In Halvesbostel
"Kinderbetreuung erhalten"

Eltern, Kinder und Erzieherinnen werben mit Plakaten für den Erhalt der Kinderbetreuung in Halvesbostel
  • Eltern, Kinder und Erzieherinnen werben mit Plakaten für den Erhalt der Kinderbetreuung in Halvesbostel
  • hochgeladen von Bianca Marquardt

bim. Halvesbostel. "Wir haben Spaß zusammen; alle packen mit an; basteln in den Ferien; ein ganzes Dorf steht hinter dem Spielkreis" steht auf einem Plakat, mit dem Eltern, Kinder und Erzieherinnen des Spielkreises Halvesbostel dafür werben, dass die Kinderbetreuung im Dorf erhalten bleibt. Ein anderes Plakat tragen die Betroffenen schon seit rund zwei Jahren in jede politische Sitzung - so lange wird bereits über die Zukunft des Spielkreises bzw. der Kinderbetreuung im Dorf diskutiert.
20 Mädchen und Jungen im Alter von drei bis sechs Jahren werden im Spielkreis betreut. Er ist fester Bestandteil des Kindergartenbedarfsplanes der Samtgemeinde Hollenstedt und fest in die Dorfgemeinschaft integriert. Feuerwehr und Schützen bieten den Kleinen in den Ferien Aktivitäten an, die Kinder revanchieren sich mit Liedbeiträgen, z.B. bei Seniorenfeiern. Außerdem gibt es einen Förderverein, der u.a. Ausflüge und Spielgeräte finanziert. Die Eltern pflegen die Außenspielfläche selbst.
"Wir haben seit fast 30 Jahren eine funktionierende Kinderbetreuung in Halvesbostel und arbeiten bereits wie eine Kita", sagt Spielkreis-Leiterin Marita Klindworth. Der Spielkreis wurde 2012 und 2015 sogar als "Kita 21 - die Zukunftsgestalter" ausgezeichnet.
Fast alle Spielkreise der Umgebung seien in den vergangenen Jahren entweder in einen bestehenden Kindergarten eingezogen oder in eine Kindertagesstätte umgewandelt worden, so Marita Klindworth. Genau das wünschen sich die Familien in Halvesbostel. Da die Räume nach Angaben der Verwaltung nicht mehr aktuellen Standards genügen und dafür wohl keine Betriebserlaubnis mehr erteilt würde, könnte in Halvesbostel ein Kita-Neubau für rund 580.000 Euro entstehen. Das Grundstück ist neben dem Dorfgemeinschaftshaus, in dem der Spielkreis bislang untergebracht ist, vorhanden, die Gemeinde würde 75.000 Euro beisteuern. "Eine Betreuungsstunde in Halvesbostel würde sich ebenfalls mit 2,34 Euro im unteren Kostenbereich befinden. Außerdem hat unser Bürgermeister weitere Zugeständnisse angeboten, wenn es letztlich an den letzten paar tausend Euro scheitern sollte", sagt eine Mutter.
Politisch diskutiert wird gleichzeitig eine Erweiterung des Kindergartens in Regesbostel um eine dritte Gruppe (Kosten: 571.000 Euro), den die Kinder aus Halvesbostel alternativ besuchen müssten, wenn sich die Politik gegen einen Neubau entscheidet.
Doch die Eltern sind sich sicher, dass wegen der unterschiedlichen Betreuungszeiten nicht alle Halvesbosteler Kinder dann nach Regesbostel gebracht würden.
Dass die Grünen-Politikerinnen Christiane Melbeck und Ruth Alpers die Investitionen für Halvesbostel mit der von der Gemeinde gezahlten Samtgemeindeumlage aufgerechnet haben, finden die Eltern unerhört. "Es wird ja alles nur in diesem Jahr fällig, weil zuvor nicht vernünftig geplant wurde", kritisiert ein Vater. So sei zum Beispiel die notwendige Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses bereits seit dem Jahr 2014 thematisiert worden. Außerdem seien sowohl der Feuerwehrhausanbau als auch ein Kindergartenbau Investitionen für die nächsten 30 Jahre.
Eine Mutter erklärt: "Ich appeliere noch einmal an alle, die unentschlossen oder gegen einen Neubau in Halvesbostel sind, ihren Standpunkt sehr kritisch zu überdenken. Insbesondere, weil keine wirklichen Argumente dagegen sprechen."
• Um das Thema geht es in der Hollenstedter Samtgemeinderatssitzung am kommenden Dienstag, 17. Dezember, um 19.30 Uhr im Gasthaus Heins in Holvede.

Autor:

Bianca Marquardt aus Tostedt

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