine Verlagerung von mehreren Supermärkten und des Samtgemeinde-Rathauses auf die grüne Wiese am Ortsrand ab. Wir wollen den konstruktiven Dialog und eine weitsichtige Leitplanung für unsere Ortsentwicklung“, so Joachim Aldag.
Seit rund zwölf Jahren werde über einen Neubau des Samtgemeinde-Rathauses diskutiert, der Inhaber des Edeka-Marktes wolle seinen etablierten Standort im Ortskern behalten und sich dort vergrößern. Die anderen Einzelhändler würden um ihre Existenz bangen, wenn die Supermärkte und Discounter aus dem Ort verschwinden. „Hollenstedt ist das Grundzentrum der Samtgemeinde. Hier finden wir alles, was wir für unsere Infrastruktur brauchen. Supermärkte, Discounter, Apotheken, Ärzte, Zahnärzte, Bäcker, Fahrschulen und natürlich auch die Rathäuser von Gemeinde und Samtgemeinde. All das ist im Ortskern angesiedelt und für die Bürgerinnen und Bürger zentral erreichbar.“
Die WGH befürwortet u. a. den Bau des neuen Samtgemeinde-Rathauses auf dem Bauplatz hinter der Volksbank, damit dies im Ortskern und damit für ältere Bürger fußläufig erreichbar bleibe. „Ein Samtgemeinde-Rathaus auf dieser Fläche bedeutet nicht, dass wir keine grünen Flächen in Hollenstedt mehr haben. Die Estewiesen 'Überm Stegen' und auch die große Grünfläche direkt vor dem Rathaus der Gemeinde gegenüber der Feuerwehr sind nur zwei Beispiele, und beide haben großes Potenzial. Das muss nur endlich mal genutzt werden“, so Aldag.
Die WGH-Anträge seien bis heute nicht vom Bürgermeister beachtet worden. Da die Einladungen zu mehreren Sitzungen der Ratsgremien nach der Bürgerversammlung, aber vor Bekanntgabe der Allgemeinverfügung des Landkreises zur Eindämmung des Coronavirus eingegangen seien, hätten die Anträge in mindestens einer dieser Sitzungen auf der Tagesordnung landen müssen. "Mehrere schriftliche Nachfragen der WGH blieben bis heute ohne irgendeine Resonanz aus dem Rathaus. Das ist kein guter Stil für eine konstruktive Zusammenarbeit", sagt Joachim Aldag. Seine Vermutung: "Vielleicht sieht der Bürgermeister ja auch seine Felle davon schwimmen, denn neben den Anträgen der WGH gehört auch die neue Sitzverteilung im Gemeinderat mit auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung“. Aufgrund von Mandatsniederlegungen und damit verbundenen Nachbesetzungen verliere die Gruppe aus CDU und SPD ihre Mehrheit im Gemeinderat. "Die WGH hat mittlerweile die Kommunalaufsichtsbehörde eingeschaltet. Die nächste Ratssitzung dürfte spannend werden", so Aldag.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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