Einschulung von Drestedter Erstklässlern
Hollenstedts Samtgemeinde-Bürgermeister bezieht Stellung im Schulstreit

Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers
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bim. Drestedt/Trelde. Wie bei der Debatte um die Einschulung von Drestedter Erstklässlern an der Grundschule Trelde mit den Eltern umgegangen worden sei, sei "gefühlt unterstes Niveau!", erklärte eine betroffene Mutter im WOCHENBLATT. Samtgemeinde-Bürgermeister Heiner Albers warf sie vor, "ein unauthentisches Bild" abgegeben zu haben, weil er für die Änderung der Schulbezirkssatzung und somit für die Beschulung der Drestedter Kinder in Hollenstedt bereits ab diesem Schuljahr stimmte. Zu diesem persönlichen Angriff nimmt Heiner Albers Stellung:
"Für den Übergang der eingeschulten Kinder aus Drestedt haben wir alles getan, dass es so gut wie möglich läuft, und dass die allgemeinen Interessen vor den einzelnen Interessen vertreten werden.
Ich verstehe die Reaktion der Eltern, die mit der Einschulung in eine neue Schule eine große Veränderung erleben. Zur Sache selbst haben der Samtgemeinderat und ich aus dem Interesse der Allgemeinheit und nicht im Interesse von wenigen einzelnen Familien und Kindern agiert, einige Familien waren auch mit der Einschulung in Hollenstedt nach den Gesprächen einverstanden. Am Ende handelt es sich um zwei Kinder. Wenn wir die Entscheidung nicht getroffen hätten, wären die Kosten niemals in Beziehung mit der Leistung, noch für die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde vertretbar gewesen. Dieses Budget legen wir nun in die Entwicklung der Schulen in der Samtgemeinde Hollenstedt, und da tun wir eine ganze Menge.
Erinnern möchte ich an das große Projekt 'Offene Ganztagsschule', welches wir seit zwei Jahren erfolgreich umsetzen. Wir bieten hier für ca. 200 Schülerinnen und Schüler eine umfangreiche Betreuung bis 17 Uhr täglich an, wenn gewünscht inklusive eines Mittagessens.
Die persönliche Kritik einer Befragten in dem Artikel lehne ich ab. Ich selbst habe im April von dem damals sehr akuten Sachverhalt (zwei erste Klassen zum Schuljahresbeginn 2020/2021) erfahren. Es gab insgesamt sechs Termine zu dem Thema (u.a. konnte ich im Verwaltungsausschuss der Gemeinde Drestedt und einer öffentlichen Ratssitzung der Gemeinde Drestedt Stellung nehmen und Fragen beantworten). Die betroffenen Eltern wurden in die Glockenbergschule nach Hollenstedt von mir persönlich eingeladen. Nicht alle sind erschienen.
Bis auf die Bürgerfragestunde in der Ratssitzung im Juni hat sich bei mir niemand gemeldet, der einen zusätzlichen Gesprächsbedarf hatte.
Für die Samtgemeinderatssitzung im Juni hatte ich eine alternative Sitzungsvorlage vorbereitet, in der sich die Gemeinde Drestedt zur Mitfinanzierung von nötigen Containern an der Grundschule Trelde bereit erklärt hatte. In diese Vorlage habe ich sehr viel Engagement investiert. Leider konnte das Projekt aufgrund eines eindeutigen Einspruches des Rechungsprüfungsamtes nicht verwirklicht werden.
Ich werde mich nach wie vor für die Samtgemeinde, die Interessen der Samtgemeinde und die Entwicklung der hiesigen Schulen engagieren. Wir haben an unseren beiden Schulstandorten Moisburg und Hollenstedt in den nächsten Jahren noch viel vor. Schließlich geht es um die Zukunft der Kinder in der Samtgemeinde Hollenstedt."

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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